Multimediadose

Mit einer Multimediadose können Sie das Internet über Ihren Kabelanschluss nutzen. Was Sie bei der Installation beachten müssen und was eine Multimediadose alles kann, erfahren Sie im TopTarif-Ratgeber.

Das Wichtigste zusammen­gefasst

  • Mit der Multimediadose können Sie TV, Internet und Telefon aus einem Anschluss bekommen. Sie erleichtert so den Bezug von Kabel-Internet!
  • Für die Installation von Kabel-Internet ist eine Mulltimediadose fast immer notwendig. Ist in Ihrer Wohnung keine vorhanden, muss sie eingebaut oder ein Adapter verwendet werden!
  • Mit Kabel-Internet bekommen Sie die schnellsten Verbindungsraten auf dem deutschen Markt zu günstigen Preisen. Ein Vergleich lohnt sich!

Inhalts­verzeichnis

    Was ist eine Multimediadose?

    Eine Multimediadose ermöglicht Ihnen, über Kabel ins Internet zu gehen. Es handelt sich dabei um eine Antennensteckdose, die die bestehende TV-Kabeldose ersetzt oder – wenn Ihr Haushalt bereits modernisiert ist – anstelle dieser in der Wand installiert ist. Eine Multimediadose verfügt in der Regel über drei Eingänge mit folgenden Funktionen:

    Eingänge der Mutlimediadose

    • IEC-Anschluss für Kabelfernsehen
    • Buchse: für UKW-Rundfunkempfang
    • F-Buchse für den Anschluss eines Kabelmodems oder für Satellitenfernsehempfang

    Das Kabelmodem dient dabei zugleich für den Telefon- und Internetanschluss. Spezielle Ausführungen der Multimediadose verfügen über zwei F-Buchsen, sodass Sie sowohl ein Kabelmodem als auch ein Empfangsgerät für Satellitenfernsehen anschließen können. Die Möglichkeit, ein Kabelmodem anzuschließen, stellt den Unterschied zwischen der klassischen Kabeldose und einer modernen Multimediadose dar: Mit der klassischen Kabeldose waren nur Radio- und Kabelempfang möglich, eine Multimediadose ermöglicht das Highspeed-Surfen im Internet. Eine Multimediadose erlaubt die Versorgung über ein Netz, indem sie die verschiedenen Signale – Daten, Telefon, TV – in unterschiedlichen Frequenzbereichen sendet und empfängt. Insgesamt steht ein Frequenzbereich bis 862 MHz zur Verfügung.

    Voraussetzungen für das Kabel-Internet

    Die Multimediadose brauchen Sie also, um das Kabel-Internet zu nutzen. Zudem muss an Ihrem Wohnort Kabel verfügbar sein und Ihr Haushalt an das Kabelnetz angeschlossen sein. Das ist nicht immer und überall der Fall. Wie der Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) verzeichnet, ist nur an rund 60 Prozent der Standorte in Deutschland ein Internetzugang per Kabel möglich.

    So finden Sie heraus, ob Sie bereits einen Kabelanschluss haben

    Ist in Ihrem Haushalt noch keine Multimediadose installiert, wird dies beim Abschluss eines Vertrags mit einem Kabelnetzbetreiber nachgeholt – sofern Sie einen Kabelanschluss besitzen. In Mietwohnungen etwa kann es vorkommen, dass sich der Vermieter bzw. die Mietergemeinschaft gegen einen Anschluss an das Kabelnetz entschieden hat. Dann wäre Ihr Haushalt vom Kabel-Internet abgeschnitten, obwohl die infrastrukturellen Voraussetzungen im Stadtteil eigentlich gegeben wären. Um herauszufinden, ob Sie bereits einen Kabelanschluss besitzen, können Sie folgende Frageliste zur Hand nehmen:

    • Empfangen Sie Fernsehen, aber weder über DVB-T noch über Satellit?
    • Bezahlen Sie über Ihre Mietnebenkosten einen Kabelanschluss?

