Powerline

Erreicht Ihr DSL-Zugang erreicht nicht die versprochene Geschwindigkeit, ist ein schwaches WLAN-Signal häufig die Ursache dafür. Powerline ist eine Technologie, um das WLAN-Signal innerhalb einer Wohnung zu verstärken, ohne neue Kabel zu verlegen. Dazu überträgt Powerline Datenpakete über das Stromnetz.

Das Wichtigste zusammen­gefasst

  • Powerline verstärkt das WLAN-Signal ohne Qualitätsverluste in Häusern und Wohnungen. Die Signalübertragung funktioniert dabei über die herkömmliche Stromleitung!
  • Mit Realgeschwindigkeiten von 500 Mbit/s ist Powerline zwar etwas langsamer als die Übertragung via LAN-Kabel, aber deutlich schneller als das klassische WLAN-Signal!
  • Im Vergleich zu WLAN-Repeatern hat Powerline kein Problem mit dicken Wänden, die Installation ist bei beiden kinderleicht, der Preis ist bei Powerline hingegen etwas höher!

Inhalts­verzeich­nis

    Wozu dient Powerline?

    Die Anbieter versprechen drahtloses Internet in der ganzen Wohnung. Im Alltag bleiben die Ergebnisse oftmals hinter den Erwartungen zurück. Zumeist stellen Nutzer bereits im Nebenzimmer eine deutlich niedrigere Übertragungsgeschwindigkeit fest. In Häusern kann es vorkommen, dass das Funksignal im Stockwerk über bzw. unter dem WLAN-Router überhaupt nicht mehr zu empfangen ist. Abhilfe schafft in solchen Fällen Powerline. Die Technologie, die von den Herstellern auch unter den Namen „dLAN“ und „PowerLAN“ vertrieben wird, nutzt die Stromleitung, um die Internetverbindung auch in entfernten Räumen verfügbar zu machen. Mit Powerline kann so ein Heimnetzwerk auch in großen Wohnungen oder Häusern ohne spürbare Qualitätsverluste betrieben werden. Der größte Vorteil der Powerline-Technologie ist die einfache Montage. Sie müssen keine zusätzlichen Kabel verlegen, keine Löcher durch Wände bohren. Sie stecken die Power-Adapter einfach in die Steckdose.

    Wie funktioniert Powerline?

    Powerline ist eine Technologie zur Datenübertragung über die Stromleitungen. Die Leitungen können dank der sogenannten Trägerfrequenztechnik störungsfrei dazu verwendet werden, ein zusätzliches Signal zu übertragen. Der Powerline-Adapter dient dabei als Trägerfrequenzanlage, die die Datensignale aus einem Frequenzbereich in einen anderen moduliert. Durch die Phasen- und Amplitudenmodulation auf einen anderen, hohen Frequenzbereich stören sich Strom und Datensignale nicht: Derselbe Übertragungsweg kann von zwei unterschiedlichen Signalen genutzt werden. Powerline arbeitet in der Regel mit Trägerfrequenzen zwischen etwa zwei und 68 MHz. Für den Betrieb einer Powerline sind immer mindestens zwei Adapter notwendig. Der erste Adapter wird in Nähe des WLAN-Routers in eine Steckdose gesteckt und mit dem Router verbunden. Der zweite Adapter kann dort, wo das verstärkte Signal benötigt wird, in eine Steckdose gesteckt werden. Der erste Adapter empfängt die Datenpakete des Routers und moduliert, also „übersetzt“ sie so, dass sie über die wohnungseigene Stromleitung verschickt werden können. Die Datenpakete sind nun theoretisch an allen Steckdosen des Haushalts zu empfangen. Der zweite Powerline-Adapter demoduliert die empfangenen Daten – er übersetzt sie also zurück – und sendet sie weiter an das Endgerät.

    Wo wird Powerline eingesetzt?

