DSL-Splitter

Der Splitter ist eine notwendige Hardware, die für einen DSL-Breitbandanschluss verwendet wird. Dieses Gerät wird in der Datenübertragung zur Trennung der Datensignale, die über eine Anschlussleitung laufen, genutzt. Mit DSL kann so gleichzeitig telefoniert und im Internet gesurft werden. Bei alten DSL-Anschlüssen kommt das Signal für Internet und Telefon über dasselbe Kabel in Ihren Haushalt. Bevor Sie den DSL-Anschluss nutzen können, muss das Signal deshalb zuerst gentrennt werden. Dafür benötigen Sie den sogenannten DSL-Splitter. Wie Sie das Gerät richtig anschließen und warum aktuelle Tarife keinen DSL-Splitter mehr benötigen, erklärt TopTarif im Ratgeber.

Das Wichtigste zusammen­gefasst

  • DSL-Splitter trennen das DSL-Signal vom Telefonsignal, wenn dies über eine gemeinsame Leitung in die Wohnung geliefert wird, was jedoch nur bei älteren Anschlüssen der Fall ist!
  • Der DSL-Splitter ersetzt den Router nicht. Er muss ergänzend an den Router angeschlossen werden. Achten Sie dabei auf den richtigen Standort für Router und Splitter!
  • Der Anschluss des DSL-Splitters ist auch für Laien machbar. Folgen Sie einfach der Anleitung und surfen Sie los!

Inhalts­verzeich­nis

    Wie funktioniert der DSL-Splitter?

    Wenn Sie sich für einen preiswerten DSL-Anbieter entschieden haben, bekommen Sie nach Vertragsabschluss ein Paket zugeschickt, in dem sich Ihr neuer Router befindet. Bei einigen kleinen Anbietern liegt heute im Zubehör des Pakets außerdem immer noch ein DSL-Splitter. Doch viele Kunden wissen nicht genau, was Sie mit der Buchse anstellen sollen und wie Sie funktioniert. Um das zu klären, muss man zunächst einen Schritt zurückgehen.

    So gelangt das Internetsignal in Ihre Wohnung

    Grundsätzlich verfügt jede Wohnung über eine sogenannte Teilnehmeranschlussleitung. Über dieses Kabel wird sowohl das Signal für den Telefon- als auch für den Internetanschluss auf zwei verschiedenen Frequenzen geleitet. Im Normalfall endet das Kabel in der sogenannten TAE-Dose, die sich in Ihrer Wohnung befindet. Damit Sie problemlos telefonieren und im Internet surfen können, müssen die Frequenzen nun allerdings voneinander getrennt werden. Genau diese Funktion erfüllt der DSL-Splitter. Vom DSL-Splitter werden die unterschiedlichen Signale dann an Ihr Festnetztelefon und an das im WLAN-Router integrierte Modem weitergeschickt.

    Benötigt man einen DSL-Splitter für das Kabel-Internet?

    Wenn Sie sich für einen aktuellen Kabelanschluss entschieden haben, benötigen Sie keinen DSL-Splitter. In diesem Fall gelangt das DSL-Signal nämlich nicht über den Telefon-, sondern über den TV-Anschluss in Ihre Wohnung. Da hierfür eine andere Technologie zur Datenübertragung genutzt wird, benötigen Sie in Ihrem Haushalt lediglich eine sogenannte Multimediadose mit drei Anschlüssen für Internet, Radio und TV. In der Regel übernimmt Ihr Kabelnetzbetreiber die Installation der Multimediadose.

    So schließt man den DSL-Splitter an

    Bevor Sie mit Ihrem neuen DSL-Anschluss günstig im Internet surfen und übers Festnetz telefonieren können, müssen Sie zuerst Ihren WLAN-Router oder die Fritz!Box mit dem DSL-Splitter verbinden. Obwohl die Verkabelung selbst relativ einfach ist, gibt es dabei unterschiedliche Dinge zu beachten: Bereits im Vorfeld sollten Sie genau überlegen, wo sich Ihr WLAN-Router oder die Fritz!Box später befinden soll. Da die mitgelieferten Anschlusskabel in der Regel nicht sehr lang sind, sollte der DSL-Splitter gut positioniert werden. Dies entscheidet auch über die spätere Signalqualität. Der richtige Ort für den Router kann einen großen Unterschied machen.

    So positionieren Sie den WLAN-Router richtig

    Um immer mit der schnellsten Geschwindigkeit im Internet surfen zu können, sollte das Signal des WLAN-Routers nicht gestört werden. Wird das Gerät hinter Schränken versteckt, kommt das DSL-Signal häufig gestört bei Ihrem PC an.

    Auch metallische Gegenstände wie zum Beispiel Heizungen oder andere Sender wie das Radio oder der TV beeinträchtigen häufig die Signalqualität des WLAN-Routers mit integriertem Modem. Bevor Sie den DSL-Splitter an Ihrer Wand aufhängen, sollten Sie deshalb genau prüfen, wo sich der Router später befinden wird.

    Wie bringt man den DSL-Splitter an?

    Nachdem Sie die richtige Position für Ihren WLAN-Router gefunden haben, können Sie den DSL-Splitter montieren. Das Gerät wird in der Regel an zwei Schrauben aufgehängt, die sich im Zubehör des DSL-Pakets befinden. Bringen Sie den DSL-Splitter zwischen Ihrem WLAN-Router und der TAE-Dose an. Die sogenannte TAE-Dose erkennen Sie ganz einfach: Die Telefondose verfügt über drei vertikale Buchsen, die nebeneinander aufgereiht sind. Auf der Unterseite der TAE-Dose befindet sich links außerdem ein Anschluss, der mit „Amt“ gekennzeichnet ist. Der Anschluss rechts ist in der Regel mit „DSL“ gekennzeichnet.

