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Kapitalanlage: Gewinnsteigerung durch geschickte Investitionen

Eine geschickte Kapitalanlage ist eine gute Möglichkeit, um das eigene Vermögen wachsen zu lassen. Damit das gelingt, muss im Vorfeld einiges beachtet werden. Ob Immobilienkauf , Aktienhandel oder Festgeldkonto : Alle Kapitalanlagen haben Vor- und Nachteile und unterscheiden sich in Rentabilität, Sicherheit und Liquidität. Deswegen ist es wichtig, Investitionen genau zu planen.

Das Wichtigste zusammengefasst
  • Von den Kriterien Liquidität, Rentabilität und Sicherheit lassen sich meist nur zwei gleichzeitig umsetzen.
  • Kapitalanlagen bei Banken sind dank der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Bank und Kunde geschützt.
  • Ein Vergleich verschiedener Anlagen ist sinnvoll, um die passende Investition zu finden.

Kapitalanlage: Darauf kommt es an

Die Möglichkeiten für Kapitalanlagen sind heutzutage riesig, sodass es für nahezu jeden Investor die perfekte Anlagemöglichkeit gibt. Doch um die für sich beste Kapitalanlage zu finden, sollten zunächst einige Fragen beantwortet werden. Die wichtigste dabei ist sicher, wieviel Geld zum Anlegen zur Verfügung steht, da sich danach bereits einige Anlageformen wie etwa ein Immobilienkauf ausschließen lassen. Die nächste Frage lautet, wie lange auf das Geld sicher verzichtet werden kann? Denn etwa beim Festgeld ist das Geld für die gesamte Laufzeit gebunden und nicht verfügbar. Wenn du nicht sicher bist, dass du auf das Geld langfristig verzichten kannst, ist eine Kapitalanlage mit höherer Liquidität sinnvoll. Bist du bereit, Wertschwankungen in Kauf zu nehmen und wie hoch dürfen diese ausfallen? Bei Aktien sind Schwankungen an der Tagesordnung. Anleger mit hohem Sicherheitsbedürfnis greifen deshalb besser zu einer anderen Kapitalanlage. Auch die Frage nach dem gewünschten Gewinn ist relevant. Denn viele Anlageformen werfen nur eine geringe Rendite ab, sodass auch der mögliche Ertrag die Wahl der Kapitalanlage beeinflusst. Generell sind die Zinsen aktuell sehr niedrig (Stand: Juni 2017) und die Prognosen besagen, dass dies auch noch eine Weile so bleibt. Viele Kapitalanlagen rentieren sich dadurch kaum noch. Denn oft sind die Zinsen, die es für angelegtes Geld gibt, sogar niedriger als die Inflationsrate. Dadurch erhöht sich am Ende zwar der Betrag, den der Anleger zurückbekommt, das Geld ist aber faktisch weniger wert als zuvor. Im Idealfall sollte eine gute Geldanlage also mehr einbringen, als das Geld in der gleichen Zeit an Wert verliert.

Wichtige Fragen vor der Wahl der Kapitalanlage

Bevor du dein Geld anlegst, gibt es einige Aspekte, die es zu berücksichtigen gibt. Zunächst einmal ist die beste Kapitalanlage die Tilgung bestehender Schulden. Ist also durch eine Erbschaft oder eine ausgezahlte Lebensversicherung plötzlich Kapital vorhanden, sollten zunächst laufende Kredite abgelöst werden. Das gilt auch für den Dispokredit . Da die Zinsen für einen Kredit in der Regel höher sind als die zu erwartenden Gewinne bei einer Kapitalanlage, sparst du mit der Schuldentilgung mehr als du mit der Kapitalanlage verdienst. Berücksichtige außerdem deine gesamte finanzielle Situation. Hast du bereits sichere Geldanlagen , etwa für die Altersvorsorge? Dann kann das vorhandene Kapital risikofreudiger investiert werden. Handelt es sich jedoch um die eiserne Reserve, die angelegt werden soll, solltest du die Risiken so gering wie möglich halten. Hierbei ist auch die berufliche Situation entscheidend. Für Selbstständige, die für die Zukunft nur schwer kalkulieren können, sollten weniger riskante Kapitalanlagen gewählt werden als für Personen mit unbefristeten Verträgen oder Beamte. Je nach Anlageform kann es zu Schwankungen kommen. Dies lässt sich durch lange Anlagezeiten ausgleichen. Hierfür ist es sinnvoll, wenn das angelegte Kapital nicht zwischendurch benötigt wird. Muss etwa der Aktienfonds kurzfristig aufgrund von finanziellen Engpässen ausbezahlt werden, kann dies einen finanziellen Verlust bedeuten, wenn die Aktien gerade wenig wert sind. Damit die Rendite möglichst hoch ausfällt, sollte die Geldanlage wenig kosten. Ein Tages- oder Festgeldkonto gibt es in der Regel kostenlos, bei einem Depotkonto kann es aber zu Verwaltungsgebühren kommen. Orientieren diese sich am Anlagebetrag, steigen die Kosten schnell an. Sind die Voraussetzungen für die Kapitalanlage geklärt, kann die Suche konkreter werden. Möchtest du viel Gewinn machen, jederzeit an dein Geld herankommen oder vor allem sicher anlegen? Danach unterscheiden sich die möglichen Kapitalanlagen.