    Powerline ist eine Möglichkeit, das Signal eines WLAN-Routers zu verstärken, um auch in weiter entfernten Räumen in den vollen Highspeed-Genuss zu kommen. Die Technologie stellt damit eine Alternative zum WLAN-Verstärker und zum LAN-Netzwerk mit Ethernet-Kabeln dar. Sie kann ihre Vorteile voll ausspielen, wenn keine Kabelröhren für zusätzliche LAN-Kabel vorhanden sind. Liegen dicke Wände zwischen den zu versorgenden Zimmern, funktioniert Powerline deutlich zuverlässiger als ein WLAN-Verstärker. Darüber hinaus ist die einfache Installation von Powerline ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Derzeit findet die Technologie vor allem im sogenannten „Smart Home“ vermehrt Anwendung. Unter „Smart Home“ versteht man Haushalte, in denen zahlreiche elektronische Geräte miteinander vernetzt sind und zentral ferngesteuert werden können. Neben den klassischen Endgeräten wie Smartphone, Laptop und Tablet umfasst das „Smart Home“ zahlreiche Haushaltsgeräte, unter anderem Unterhaltungselektronik (Fernseher, Stereoanlage, Beamer) sowie Lampen, Heizung, Kühlschrank und Herd. Wird die Vernetzung mit Powerline-Adaptern realisiert, ist ein zuverlässiges und weniger störungsanfälliges Netzwerk möglich.

    Wie schnell ist Powerline?

    Powerline gehört zu den schnellen Verbindungswegen für ein Heimnetzwerk. Je nach Adapter und Hersteller sind Geschwindigkeiten zwischen 14 und etwa 500 Mbit pro Sekunde möglich. Maximal sind derzeit Geschwindigkeiten von ca. 1,2 Gigabit (1.200 Mbit) pro Sekunde realisierbar (Stand: Juli 2016). Bei dieser Angabe handelt es sich um die sogenannte „Bruttogeschwindigkeit“. Das ist ein theoretischer Wert, der nur unter optimalen Bedingungen zu erreichen ist. Verschiedene Tests haben ergeben, dass die praktisch nutzbare Datenübertragungsrate bei etwa 30 bis 60 Prozent des Bruttowertes liegt. Damit ist Powerline langsamer als LAN-Verbindungen, aber – zumeist – schneller als das WLAN-Heimnetzwerk. Natürlich hängt die tatsächlich nutzbare Maximalgeschwindigkeit von Ihrem Internetzugang ab. Haben Sie beispielsweise einen DSL-Anschluss mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Mbit pro Sekunde, ist das auch die maximal erreichbare Geschwindigkeit, wenn Sie über das Powerline-Netzwerk auf das Internet zugreifen möchten. Bei der Übertragung von Daten im Heimnetzwerk sind höhere Geschwindigkeiten erreichbar: Wollen Sie etwa eine Filmdatei von Ihrer Laptopfestplatte auf den Beamer streamen, geschieht dies nur über das Powerline-Netzwerk.

    Powerline: Kosten und Installation

    Die Installation von Powerline ist einfach. Je nachdem, wie viele Zimmer Sie in das Netzwerk einbinden wollen, benötigen Sie die entsprechende Zahl an Adaptern. Zusätzlich ist ein weiterer Adapter am Standort des WLAN-Routers notwendig. Je nach Hersteller und Spezifikation kostet ein Einsteiger-Kit bestehend aus zwei Powerline-Adaptern zwischen ca. 30 Euro (Einsteigermodelle von TP-Link) und ca. 140 Euro (dLAN 1200+ von devolo). Günstigere Modelle verfügen über keinen WLAN-Sender, die Endgeräte müssen per LAN-Kabel an den Adapter angeschlossen werden. Neuere Varianten verfügen über einen eigenen WLAN-Sender – das Heimnetzwerk ist dann vollständig kabellos zu realisieren. Bei der Suche nach einem günstigen und dennoch leistungsstarken Powerline-Adapter empfiehlt sich ein Online-Vergleich der verschiedenen Modelle.

    Powerline installieren – Schritt für Schritt

    Sie wollen ein Netzwerk mit Powerline einrichten? Folgen Sie unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung!

