iOS-Betriebssystem

Bei iOS handelt es sich um ein mobiles Betriebssystem aus dem Hause Apple, das ausschließlich für die Nutzung auf iPhones, iPads, iPod Touches und dem Apple TV ab der 2. Generation entwickelt wurde. Die Besonderheit der iOS-Software ist, dass sie ausschließlich von Apple-Geräten verwendet wird.

Inhalts­verzeichnis

    Andere Betriebssysteme

    Andere mobile Betriebssysteme wie Android oder Windows sind im Gegensatz dazu nicht an Geräte bestimmter Hersteller gebunden. Die Basis des Betriebssystems iOS bildet ein Darwin-Betriebssystem, das auf einen Unix-Kern zurückgreift. Im Ursprung war das iOS-Betriebssystem die mobile Version des bereits für Apple-Computer etablierten Betriebssystems Mac OS.

    Welches sind die beliebtesten Apps im App Store?

    Die beliebtesten Apps für iOS-Geräte sind vor allem im Bereich Kommunikation zu finden. Whatsapp, Skype und der Facebook Messenger dürfen auf fast keinem iPhone oder iPad fehlen. Auch Facebook selbst, die „TV Spielfilm“-App für ein allzeit aktuelles Fernsehprogramm oder der DB-Navigator, der nicht nur Bahnverbindungen anzeigt, sondern auch ganze Reiserouten plant, erfreuen sich nachhaltiger Beliebtheit.

    Abgerundet wird das App-Angebot durch kleine Programme, mit denen sich Musik und Bilder bearbeiten und optimieren lassen. Auch Sport-Apps wie runtastic gehören im App Store zu den Dauerbrennern. Viele Apps werden im App Store kostenlos angeboten, es gibt aber auch kostenpflichtige Programme.

    Oft können sich Nutzer mit einer kostenlosen Pro-Version von den Vorzügen der zahlungspflichtigen App überzeugen.

    Welche Vor- und Nachteile hat das Betriebssystem iOS?

    Bei iOS handelt es sich im Gegensatz zu Android um ein geschlossenes Betriebssystem, bei dem Anwender nicht auf die Systemdateien zugreifen können, und bietet daher nur eingeschränkte Möglichkeiten für einen Jailbreak. iOS-Restriktionen können nur über unautorisierte Jailbreaks umgangen werden. Anschließend können Veränderungen an dem Unix-basierten System vorgenommen werden.

    Im Anschluss ist es auch möglich, Programme von Fremdanbietern zu installieren. Die strengen Restriktionen von Apple kontrollieren permanent, welche Apps im App Store vertrieben werden. Jede App wird vorab geprüft und muss den Anforderungen von Apple standhalten. Dadurch werden zwar Inhalte blockiert, auf der anderen Seite haben Nutzer die Sicherheit, keine infizierten oder fragwürdigen Programme auf ihr Handy zu laden.

    Eindeutiger Vorteil beim iOS-Betriebssystem ist die einfache Bedienung, die sich fast komplett auf den Homescreen konzentriert. Im unteren Bereich des Homescreens befindet sich ein Dock mir vier fest abgelegten Anwendungen. Die Apps auf dem Homescreen können beliebig verschoben und gruppiert werden. Einige vorinstallierte Apps lassen sich jedoch nicht löschen.

    Das Ausschalten des Geräts funktioniert über den Lock-Button, das Aufwecken aus dem Standby-Modus und das Beenden von Apps über den Home-Button, der als physischer Knopf unterhalb des Displays platziert ist. Um Inhalte vom PC auf iPhone oder iPad übertragen zu können, wird iTunes benötigt.

    Dieses Programm synchronisiert PC-Downloads und App-Käufe direkt am iPhone oder iPad. Zudem erstellt es Backups. Backups können jedoch auch automatisiert in regelmäßigen Abständen in der iCloud hinterlegt werden.

    Das iOS-Betriebssystem im Wandel der Zeit

    Im Laufe der Jahre erschienen mehrere iOS-Updates, bei denen nicht nur der Funktionsumfang immer mehr erweitert, sondern auch das Design mehrfach angepasst wurde.

    So wurde nach und nach aus dem ursprünglich sehr einfachen iOS-Betriebssystem ein komplexes Programm, das dem Nutzer die komfortable und intuitive Bedienung seines mobilen Apple-Geräts erlaubt.

    Zunächst waren die Möglichkeiten des iPhones sehr beschränkt. Apps konnten nicht verschoben werden, die Installation weiterer Apps war noch nicht möglich.

    iOS 3

    Erst mit der iOS Version 3 erhielten Nutzer die Möglichkeit, Apps zu verschieben und zu löschen. Erstmals konnten die Apps auf mehrere Seiten verteilt werden, was eine sinnvolle Sortierung möglich machte. Weitere Neuerungen dieses iOS-Updates waren die Einführung der Spotlight-Suche, mit deren Hilfe Inhalte auf dem Handy gesucht werden können, sowie die Möglichkeit von Push-Meldungen.