    Wenn Sie eine der beiden Fragen bejahen können, so hat Ihr Haushalt bereits einen Anschluss an das Kabelnetz. Jetzt müssen Sie herausfinden, ob es sich um eine Multimediadose handelt.

    So finden Sie heraus, ob bereits eine Multimediadose installiert ist

    In Haushalten, deren Installation in den letzten Jahren modernisiert wurde, ist die Multimediadose oftmals schon installiert. Die Multimediadose erkennen Sie daran, dass sie drei oder vier Anschlüsse beinhaltet. Die traditionelle TV-Buchse dagegen verfügt nur über einen oder zwei Zugänge. An vielen Multimediadosen zeigen kleine Piktogramme die Art der Anschlüsse an. Relativ verbreitet ist das „@“-Zeichen über dem Anschluss für das Kabelmodem. Haben Sie diesen entdeckt, muss keine neue Multimediadose eingebaut werden. Nun müssen Sie sich nur noch für einen Tarif entscheiden, das Kabelmodem einrichten und können lossurfen. Ist noch keine Multimediadose im Haushalt vorhanden, so müssen Sie dies Ihrem Kabelnetzbetreiber bei Abschluss eines Kabel-Internet-Tarifs mitteilen. Dieser beauftragt einen Techniker, der die Installation der Dose vornimmt.

    Was tun, wenn keine Multimediadose vorhanden ist?

    Wenn die technischen Voraussetzungen für Kabel-Internet gegeben sind, jedoch noch keine Multimediadose vorhanden ist, haben Sie mehrere Möglichkeiten, um dennoch Kabel-Internet zu nutzen:

    Bei fehlender Multimediadose

    • Multimediadose durch einen Techniker installieren lassen
    • Push-On-Adapter nutzen
    • Multimediadose selbst installieren

    Der Push-On-Adapter als Alternative zur Multimediadose

    In der Regel sollte Ihr Kabelnetzbetreiber bei Vertragsanschluss einen Techniker beauftragen, der eine Multimediadose installiert. In der Praxis ist das aber nicht immer der Fall. Zum einen berichten Verbraucher immer wieder von Schwierigkeiten bei der Terminfindung. In Zeiten hoher Belastung kann es vorkommen, dass Kunden einen Monat oder länger auf den Termin mit einem Techniker warten müssen. Zum anderen verzichten Netzbetreiber in manchen Fällen auf den Einbau einer Multimediadose. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Verbraucher die Entscheidung für das Kabel-Internet erst nach der Aufrüstung des Kabelnetzes getroffen hat. Stattdessen wird dem Verbraucher ein sogenannter Push-On-Adapter (POA) zur Verfügung gestellt. Dieser kann auf die Antennendose einfach aufgesteckt werden. Der POA ermöglicht den Anschluss eines Kabelmodems. Je nach Haus- und Haushaltstechnik kann so ein POA die einfachste Lösung sein und die Multimediadose ersetzen.

    Multimediadose selbst installieren – geht das?

    Vom Eigeneinbau einer Multimediadose wird in der Regel abgeraten. Zu hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Multimediadose nicht richtig kalibriert und die Dämpfung nicht richtig eingestellt ist. Das kann zu Störungen im Kabelnetz führen, die nicht nur den eigenen Haushalt, sondern auch die Nachbarn betreffen. In einem Mietshaus kann es je nach Kabelführung sogar zu einer das ganze Haus betreffenden Störung kommen. Wenn Sie technisch begabt sind, ist jedoch der Anschluss einer zusätzlichen Dose realisierbar. Das kann etwa in einem Eigenheim sinnvoll sein, wenn die bereits verbaute Dose beispielsweise im Erdgeschoss ist, Sie jedoch auch im Obergeschoss Kabel-Internet oder Kabel-TV nutzen wollen. Grundsätzlich ist der Anschluss zusätzlicher Multimediadosen nur dann möglich, wenn die bereits eingebaute Dose eine sogenannte Durchgangsdose ist. Handelt es sich um eine Stichdose, können keine weiteren Dosen angeschlossen werden. Durchgangsdosen zur zusätzlichen Installation erhalten Sie im Elektronikfachmarkt, ein renommierter Hersteller ist beispielsweise Axing. Achten Sie beim Kauf auf die passende Dämpfung (angegeben in dB) der Multimediadose. Da Hauselektrik, Kabelführung, Multimediadosenmodell, Dämpfungen und verbaute Widerstände bei der Installation zu berücksichtigen ist, ist eine allgemeingültige Anleitung nicht möglich. Es wird empfohlen, auch den Einbau einer zusätzlichen Multimediadose durch einen Fachmann durchführen zu lassen.