Das magische Dreieck aus Sicherheit, Rentabilität und Liquidität

Bei jeder Kapitalanlage sind nämlich die drei Aspekte Rentabilität, Sicherheit und Liquidität außerordentlich wichtig. Sie werden im magischen Dreieck der Geldanlage anschaulich zusammengefasst. Aus diesem Modell ergibt sich, dass immer nur zwei der drei Faktoren gleichzeitig möglich sind.

Das magische Dreieck der Geldanlage
  • Kapitalanlagen mit hoher Liquidität sind entweder rentabel (Aktien) oder sicher (Tagesgeld)
  • Kapitalanlagen mit hoher Rendite sind entweder liquide (Aktien) oder sicher (Festgeld)
  • Kapitalanlagen mit hoher Sicherheit sind entweder rentabel (Immobilien) oder liquide (Sparbücher)

Obwohl immer zwei Aspekte einander ergänzen, dominiert oft ein einzelner Aspekt. So geht eine hohe Rendite fast immer mit geringerer Sicherheit einher. Um dies auszugleichen, hilft eine langfristige Anlage, die Schwankungen ausgleichen kann. Mehr Sicherheit gibt es zudem, wenn nicht das ganze Geld in derselben Kapitalanlage abgelegt wird. Ein gutes Anlagenportfolio beinhaltet verschiedene Produkte, zum Beispiel eine Kombination aus Wertpapieren, Edelmetallen und Tagesgeld .

Festgeld: Sicher anlegen ohne Risiken

Eine sehr sichere und damit auch beliebte Kapitalanlage ist das Festgeld . Das Geld wird für einen vorher genau festgelegten Zeitraum – in der Regel zwölf bis 120 Monate – der Bank zur Verfügung gestellt. Die Bank kann während der Laufzeit mit dem Geld arbeiten. Dafür zahlt sie dem Kunden Zinsen. Deren Höhe ist genau wie die Laufzeit bereits im Vorfeld festgelegt. Für den Anleger ist Festgeld also sehr gut kalkulierbar und dadurch sehr sicher. Allerdings ist diese Form der Kapitalanlage nicht flexibel. Soll das Geld vor dem Ende der Laufzeit ausgezahlt werden, ist dies mit zusätzlichen Kosten verbunden. Als Festgeld sollte also nur solches Geld angelegt werden, das während der Laufzeit wirklich nicht benötigt wird. Um den Gewinn beim Festgeld noch zu erhöhen, sollte berücksichtigt werden, wie die Bank die Zinsen ausbezahlt. Oft werden diese jährlich einem Referenzkonto gutgeschrieben. Lukrativer ist es jedoch, wenn die Zinsen direkt auf dem Festgeldkonto bleiben und mit angelegt werden. So profitierst du vom Zinseszinseffekt und steigerst deine Rendite zusätzlich. Da die Zinsen aktuell sehr niedrig sind, ist es für Banken wenig lukrativ, Geld von Privatanlegern zu nutzen. Deswegen sind die Zinsen für Festgeldanlagen sehr niedrig.

Tagesgeld: Flexibel und lukrativ

Wesentlich flexibler bist du, wenn du dein Geld in Tages- statt Festgeld anlegst. Denn hier kannst du jederzeit über dein Geld verfügen und bekommst trotzdem mehr Zinsen als auf dem Girokonto. Bei vielen Anbietern gibt es das Tagesgeldkonto kostenlos, meist in Kombination mit einem Girokonto , welches als Referenzkonto benötigt wird. Da das Tagesgeldkonto nicht für den täglichen Zahlungsverkehr vorgesehen ist, gibt es hierfür keine EC-Karte. Das Geld auf dem Konto kannst du bequem per Online-Banking auf das angeschlossene Girokonto überweisen. Die Zinsen sind nur schwer zu kalkulieren, weil sie sich jederzeit ändern können. Besonders gute Konditionen bieten oft Direktbanken . Auf der Suche nach einer lukrativen Kapitalanlage lohnt sich ein ausführlicher Bankenvergleich. Denn viele Banken bieten Neukunden eine Zinsgarantie für einen bestimmten Zeitraum. Allerdings ist bei solchen Angeboten oft der Betrag begrenzt, für den die Zinsgarantie gilt.

