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Grundgebühr für Internet und Telefon

Die Grundgebühr ist oft Bestandteil von Internet-, Festnetz- oder Handyverträgen. Hierunter wird ein monatliches Entgelt verstanden, dass du unabhängig von deiner tatsächlichen Telefon- oder Internetnutzung zahlst. Die Grundgebühr wird also auch dann fällig, wenn du während des Monats nicht im Internet gesurft oder Anrufe getätigt hast. Mittlerweile werden vereinzelt auch Tarife ohne Grundgebühr angeboten – dann sind die verbrauchsabhängigen Kosten meistens jedoch höher als bei einem Vertrag mit Grundgebühr. Um zu entscheiden, welcher Tarif der Passende für dich ist, kannst du dich am Durchschnittspreis orientieren: Dieser berücksichtigt alle Kosten, die in einer bestimmten Laufzeit fällig werden und bietet sich daher als Vergleichskriterium an.

Das Wichtigste zusammen­gefasst

  • Die Grundgebühr ist ein monatlicher Festpreis, der bei vielen Internet- und Telefonverträgen fällig wird. Diese Gebühr musst du unabhängig von deiner konkreten Nutzung zahlen.
  • Wenn du das Internet nur selten nutzt und wenig telefonierst, dann könnte es sich für dich durchaus lohnen, einen Tarif ohne Grundgebühr zu wählen.
  • Wenn du Telefon- und Internetverträge mit Grundgebühr vergleichen möchtest, solltest du nicht nur den Festpreis als Kriterium heranziehen. Der Durchschnittspreis liefert die bessere Orientierung!

Inhalts­verzeichnis

    Tarife mit oder ohne Grundgebühr – was lohnt sich?

    Ob ein Tarif mit oder ohne Grundgebühr empfehlenswert ist, hängt von deinen individuellen Nutzungsgewohnheiten ab. Insbesondere bei Kombiverträgen aus Telefonanschluss und Internet kann diese Entscheidung eine große Rolle spielen. So kann die Wahl des richtigen Tarifs oft zu einer deutlich niedrigeren monatlichen oder jährlichen Rechnung führen. Wenn du also den Vertrag wählst, der perfekt zu dir passt, dann kannst du viel Geld sparen. Welcher Tarif der Richtige für dich ist, hängt insbesondere davon ab, wie hoch dein tatsächlicher Verbrauch ist.

    Verträge ohne Grundgebühr

    Mittlerweile werden Verträge ganz ohne Grundgebühr angeboten. Bei einigen Anbietern entfällt für Neukunden die Grundgebühr zumindest für einen gewissen Zeitraum, beispielsweise für die ersten sechs Monate. Bezahlen musst du bei diesen Tarifen lediglich die verbrauchsabhängigen Kosten für die Nutzung. In manchen Fällen kommt zusätzlich eine einmalige Einrichtungsgebühr dazu. Tarife ohne Grundgebühr lassen sich hauptsächlich für Mobilfunk-Verträge finden – vereinzelt jedoch auch für Internet- und Festnetztarife. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wenn du nur sehr wenig surfst und telefonierst, kommst du mit einem Vertrag ohne Grundgebühr günstiger weg. Denn die in diesem Fall geringen Verbrauchskosten liegen meist unter der Grundgebühr eines entsprechenden Tarifs. Dabei solltest du jedoch Folgendes beachten: Bei vielen Verträgen ohne Grundgebühr sind die verbrauchsabhängigen Kosten für Telefonie und Internet oft wesentlich höher als bei Tarifen mit Grundgebühr. Wenn du Telefon und Internet dann häufiger nutzt als ursprünglich geplant, musst du unter Umständen eine deutlich höhere Monatsrechnung einkalkulieren. Kommt dies jedoch nur in Ausnahmefällen vor, gleichen sich die höheren Gebühren mit den sonst niedrigeren Kosten oftmals wieder aus.