    Welche Tarife bieten die Kabelnetzbetreiber?

    In Deutschland gibt es drei überregional tätige Kabelnetzbetreiber: Tele Columbus, Unitymedia und Kabel Deutschland (seit 2015 Teil von Vodafone). Zusätzlich sind lokale Netzbetreiber in manchen Großstädten wie etwa Köln oder Aachen aktiv. Die Angebote der drei Großen unterscheiden sich zwar im Namen und Details, im allgemeinen Leistungsspektrum ähneln sie sich. So unterteilen die Provider ihre Tarife nach zwei Faktoren:

    Bei den Verbindungsgeschwindigkeiten steht zumeist ein Spektrum von etwa 20 bis zu 200 Mbit pro Sekunde im Downstream zur Auswahl (Stand: Juli 2016). Je nachdem, wie viele Personen in Ihrem Haushalt den Internetzugang nutzen wollen, sollten Sie die Verbindungsgeschwindigkeit wählen. Für ein ruckelfreies HD-Streaming von Filmen und anderen Multimedia-Inhalten reicht bereits ein Downstream von etwa zehn Mbit pro Sekunde. Nutzen mehrere Personen gleichzeitig das Netz oder verwenden Sie mehrere datenintensive Cloud-Anwendungen, sind höhere Geschwindigkeiten empfehlenswert. Beim Umfang der Leistungen haben Sie in der Regel die Wahl zwischen dem bloßen Internetzugang und Kombipaketen, die das Maximum aus Multimediadose und Kabel herausholen. So können Sie beispielsweise beim Kabelnetzbetreiber Unitymedia die Tarife „2play“ und „3play“ wählen. Ersterer beinhaltet Internetzugang und Telefon, bei letzterem kommt zusätzlich noch TV hinzu.

    Welche Alternativen gibt es zum Kabel-Internet?

    Ist das Kabel-Internet an Ihrem Wohnort nicht verfügbar, gibt es zwei Alternativen, die vergleichbare Verbindungsgeschwindigkeiten erreichen können: DSL und LTE. Der DSL-Anschluss der neuen Generation, sogenanntes VDSL, erlaubt Ihnen einen Downstream mit bis zu 100 Mbit pro Sekunde. Mit LTE sind theoretisch ebenso hohe Geschwindigkeiten erreichbar. Gerade in ländlichen Regionen kann es vorkommen, dass die mobile Internetlösung mit LTE die beste verfügbare Option ist. Beachten Sie bei der Wahl eines LTE-Tarifs jedoch die Größe des Highspeed-Datenvolumens und passen Sie diese an Ihre Surfgewohnheiten an.

    Kunden-Bewertungen

    • 1 / 5
      angegebener Wechseltermin wird nicht eingehalten . keinerlei Vorabinfo erhalten,so das eine Reaktion anderweitig nicht mehr möglich war und Zusatzkosten entstehen
    • 5 / 5
      recht ehrliche Angebote , Abwicklung zum Wechsel super-danke
    • 1 / 5
      Bis jetzt habe ich noch kein Feedback des Stromanbieters erhalten.
    • 4 / 5
      Schnell und freundlich!

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