Aktien: Leichter Einstieg in den Börsenalltag

Sehr rentabel ist der Handel mit Aktien. Vielen Anlegern ist dies aber zu unsicher, weil es an der Börse immer wieder zu Kursschwankungen und -einbrüchen kommen kann, die die Kapitalanlage schwinden lassen. Doch mit ein bisschen Einarbeitung in das Thema ist es auch für Einsteiger nicht schwer, den Aktienmarkt zu überblicken. Wichtig ist vor allem, sich nicht auf eine Aktie zu beschränken, sondern die Käufe breiter zu streuen. In Branchenfonds sind Aktien einer bestimmten Branche zusammengefasst. Möchtest du zum Beispiel in neue Medien investieren, wählst du einen entsprechenden Aktienfond. Eine Alternative dazu sind Regionalfonds. Hier werden Aktien einer bestimmten Region oder sogar eines bestimmten Landes gebündelt. Du entscheidest also, ob du in China oder in Afrika anlegen möchtest. Für Einsteiger sind Kapitalanlagen bei bekannten Börsenschwergewichten attraktiv. Diese werden meist in Aktienindizes gehandelt und das Verlustrisiko ist geringer als bei Börseneinsteigern. Sollen die Aktien schnell abgestoßen werden, ist dies aufgrund des Bekanntheitsgrades des Unternehmens in der Regel schnell möglich. Beim Handel mit Aktien kommt es häufig zu Transaktionskosten oder es müssen Gebühren gezahlt werden, die sich am Anlagevolumen orientieren. Günstiger und zugleich unkomplizierter sind Indexfonds. Diese spiegeln einen bestimmten Aktienindex wie den MSCI World. Durch die weltweite Anlage ist das Verlustrisiko gering. Mithilfe eines Depotkontos verwaltest du deinen Indexfonds. Dort kannst du auch Sparpläne erstellen und so kontinuierlich weiteres Geld anlegen. Das ist zum Beispiel auch als Vorsorge für die eigenen Kinder interessant. Statt des Sparbuchs zur Geburt kann ein Depotkonto eröffnet werden. Geldgeschenke zur Taufe oder zu den Geburtstagen können jederzeit angelegt werden, sodass am Ende eine gute Finanzierungsgrundlage für den Führerschein , die erste eigene Wohnung oder das Studium dabei herauskommt.

Immobilien: Sichere Kapitalanlage mit Potential

Immobilien sind in Zeiten sehr niedriger Zinsen eine äußerst beliebte Kapitalanlage, da zum einen die Konditionen für Immobilienkredite sehr günstig sind und Immobilien zum anderen sehr wertbeständig sind. Vor allem für junge Leute lohnt sich der Immobilienkauf. Es ist genügend Zeit, um diese bis zum Senioren-Alter abzubezahlen und in dieser Zeit zu vermieten. Als Rentner kannst du deine Wohnung oder dein Haus dann selbst nutzen, ohne dass du Miete zahlen musst. Vorher ist es lukrativer, die Immobilie nicht selbst zu nutzen, sondern zu vermieten.

Die Lage ist beim Immobilienkauf entscheidend

Damit der Immobilienkauf eine lukrative Kapitalanlage werden kann, gilt es einiges zu beachten. Denn damit sich dein Kapital wirklich vermehrt, muss die Immobilie entsprechend hochwertig sein. Hierbei ist vor allem entscheidend, wie gut sie sich vermieten lässt. Es ist also sinnvoll, eine Immobilie in einer guten Lage zu erwerben. Eine gute Beratung kann helfen, das richtige Objekt zu finden. Stadtentwicklungsprognosen helfen bei der Beurteilung einzelner Stadtteile und deren Potenzial, in den kommenden Jahren für Mieter attraktiver zu werden. Denn aus steigender Attraktivität ergeben sich Mietsteigerungsmöglichkeiten, die wiederum den Gewinn erhöhen. Lukrative Immobilien sind Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien, aber auch Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften können sich rentieren. Als Kapitalanlage sind Immobilien vor allem für langfristige Anlagen attraktiv, da Wertsteigerungen sich langsam entwickeln und sich die Kosten für die Finanzierung erst amortisieren müssen. Zudem nimmt der Verkauf einer Immobilie einige Zeit in Anspruch.

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