    Installationsanleitung Powerline:

    • Adapter anschließen Schließen Sie die Powerline-Adapter ein. Der erste Adapter sollte möglichst nahe an Ihrem WLAN-Router angeschlossen werden. Optimal für die Signalstärke ist, wenn Sie den Adapter direkt in die Wandsteckdose stecken. Den zweiten Adapter platzieren Sie in einer Steckdose in Nähe des Endgeräts.
    • Adapter und Router verbinden Wenn Sie einen Powerline-Adapter mit Ethernet-Kabel verwenden, verbinden Sie Adapter und Router. Der Powerline-Adapter ist nun bereit, das Signal über die Stromleitung an andere Adapter zu senden.
    • Adapter und Endgerät verbinden Zwischen dem zweiten Adapter und dem Endgerät (Computer, Tablet, Unterhaltungselektronik) stellen Sie ebenfalls eine Verbindung über ein LAN-Kabel her.

    Haben Sie alles richtiggemacht, sollte eine Verbindung zwischen Router und Endgerät über das Stromnetz hergestellt sein. Bei vielen Adaptermodellen zeigt ein leuchtendes Kontrolllämpchen die funktionierende Verbindung an. Zwischen Anschluss und Verbindungsherstellung können einige Minuten vergehen. Beachten Sie, dass die Anleitung je nach Adapter-Hersteller abweichen kann.

    So fügen Sie zusätzliche Adapter hinzu

    Für die Erweiterung eines bestehenden Powerline-Netzwerkes können viele Gründe sprechen, beispielsweise der Anschluss zusätzlicher Unterhaltungselektronik an das Heimnetzwerk. Auch die Einrichtung eines „Smart Home“ kann Grund für den Ergänzungsbedarf sein, etwa wenn Sie entfernte Räume wie die Garage oder die Waschküche mit der Kontrollsoftware verbinden wollen. Damit der neue Adapter mit den anderen verbunden wird, muss er das gleiche Netzwerkpasswort wie die bestehenden Adapter verwenden. Um das Passwort an den neuen Adapter zu übertragen, müssen Sie je nach Hersteller unterschiedlich vorgehen. Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie Sie beim FRITZ!Powerline-Adapter des Herstellers AVM vorgehen müssen. Die Adapter von AVM gehören zusammen mit der Fritzbox zu den in deutschen Privathaushalten am weitesten verbreiteten Powerline-Geräten.

    Installationsanleitung Adapter hinzufügen

    • Der neue Adapter wird in eine Steckdose gesteckt, die sich in der Nachbarschaft eines Adapters befindet, der bereits Teil des Heimnetzwerks ist.
    • Halten Sie am neuen Adapter die „Security“-Taste für etwa eine Sekunde gedrückt. Das Gerät sucht nun im Stromnetz nach bestehenden Netzwerken.
    • Drücken Sie am bestehenden Adapter die „Security“-Taste für eine Sekunde. Er übermittelt nun das Netzwerk-Kennwort an den neuen Adapter.

    Ob alle Adapter zum gemeinsamen Netzwerk verbunden sind, können Sie am durchgehenden Leuchten der Security-LEDs erkennen.

    So schützen Sie Ihr Powerline-Netzwerk

    Powerline nutzt die Stromleitung zur Datenübertragung. Das hat zur Folge, dass zumindest theoretisch ein Powerline-Adapter der Nachbarwohnung sich in Ihr Netzwerk einwählen könnte. Um das zu verhindern und Datensicherheit zu garantieren, sollte das Netzwerk nur verschlüsselt und passwortgeschützt betrieben werden. Die Adapter verfügen über ein voreingestelltes Passwort. Ändern Sie dieses Kennwort, wenn Sie Ihr Netzwerk erstmalig einrichten. Für die bequeme Änderung des Passworts stellen die Powerline-Anbieter eigene Software zur Verfügung. Mit dieser können Sie mit wenig Aufwand ein neues, eigenes Passwort für Ihr gesamtes Powerline-Netzwerk festlegen. Achten Sie darauf, ein sicheres Kennwort zu wählen.

    Worauf muss ich bei der Auswahl eines Adapters achten?