    Solche Textmeldungen werden von verschiedenen Apps an das Handy gesendet, wo sie auf dem Bildschirm eingeblendet werden. Die Copy-and-Paste-Funktion wurde mit diesem iOS-Upgrade ebenfalls eingeführt, genauso wie die Möglichkeit des MMS-Versands. Ab dem iPhone 3GS wurde mit der iOS Version 3 erstmals die Sprachsteuerung möglich.

    Version 3.1.x war die letzte iOS-Version, die kompatibel zum iPhone und dem iPod Touch der ersten Generation war. Die Version 3.2.x war ein reines iPad iOS-Update, das gemeinsam mit der Veröffentlichung des iPads vorgestellt wurde und nicht für iPhones und iPods verfügbar war.

    iOS 4

    Die iOS-Version 4 erlaubte erstmals eine Art Multitasking, bei dem Apps mit dem Home Button nicht geschlossen, sondern lediglich in den Hintergrund verschoben werden. Werden diese Apps innerhalb von zehn Minuten nicht erneut aktiviert, schließt das iOS Betriebssystem sie automatisch.

    Über einen Doppelklick auf den Home Button werden alle Hintergrundprogramme als Taskleiste angezeigt. Über diese können sie manuell beendet werden. Seit iOS 4 können iPhone-Nutzer untereinander über FaceTime die Videotelefonie nutzen, das GameCenter für vernetzte Spiele mit anderen Nutzern wurde eröffnet und iPads in den Versionen WiFi, 3G und 4G sowie iPhones können seit dieser Version als Hotspot genutzt werden und eine Internetverbindung für bis zu fünf Geräte per Bluetooth oder WLAN teilen.

    Zudem wurden Möglichkeiten zur besseren Individualisierung von iPhone und iPad geschaffen. Apps können nun gruppiert werden, außerdem kann der bis dato schwarze Home-Bildschirm gegen ein individuelles Bild getauscht werden.

    iOS 5

    Die Sprachsteuerung ging mit der iOS-Version 5 in eine neue Runde und wurde durch die Einführung des Sprachassistenten „Siri“ perfektioniert. Siri agiert interaktiv und ist in der Lage, verschiedene Befehle auszuführen. Sie kann diktierte SMS verfassen und versenden oder verschiedene Fragen beantworten, indem sie auf Informationen aus Apps und dem Internet zugreift.

    Die ebenfalls eingeführte Mitteilungszentrale zeigt die letzten Push-Nachrichten, die empfangen wurden. Dazu reicht ein Wisch nach unten über die Statusbar. Die iCloud wurde in das System integriert, außerdem können seitdem alle iPhone-Nutzer untereinander kostenlos iMessages versenden. Praktisch für alle kommenden iOS-Upgrades und -Updates: Neuerungen des Betriebssystems können fortan auch ohne Computer installiert werden.

    iOS 6

    Mit iOS 6 trennte sich Apple von dem bis dahin vorinstallierten Google Maps und implementierte stattdessen die eigene Kartenanwendung Apple Maps, die anfangs sehr umstritten war, weil sie weniger umfangreich war als andere Kartendienste und zudem verschiedene Fehler aufwies.

    Auch YouTube wurde ihm Rahmen des iOS-Updates entfernt. Alternativ bietet Google seitdem eine YouTube-App im App Store an. Nach Twitter wurde in dieser Version des iOS-Betriebssystems auch Facebook fest im System integriert. In verschiedenen Netzen weltweit konnte erstmals LTE genutzt werden.

    iOS 7

    iOS 7 brachte für den Nutzer die wohl größten spürbaren Veränderungen. Das gesamte Design des Betriebssystems wurde überarbeitet, was sich vor allem in der Darstellung der Apps bemerkbar macht. Die Multitasking-Funktion wurde ausgeweitet, indem nun von allen offenen Apps Screenshots verfügbar sind.

    Durch Anklicken und verschieben nach oben werden Apps beendet. Das Kontrollzentrum bietet einen schnellen Zugriff auf Taschenlampe, Uhr, Taschenrechner und Kamera. Musik kann über das Kontrollzentrum direkt gestartet werden und auch Funktionen wie Bluetooth, der Flugzeugmodus oder der Nacht-Modus können per Schnellzugriff auch im Sperrbildschirm unkompliziert aktiviert und deaktiviert werden.

    Die Mitteilungszentrale verrät, welche Termine am Tag anstehen und welche verpasst wurden. Die Ordner zum Zusammenfassen von Apps verfügen nun über eine Blätterfunktion und können beliebig viele Apps beinhalten. Die Möglichkeiten der Kamera wurden angepasst, verschiedene Bildmodi können ausgewählt werden, außerdem sind quadratische Fotos nun auch ohne den Umweg über Instagram möglich.

    iOS 8

    Die Version iOS 8 bringt optisch nur wenige Neuerungen mit sich. Technisch wurde beispielsweise der Schnellzugriff auf Push-Nachrichten verbessert, außerdem behebt ein iOS-Upgrade auf Version 8.0.x verschiedene Fehler. Vor allem für Entwickler bietet die Version iOS 8 mehr Möglichkeiten als ihre Vorgänger.

