WhatsApp: Überwachung für den Pöbel!

Online. Schreibt. War zuletzt online. WhatsApp gleicht dieser Tage einer eifersüchtigen Geliebten. Ebenso akribisch dokumentiert der Instant-Messaging-Dienst jede noch so kleine soziale Regung. Diesen Umstand hat sich nun ein Turiner Student zunutze gemacht: Anhand seines selbstgeschriebenen Skripts kann er das WhatsApp-Nutzungsverhalten von Freunden und Fremden aufzeichnen. Komplize bei der ganzen Chose: Unsere Handynummern…

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    Dein Nutzungsverhalten?

    Wäre es nicht schön, wenn man das WhatsApp-Nutzungsverhalten von Freunden und Fremden so ohne weiteres überwachen, aufzeichnen und protokollieren könnte? Schließlich schlummert doch in jedem von uns eine gewisse Gier nach Kontrolle, nach dem Gefühl von „mehr wissen als die anderen“. Gibt es aber in der Realität leider nicht – oder doch? Flavio Giobergia, seines Zeichens Turiner Student, hat jüngst eine Möglichkeit zur grundlegenden 24/7-Überwachung vorgestellt. Auf seiner Webseite berichtet der Italiener von seinem Skript, das erfassen kann, wann ein Nutzer online ist und wann nicht. Giobergia nutzt dafür die Hinweise „online“ beziehungsweise „schreibt“ von WhatsApp. Überwachung ist so ohne weiteres möglich. Die Begriffe geben einen Hinweis darauf, dass der jeweilige Chatpartner die App gerade benutzt. Im Gegensatz zu der „zuletzt online“-Anzeige können diese Optionen nicht deaktiviert werden. Auf diesen Missstand wies bereits das Tech-Magazin Heise Online hin. So bekommt den „Online“-Status jeder zu sehen, der die Telefonnummer des betreffenden Chatpartners zu seinen Kontakten hinzugefügt hat.

    Unser Nutzungsverhalten!

    Sein Skript nutzt Flavio Giobergia jedoch keineswegs zum Abfischen unzähliger Daten. Stattdessen will er WhatsApp-User dazu bewegen, über den Umgang mit ihrer digitalen Privatsphäre nachzudenken: „Obwohl es die App ermöglicht, die ‚zuletzt online‘-Anzeige abzuschalten, zeigt WhatsApp immer noch jedem, wann man online ist und wann nicht“, so der Student. Besagtes Skript kommuniziert nicht unmittelbar mit den WhatsApp-Servern, sondern gibt den Befehl zu regelmäßigen Screenshots aus dem Client von WhatsApp. Einer Überwachung stehen dann nur noch wenige Bits und Bytes im Wege: Aus den Fotos wird anschließend per optischer Zeichenerkennung ausgelesen, welchen Anwesenheitsstatus der jeweilige User momentan hat. Wäre man an der wöchentlichen WhatsApp-Aktivität eines Users interessiert, so müsse man folglich nur die ganze Zeit ein Skript laufen lassen, so Giobergia. Dieses könne das „Online-sein“ einer Person protokollieren.

    Datenschutz – was war das nochmal?

    Datenschutz und WhatsApp – diese Begriffe scheinen generell nicht allzu vertraut miteinander zu sein. Erst kürzlich sorgte der US-Konzern selbst für neue Schlagzeilen: Ein vor etwa zwei Wochen eingespieltes Update veränderte offenkundig sämtliche Privatsphäre-Einstellungen der Messenger-Software – bedauerlicherweise ohne die User darüber zu informieren. Kann ja mal passieren – Pech! Einmal mit betreffendem Update beseelt wurden die Status-Anzeigen-Einstellungen der aktualisierten Version automatisch für jeden sichtbar, unabhängig davon, welches Privatsphäre-Level der User zuvor gewählt hatte. Änderungen an dieser Einstellung mussten anschließend manuell vorgenommen werden. Ähnliches gilt auch für die Einstellungen rund um die jeweilige Profilbild-Anzeige sowie für die Ortungsfunktion von WhatsApp und die automatische Aktivierung des Smartphone Mikrofons. Bei all der Euphorie über Social Media & Co. sollten wir uns also endlich mehr Gedanken darüber machen, wie wir selbst eigentlich mit unserem größten Schatz umgehen – unserem Selbst verpackt in Bits und Bytes.

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