    Der Markt an Powerline-Adaptern ist in Deutschland recht groß. Zu den bekanntesten Herstellern gehören AVM, devolo und TP-Link. Devolo ist führend in der Weiterentwicklung der Powerline-Technologie, dementsprechend sind die Adapter zumeist etwas teurer. AVM programmiert die eigenen Adapter so, dass sie reibungslos mit einem bestehenden Internetzugang per Fritzbox-Router funktionieren. TP-Link legt einen Schwerpunkt auf Einsteigersets, die zu günstigen Preisen angeboten werden und sich in der Praxis bewähren können. Unabhängig vom Hersteller gibt es drei Faktoren, die bei der Entscheidung wichtig sind!

    Darauf sollten Sie bei Powerline achten:

    • Bruttogeschwindigkeit der Verbindungen im Netzwerk?
    • Verfügt der Adapter über integriertes WLAN?
    • Handelt es sich um einen Pass-Through-Adapter?

    Die Bruttogeschwindigkeit sollten Sie in Abhängigkeit von der Übertragungsrate Ihres Internetzugangs wählen. Adapter mit integriertem WLAN empfinden viele Anwender als deutlich praktischer: Die Powerline-Adapter fungieren gewissermaßen als WLAN-Hotspots, die Verbindung zwischen Endgerät und Adapter ist auf diese Weise kabellos möglich. Falls Sie einen Adapter als Zugangsknoten für einen stationären Desktop-PC nutzen wollen, empfiehlt sich dennoch die Verbindung per LAN-Kabel. LAN-Kabel ermöglichen höhere Übertragungsraten und sind weniger störungsanfällig. „Pass Through“ bezeichnet Powerline-Adapter, die über eine Steckdose auf der Rückseite verfügen.

    Powerline oder WLAN-Verstärker?

    Sowohl WLAN-Repeater wie Powerline dienen dazu, Ihr Heimnetzwerk zu erweitern und zu verbessern. Was die Installation und Konfiguration angeht, können beiden Technologien überzeugen. Die Unterschiede liegen in der Reichweite und in der Signalstärke. WLAN-Repeater haben etwa gegen Stahlbetonwände keine Chance. Die Installation eines Heimnetzwerks innerhalb eines ganzen Hauses ist mit Powerline einfacher zu realisieren, auch die Übertragungsgeschwindigkeit ist zumeist höher als beim WLAN-Repeater. Dafür ist Powerline anfällig gegenüber Störquellen innerhalb des Stromnetzes. Laut verschiedener Fachmagazine beeinträchtigen beispielsweise veraltete Leitungen, Lichtdimmer und Mehrfachstecker die Übertragungsqualität. Hinzu kommt der Kostenfaktor: Einsteigermodelle von WLAN-Verstärkern sind um rund 50 Prozent günstiger als vergleichbare Powerline-Adapter.

    WLAN einrichten

    Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr WLAN Zuhause optimal einrichten!

    WLAN-Verstärker

    WLAN-Verstärker sind eine adäquate Alternative zu Powerline. Jetzt informieren!

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
      Übersichtlich strukturierte Angebote mit zahlreichen Alternativen und klar erkennbaren Kostenvorteilen.
    • 4 / 5
      Tarifwechsel bei Strombezug funktioniert wunderbar einfach - großes Lob.\nTelefonat mit einem Servicemitarbeiter, war vielleicht der späten Stunde zugrundeliegend, nicht sehr freundlich geführt.
    • 4 / 5
      der Anbieter ist gut bekannt\nder Tarif ist nur für das erste Jahr gut\ndie Anbieter legen keinen Wert auf Kundentreue.
    • 4 / 5
      Gute Empfehlung, verlässliche Anbieter

    So läuft dein Wechsel

    Kündigungsfrist Vertrag

    Internet­anbieter kündigen

    Du bist mit deinem Internetanschluss unzufrieden? Hier findest du Musterschreiben und Tipps zur Internetanbieter-Kündigung.

    Internetanbieter kündigen
    DSL-Verfügbarkeit

    Internet-Verfügbarkeit checken

    Wo ist eigentlich welche Internet­geschwindigkeit verfügbar? Finde hier heraus, ob bei dir schnelles Internet verfügbar ist!

    Verfügbarkeit checken
    Couch Surfen Freunde

    Internet-Anbieter wechseln

    Dein Vergleich, dein Tarif! Vergleiche jetzt günstige DSL-Tarife und wechsel einfach online deinen DSL-Anbieter.

    Internet-Anbieter wechseln