    Tarife mit Grundgebühr

    Wenn du viel telefonierst und das Internet intensiv nutzt, sind Tarife mit Grundgebühr oft die bessere Alternative. Denn bei diesen Tarifen fallen die Kosten für die tatsächliche Nutzung in der Regel deutlich geringer aus. Meist zahlst du monatlich einen Festpreis und nur unter Umständen weitere Gebühren. Des Weiteren ist in solchen Verträgen zumeist eine Flatrate für die Internet- und Telefonnutzung enthalten. Am Monatsende werden dann lediglich die Kosten für die Grundgebühr fällig. Der Vorteil: Als Viel-Telefonierer oder Viel-Surfer zahlst du einen verbrauchsunabhängigen Festpreis, der zumeist deutlich unter den Kosten der eigentlichen Nutzung liegt. Wenn du also viel surfst oder telefonierst, würdest du mit einem Vertrag ohne Grundgebühr schnell viel mehr bezahlen müssen. Andererseits werden die monatlichen Gebühren auch dann fällig, wenn du die Telefon- oder Internetverbindung wenig nutzt. Berücksichtigen solltest du ebenfalls, dass auch bei Tarifen mit Festpreis zusätzliche Kosten anfallen können. Dazu zählen je nach Vertrag Sondergebühren für Telefonate in das Mobilfunknetz, die Netze anderer Anbieter oder ins Ausland. Ebenso solltest du einmalige Kosten wie die Einrichtungsgebühr berücksichtigen.

    Wie werden die verbrauchsabhängigen Kosten ermittelt?

    Verträge ohne Grundgebühr werden ausschließlich über die tatsächliche Nutzung abgerechnet. Doch auch bei Tarifen mit Grundgebühr fallen verbrauchsabhängige Kosten an, allerdings werden meist deutlich geringere Verbrauchspreise veranschlagt. Für die Berechnung der Telefonkosten werden bei entsprechenden Verträgen zumeist die Gesprächsminuten gezählt. Hier kann es ebenfalls entscheidend sein, ob du im Netz des Anbieters telefonierst, andere Netze nutzt, Auslands- oder Mobilfunkgespräche tätigst oder Sonderrufnummern wählst. Etwas anders verhält es sich bei der Internetnutzung: Zumeist zahlst du diese nach verbrauchtem Datenvolumen . Das bedeutet, dass für die Abrechnung die übertragene Datenmenge herangezogen wird. Hier zahlst du Cent-Beträge pro Megabyte. Achtung: In vielen Fällen zählt nicht nur der Download, sondern auch der Upload vom eigenen Endgerät dazu. Zudem berechnen einige Anbieter zusätzliche Einwahlgebühren.

    Die Kombiflatrate für Vieltelefonierer und -surfer

    Für Vieltelefonierer und -surfer ist eine Kombiflatrate oder ein sogenanntes Komplettpaket besonders praktisch. Hier buchst du die Verträge für Internet und Telefon nicht einzeln, sondern über einen gemeinsamen Tarif. Bei diesen Optionen handelt es sich in der Regel um Tarife mit Grundgebühr, die dank einer Flatrate deutlich günstiger ausfallen können als einzelne Verträge. In puncto Internetnutzung kann es jedoch insbesondere bei Smartphone-Tarifen zu Einschränkungen kommen:

    Viele Flatrate-Tarife erlauben zwar das unbegrenzte Surfen, dies jedoch nicht durchgehend mit bester DSL-Geschwindigkeit . Ab einer bestimmten verbrauchten Datenmenge tritt eine Drosselung ein. Ab diesem Zeitpunkt surfst du nur noch mit begrenzter Geschwindigkeit im mobilen Internet. Es ist daher sinnvoll, zu prüfen, ob der Vertrag eine Drosselung beinhaltet.

    Was ist besser? Eine niedrige Grundgebühr oder ein niedriger Durchschnittspreis?