    Wie verbindet man den DSL-Splitter mit der TAE-Dose?

    Im nächsten Schritt müssen Sie den DSL-Splitter mit der TAE-Dose in Ihrem Haushalt verbinden. Nehmen Sie dazu das Splitter-Kabel, das Sie im Zubehör Ihres DSL-Pakets finden. An der einen Seite des Kabels finden Sie den sogenannten TAE-F-Stecker. Diesen Stecker verbinden nun Sie mit dem mittleren Anschluss der TAE-Dose. Im Normallfall ist diese Buchse mit dem Buchstaben „F“ gekennzeichnet. Das andere Ende verbinden Sie mit dem „Amt“-Anschluss des DSL-Splitters. Der erste Schritt ist damit getan – nun kann der Router mit dem DSL-Splitter verbunden werden.

    DSL-Splitter und WLAN-Router verbinden

    Beim DSL-Kabel handelt es sich um ein sogenanntes Ethernet-Kabel, das sich im Zubehör Ihres DSL-Pakets befindet. Das eine Ende des Kabels wird mit dem „DSL“-Anschluss des DSL-Splitters verbunden. Dieser befindet sich an der Unterseite des DSL-Splitters. Das andere Ende des Ethernet-Kabels wird mit dem WLAN-Router verbunden. Die dazugehörige Buchse befindet sich auf der Rückseite des Routers und ist ebenfalls mit „DSL“ gekennzeichnet. Nun muss der Router nur noch an die Steckdose angeschlossen werden, um erfolgreich in Betrieb genommen zu werden.

    Anleitung für den DSL-Anschluss

    • Ist der DSL-Splitter richtig mit der TAE-Dose verbunden?
      - TAE-F-Stecker des Splitter-Kabels mit der F-Buchse der TAE-Dose verbinden
      - anderes Ende des Splitter-Kabels an in Amt-Buchse des DSL-Splitters stecken
    • Ist der DSL-Splitter richtig mit dem Router verbunden?
      - Ethernet-Kabel in die DSL-Buchse des DSL-Splitters stecken
      - anderes Ende des Ethernet-Kabels mit der DSL-Buchse des Routers verbinden
    • Router ans Stromnetz anschließen

    Warum benötigen aktuelle DSL-Anschlüsse keinen DSL-Splitter?

    Wenn Sie sich für einen aktuellen DSL-Anschluss entscheiden, müssen Sie in der Regel keinen DSL-Splitter zwischen die TAE-Dose und den Router mehr schalten. Aktuelle Tarife werden deshalb manchmal auch als Anschluss ohne Splitter oder All-IP-Internet bezeichnet. Denn im Gegensatz zu älteren DSL-Tarifen wird bei diesen Anschlüssen eine andere Übertragungstechnologie verwendet. War der Festnetzanschluss früher die einzige Möglichkeit, das Internet-Signal zu verschicken, ist es heute genau umgekehrt – dank Voice-over-IP kann das Telefonsignal einfach über das Internet gesendet werden. Das Internetprotokoll (IP) ist deshalb die Grundlage für aktuelle DSL-Anschlüsse.

    Dies sind die Vorteile von Internet-Anschlüssen ohne DSL-Splitter

    In den letzten Jahren haben sich die neuen All-IP-basierten Internetanschlüsse rasant auf dem Markt verbreitet. Verträge mit DSL-Splitter werden heute kaum noch verkauft. Denn dem Kunden bietet die neue Technologie einige entscheidende Vorteile. Zum einen müssen Sie nicht mehr den DSL-Splitter installieren, bevor Sie Ihren Internet-Anschluss in Betrieb nehmen können. Stattdessen verbinden Sie den Router direkt mit der TAE-Telefondose. Wesentlich wichtiger ist jedoch, dass Ihr neuer Anschluss nun wesentlich schneller ist als vorher. War früher ein Teil der Bandbreite für die ISDN -Telefonie reserviert, kann heute die gesamte Bandbreite genutzt werden, um die Stärke des DSL-Signals zu erhöhen.

    Telekom schafft Festnetzanschlüsse ab?

    Wie die Deutsche Telekom im Juni 2016 gemeldet hat, sollen die alten Festnetzanschlüsse spätestens bis 2018 komplett abgeschafft werden. Stattdessen setzt das Unternehmen nun vollständig auf All-IP-Anschlüsse, die komplett ohne DSL-Splitter auskommen. In einigen Großstädten wie zum Beispiel Berlin , Hamburg , Köln und München soll der Umstieg sogar noch schneller geschehen. Betroffen von der Umstellung sind nur Kunden mit einem alten DSL-Vertrag , die immer noch einen klassischen Festnetz- oder ISDN-Anschluss besitzen. Wenn Sie von dem Wechsel betroffen sind, erhalten Sie vier Monate vor Vertragsablauf ein entsprechendes Schreiben von der Deutschen Telekom. Die Telekom will mit diesem Wechsel Ihr Netz modernisieren – Konkurrenten wie Vodafone oder O2 bieten bereits seit Jahren nur noch All-IP-Anschlüsse ohne DSL-Splitter an.

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