Handyviren: Auch geringe Gefahren sind nicht zu unterschätzen

Warnungen vor Handyviren tauchen in Foren und sozialen Netzwerken immer wieder auf. Die gute Nachricht ist: Die Gefahr ist weitaus geringer als die Bedrohung, die von Computerviren ausgeht. Trotzdem sind Viren auf dem Handy nicht zu unterschätzen. Wie du einen Virus auf dem Handy finden und entfernen kannst, liest du im Folgenden.

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    Handy-Virus erkennen – so geht’s

    Handyviren sind ein Sonderfall der Computerviren. Sie sind programmiert, um Smartphones und Tablets zu infizieren. Im Vergleich zu Computerviren ist es aber viel schwieriger, sich einen Virus auf dem Smartphone einzufangen. Drei Wege gibt es, wie du dir einen Handy-Virus einfangen kannst:

    • Du installierst eine gefälschte App aus dem App-Store oder lädst dir eine App aus einem inoffiziellen App-Store herunter.
    • Du öffnest den Anhang einer MMS, der einen Virus enthält.
    • Du besitzt ein Smartphone-Betriebssystem, das du mit einem Jailbreak modifiziert hast: Das System wurde umprogrammiert, um die vom Hersteller auferlegten Einschränkungen zu umgehen.

    Sowohl Apples iOS wie auch das Microsoft Windows Phone bieten ein hohes Maß an Sicherheit, vor allem durch die Kontrolle aller Apps, die in den zugehörigen Stores erhältlich sind. Eine größere Gefahr für iPhone und Windows Phone stellen Apps dar, die im Hintergrund Informationen sammeln und die Daten an Dritte versenden – das ist kein Handy-Virus, aber für viele Nutzer problematisch.

    Android ist anfälliger für Handyviren

    Niedriger ist die Sicherheit vor Viren beim Smartphone mit Android. Dafür gibt es mehrere Gründe: Android-Smartphones sind besonders verbreitet, sodass es sich für Hacker lohnt, Handyviren für Android zu programmieren. Zum zweiten wird ein Vorteil des Google Play Store hier zum Nachteil: Google prüft die hochgeladenen Apps nicht ausreichend vor der Einstellung in den Store. So finden immer wieder auch Handyviren ihren Weg in den Store. Zum dritten erhalten Android-Apps viele Rechte eingeräumt, sodass sie etwa SMS versenden können. Derzeit gibt es unter den etwa 800.000 Apps im Play Store nach Expertenschätzungen einige hundert Apps mit Handyviren.

    Wie kannst du dein Handy auf Viren prüfen?

    Wenn dein Smartphone sich ungewöhnlich verhält, so kann ein Virus dafür verantwortlich sein. Deutlicher Hinweis darauf sind Nachrichten, die dein Smartphone von sich aus versendet. In diesem Fall solltest du dein Smartphone mit einem Virus-Programm für das Handy auf Viren prüfen. Diese findest du in den jeweiligen App-Stores. Je nach Betriebssystem gibt es verschiedene Virenscanner und Sicherheitsprogramme.

    Virenschutz für das iPhone

    Wenn kein Jailbreak vorgenommen worden ist, ist das iPhone ein sicheres System und viele Smartphone-Experten sind der Meinung, dass kein Virus-Programm für iOS notwendig ist. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, kann unter anderem auf diese Apps zurückgreifen:

    • Avira Mobile Security: Kostenlos in der Basisversion und auch für den PC ein beliebter Virenscanner.
    • Kaspersky Security for Mobile: In der Basisversion kostenlos – und auch Kaspersky ist ein Klassiker im Kampf gegen Computer- und Handyviren.
    • Norton Mobile Security: Für derzeit rund 30 Euro zu haben (Stand: August 2015), bietet die App zahlreiche Zusatzfunktionen, um auch das mobile Surfen sicher zu machen und die Privatsphäre des Users zu schützen.

    Windows Phone: Apps gegen Handyviren

    Für das Windows Phone sieht das Angebot an Virenscannern mager aus – und Experten bezweifeln auch hier stark, dass eine App gegen Handyviren bei Windows Phones notwendig ist. Interessanter sind da schon die Zusatzfunktionen der Apps – etwa um gestohlene Handys zu orten oder die Privatsphäre-Einstellungen besser im Blick zu haben. Aber: Viele dieser Funktionen beherrscht das Windows Phone bereits von Haus aus. Um ganz sicher zu gehen, gibt es unter anderem:

    • Kaspersky Security for Mobile: Kaspersky ist auch auf für das Windows Phone zu haben und punktet vor allem mit Zusatzfunktionen.
    • Kaspersky Safe Browser: Kostenlos und sinnvoller als der Virenscanner – ein Smartphone-Browser, der Phishing-Attacken unterbindet.

    Android-Apps gegen Handyviren

    • Avast Mobile Security: Kostenlos in der Basisversion, bietet die App von Avast einen guten Schutz gegen Handyviren. Die Bezahlversion gibt es als Abo (für 1,99 Euro im Monat, Stand: August 2015), sie ermöglicht unter anderem Geo-Fencing: Das Smartphone führt bestimmte Handlungen aus (zum Beispiel Alarmton oder automatische Sperre), wenn ein vom User festgelegter Bereich verlassen wird.
    • Kaspersky Internet Security, Norton Antivirus & Sicherheit, Avira Antivirus Security, Bitdefender Mobile Security und viele mehr gibt es für das Android-Smartphone als kostenlose Apps – und wie bei Avast bieten die Premium-Versionen zusätzliche Funktionen.

    Viele dieser Apps bieten auch Smartphone-Sperrung, Lokalisierung und Backup als kostenpflichtigen Premium-Service an. Die meisten dieser Funktionen beherrschen aktuelle Android-Handys allerdings schon von Haus aus.

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