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Der Heizöl-Ratgeber

Alles Wissenswerte zum Heizen mit Öl

Rund 20 Millionen Tonnen des zum Heizen gebräuchlichen Heizöl extra leicht (HEL) werden jährlich in Deutschland verkauft, der Großteil an private Haushalte: Heizöl ist beliebter und bewährter Energieträger. Für Haushalte stellen sich in Verbindung mit Heizöl trotzdem viele Fragen, und vor allem der Heizöltank erfordert eine gewisse Pflege.

Von A wie „Heizöl abpumpen“ bis Z wie „Heizöl-Zusammensetzung“ beantwortet der TopTarif Heizöl-Ratgeber die wichtigsten Fragen.

Inhalts­verzeichnis

    Heizöl: Dichte und Zusammensetzung

    Generell ist Heizöl eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Sorten von schwer entflammbaren Brennstoffen, die aus Erdöl gewonnen werden. Für Privathaushalte sind zwei Sorten üblich, zum einen das Heizöl extra leicht (HEL), zum anderen das Heizöl EL schwefelarm. Letzteres wird bei der Herstellung von seinem umweltschädigenden Schwefelanteil zu großen Teilen gereinigt und ist seit dem Jahr 2006 der in Deutschland festgeschriebene Standard. Durch eine Veränderung der Besteuerung ist Heizöl EL schwefelarm seitdem geringer besteuert als HEL. Beide Brennstoffe sind deutschlandweit verfügbar. Aufgrund seltenerer Heizöltank-Wartung empfiehlt der Heizöl-Ratgeber die Nutzung der schwefelarmen Variante.

    Wie wird die Heizöl-Zusammensetzung definiert?

    Heizöl besteht aus Kohlenstoffen (etwa 87 Prozent), Wasserstoff (etwa 13 Prozent) sowie einem geringen Schwefelanteil von maximal 0,1 Prozent. Für die unterschiedlichen Sorten wird die genaue Heizöl-Zusammensetzung festgeschrieben in der DIN 51603. Dort ist definiert, welchen Qualitätsstandards eine Heizöl-Sorte entsprechen muss, um als HEL oder Heizöl EL schwefelarm verkauft zu werden. Ausschlaggebend für die Zuordnung zu den unterschiedlichen Sorten und Qualitäten sind die Heizöl-Dichte, der Schwefel- und Ascheanteil sowie das Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenstoff im Öl. Von diesen Faktoren wird auch der Heizöl-Heizwert mitbestimmt. Für das Heizöl extra leicht ist so etwa ein maximaler Schwefelgehalt von 1.000 Milligramm pro Kilogramm festgesetzt, die zulässige Heizöl-Dichte liegt bei maximal 0,86 Kilogramm pro Liter.

    HEL oder HEL schwefelarm im Heizöl-Ratgeber: Vor- und Nachteile

    Heizöl EL schwefelarm, das seit 2006 den staatlich geförderten Standard darstellt, hat gegenüber HEL zwei große Vorteile: Einerseits ist es umweltfreundlicher, denn der geringere Schwefelanteil bedeutet weniger Umweltschäden durch sauren Regen und Smog. Andererseits hat es auch für den Haushalt Vorteile: Der geringere Schwefelanteil und das Verbot von bestimmten Zusatzstoffen (Additiven) im Heizöl EL schwefelarm haben zur Folge, dass bei der Verbrennung weniger Reste und Verschmutzung im Heizöltank zurückbleiben. Brennkessel, die nach dem Sommer 2005 gefertigt wurden, sind laut Herstellergarantie geeignet für die Verfeuerung von schwefelarmem Heizöl. Vor der Verwendung empfiehlt der Heizöl-Ratgeber jedoch die Kontrolle der Bedienungsanleitung oder Rücksprache mit dem Hersteller.