    Die Geschichte des iOS Betriebssystems

    Die Entwicklung des Betriebssystems iOS begann schon im Jahr 2005, zwei Jahre, bevor das erste iPhone auf den Markt kam. Ursprünglich sollte ein Tablet mit dem neuen Betriebssystem versehen werden, doch Steve Jobs lehnte die Entwicklung eines Tablets vorerst ab. Stattdessen wollte er, dass ein Telefon entwickelt wird, auf dem das neue Betriebssystem laufen kann. Bei der Entwicklung entstanden mehrere Prototypen, aus denen später das erste iPhone hervorging.

    Die Tüfteleien am neuen iPhone unterlagen strengster Geheimhaltung. Nur wenige Menschen waren in die Fortschritte der Arbeiten involviert. Daher war die Vorstellung des SpringBoards auf der MacWorld selbst für viele Mitarbeiter eine Überraschung. Das SpringBoard bezeichnet den Home-Bildschirm des iPhones und später auch des iPads, von dem aus sich Apps, Telefonate und Anwendungen starten lassen. Die Vorstellung des Betriebssystems iOS erfolgte parallel zu der des ersten iPhones am 9. Januar 2007 auf der MacWorld Conference and Expo.

    Das iPhone-iOS wurde damals noch als iPhone-taugliche Version des Betriebssystems Mac OS betrachtet. Im Funktionsumfang war das erste iOS noch deutlich geringer als die heutigen Versionen. Das erste iPhone konnte kaum mehr als die damals genutzten GSM-Telefone. Die einzige wirkliche Neuerung war der Touchscreen. Externe Apps wurden vom Betriebssystem ebenso wenig unterstützt wie Umlaute oder die deutsche Sprache. Auf Drängen des Apple-Vorstands und der Medien erhielten Entwickler im März 2008 doch noch die Freigabe für die Programmierung neuer Apps.

    Mit Hilfe des Software Development Kits (SDK) können Entwickler neue Apps für das iPhone programmieren, die ausschließlich über den App Store vertrieben werden, der seit der iOS-Version 2 existiert. Mit dem SDK können Apps für den iPod und auch für das iPad erstellt werden. Für den Apple TV steht kein SDK zur Verfügung.

    Aus Programmen für iPhone und iPad wurde iOS

    Das heutige iOS-Betriebssystem ist eine Zusammenführung der Systeme iPhone OS und iPad OS. Zunächst wurden beide Betriebssysteme unabhängig voneinander betrieben, wobei beide Systeme in weiten Teilen kompatibel waren. So war es auf dem iPad schon immer möglich, die ursprünglich für das iPhone entwickelten Apps auszuführen. Dabei konnte der Anwender wählen zwischen einer kleineren Ansicht, bei der die volle Auflösung der Anwendung beibehalten wurde, aber ihre optische Darstellungsgröße nicht der vollen Display-Größe des iPads entsprach.

    Die Alternative war die Vergrößerung der Anwendung auf die Display-Größe des iPads, das sogenannte Upscaling, bei der die Sichtbarkeit der Apps deutlich verbessert wurde, die Qualität der Ansicht jedoch litt. Erst 2010 wurden das iPad-iOS und das iOS für Smartphones zu einem einheitlichen iOS in der Version iOS 4.2.1 zusammengelegt. Dabei musste sich Apple mit dem Telekommunikationsunternehmen Cisco einigen, das bereits vorher ein Router-Betriebssystem mit dem Namen IOS auf den Markt gebracht hatte. Cisco betont, dass lediglich die Namensrechte übertragen wurden und keinerlei technische Inhalte.

    Geräte und Betriebssystem werden ständig weiterentwickelt

    Die aktuelle iOS-Version 8 ist seit September 2014 auf dem Markt. Etwa jährlich erscheint ein großes Update, dazwischen kleinere Upgrades. Da iOS ausschließlich für die Apple-eigenen Produkte genutzt wird und somit jede Weiterentwicklung der eigenen Marke dient, gibt es häufiger Updates als bei Android, wo die Updates von jedem Smartphone-Hersteller eigenverantwortlich entwickelt werden. Über neue iOS-Updates informiert den Anwender eine Push-Meldung.

    Verfügt der Nutzer über eine ausreichende Akkulaufzeit und eine WLAN-Verbindung, können große Updates direkt mit dem iPhone oder iPad geladen werden, der Umweg über den PC ist nicht notwendig. Natürlich ist es auch möglich, die Aktualisierung über iTunes am PC vorzunehmen. Obwohl es sich bei Apple um einen Konkurrenten von Microsoft handelt, ist die Nutzung von iTunes auch problemlos mit einem Windows-PC möglich. Die in unregelmäßigen Abständen neu erscheinenden iPhone-Versionen erfreuen sich stets großer Beliebtheit. Aktuell können Kunden zwischen dem iPhone 6, dem iPhone 6 Plus, dem iPhone 5S sowie dem iPhone 5C wählen.

    Alle Modelle stehen mit verschiedenen Speichergrößen zur Verfügung. Um iOS nutzen zu können, sind Verbraucher an den Hersteller Apple gebunden.

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