    Wenn du einen neuen Telefon- oder Internetvertrag abschließen möchtest, solltest du unbedingt vor Vertragsabschluss verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Denn auch wenn sich viele Tarife auf den ersten Blick nicht unterscheiden, können sich umgerechnet auf eine längere Laufzeit deutliche Unterschiede ergeben. So solltest du den Fokus stets auf die Tarifdetails legen. Denn bei Verträgen mit Grundgebühr ist nicht nur der monatliche Festpreis entscheidend. Faktoren wie die einmalig anfallende Einrichtungs- oder Anschlussgebühr sowie anfängliche Rabatte und andere Vorteile bestimmen, ob sich ein Tarif wirklich lohnt. Ziehst du lediglich die Grundgebühr als Vergleichskriterium heran, erhältst du keinen detaillierten Überblick. Der monatliche Durchschnittspreis gibt hingegen eine gute Orientierung, um zu vergleichen, ob sich ein Vertrag über die vereinbarte Laufzeit rechnet.

    Worin unterscheiden sich Durchschnittspreis und Grundgebühr?

    Der Durchschnittspreis beinhaltet im Vergleich zur Grundgebühr viele weitere anfallende Kosten, die ein Telefon- oder Internettarif mit sich bringen kann, beispielsweise Einrichtungskosten oder andere einmalig anfallende Gebühren. In den Durchschnittspreis werden außerdem mögliche Vergünstigungen wie ein Startguthaben oder Rabatte in den ersten Monaten eingerechnet. Zudem solltest du daran denken, dass der Durchschnittspreis immer auf Grundlage einer bestimmten Vertragslaufzeit gebildet wird. Bei DSL-Vergleichen wird hier in der Regel die übliche Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten herangezogen.

    Durchschnittspreis oder Grundgebühr – eine Beispielkalkulation

    Der Unterschied zwischen Grundgebühr und Durchschnittspreis lässt sich am einfachsten mit einem Beispiel verdeutlichen. Zur Auswahl stehen zwei Tarife mit je 24 Monaten Laufzeit:

    Durchschnittspreis oder Grundgebühr

    • Tarif A:

      Die Grundgebühr beträgt in den ersten 12 Monaten 10 Euro, vom 13. bis zum 24. Monat 25 Euro. Hinzu kommen eine Einrichtungsgebühr sowie Versandkosten für die Hardware in Höhe von 50 Euro. Ein Neukundenrabatt oder Ähnliches wird nicht gewährt.

    • Tarif B:

      Die Grundgebühr beträgt in den ersten 12 Monaten 15 Euro, vom 13. bis zum 24. Monat 30 Euro. Die Einrichtungsgebühr beläuft sich auf 25 Euro. Darüber hinaus werden ein Sofortbonus und ein Startguthaben von insgesamt 130 Euro gewährt.

    Auf den ersten Blick scheint Tarif A angesichts der geringeren Grundgebühr über die gesamte Laufzeit günstiger zu sein. Wird jedoch zusätzlich der Durchschnittspreis als Vergleichskriterium herangezogen, ergibt sich ein gänzlich anderes Bild. Bei Tarif A belaufen sich die Kosten über die gesamte Laufzeit auf 470 Euro. Wird dieser Betrag nun auf die Laufzeit aufgeteilt, also durch 24 Monate dividiert, ergibt sich ein monatlicher Durchschnittspreis in Höhe von rund 19,60 Euro. Bei Tarif B fallen insgesamt Gebühren von 565 Euro an. Von diesen werden jedoch noch der Sofortbonus sowie das Startguthaben abgezogen. Die Gesamtkosten während der Laufzeit betragen daher lediglich 435 Euro. Wird diese Summe nun wieder durch 24 geteilt, ergibt sich ein monatlicher Durchschnittspreis von circa 18,10 Euro. Damit zeigt sich, dass Tarif B trotz höherer Grundgebühr der günstigere Tarif ist.

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