    Heizöl-Heizwert: Effizienter und ökonomischer Energieträger

    Sowohl Standard-HEL wie auch die schwefelarme Variante haben einen in der DIN festgeschriebenen Mindestbrennwert. Er liegt bei 45,4 Megajoule pro Kilogramm Heizöl, in KWh ausgedrückt entspricht das rund 10,1 Kilowattstunden pro Liter. Zum Vergleich: Holz besitzt pro Kilogramm einen Brennwert von vier Kilowattstunden, Pellets liegen bei 4,8 Kilowattstunden pro Kilogramm. Die hohe Energiedichte des Heizöls ist sein größter Vorteil.

    Heizöltankprüfung: Wartung & Co.

    Gelagert wird Heizöl in Heizöltanks im Keller des Gebäudes. Um den Heizöltank-Inhalt zu berechnen, gibt es unterschiedliche Internet-Rechner, die auf Basis der Form des Tanks, seiner Maße, des Maximal- und Minimalinhalts sowie des Füllstands relativ genau den Inhalt des Tanks berechnen. Generell ist der Tank einer regelmäßigen Heizöltankprüfung zu unterziehen, geprüft wird der Heizöltank vom TÜV: Da die Details der Prüfung je nach Bundesland unterschiedlich sind, kann der Heizöl-Ratgeber dazu keine verbindlichen Angaben machen. Auch der Termin ist in Abhängigkeit von der Lagermenge von Land zu Land unterschiedlich geregelt.

    Ist es notwendig, den Heizöltank zu reinigen?

    Wenn auch nicht vorgeschrieben, so ist es doch empfehlenswert, regelmäßig den Heizöltank zu reinigen. Dies garantiert einen ressourcensparenden und störungsfreien Betrieb und kann es dem Betreiber im Zweifelsfall ersparen, bei einem defekten Tank das Heizöl abpumpen oder den Heizöltank entsorgen zu müssen. Die Reinigung des Heizöltanks ist notwendig, da sich bei der Lagerung von Heizöl über die Zeit ölunlösliche Teile bilden und auch am Tankboden als Schlamm ablagern. Dies beeinflusst unter anderem die maximale Füllhöhe des Tanks. Für Stahl- und Kunststofftanks ist die professionelle Reinigung im Takt von etwa fünf Jahren empfehlenswert.

    Reinigung: Heizöltank abpumpen und umpumpen

    Bei der Reinigung des Tanks muss der Fachmann in einem ersten Schritt das restliche Heizöl umpumpen. Anschließend folgt die Beseitigung aller Verunreinigungen im Tankinneren. Besondere Bedeutung hat die Kontrolle der Innenwände bei Stahltanks, um so dem durch die Schwefelanteile entstehenden Lochfraß vorzubeugen. Die Prüfung auf Korrosionsschäden und Risse sowie die fachgerechte Entsorgung von Abfällen schließen die Kontrolle ab.

    Heizöltank entlüften: Aufgabe für den Fachmann

    Abgesehen von der regelmäßigen Reinigung der Entlüftungshaube des Heizöltanks, insbesondere im Winter, rät der Heizöl-Ratgeber von selbstständiger Wartung ohne Fachmann mit Nachdruck ab. Dafür gibt es mehrere Gründe. So bedeuten selbstständige Reparaturen oftmals ein Ende der Herstellergarantie. Auch können große Schäden für Mensch und Umwelt bei unsachgemäßer Reparatur und Wartung die Folge sein. Schließlich springen viele Haftpflichtversicherungen für durch austretendes Öl entstehende Schäden nicht ein.

    Heizöltank entsorgen: Fachfirmen verhindern Kontamination

    Heizöl ist hochgradig gefährlich für die Umwelt und das Grundwasser; aus diesem Grund ist es nach Bundesverordnung nur Fachbetrieben erlaubt, den Heizöltank zu entsorgen. Der Betrieb bedarf dazu einer Berechtigung nach § 19 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG). Je nach Art und Größe des Heizöltanks sind die Kosten für die Entsorgung unterschiedlich; insgesamt bewegen sie sich in der Spanne von 300 bis 2.000 Euro.