Handy kaputt: So kannst du es retten

Ist das Handy kaputt, ist die Reparatur oft teuer. Die häufigsten Gründe, warum das Handy kaputtgeht, sind Wasserschäden, Kratzer und Display-Brüche. Wenn dein Handy kaputt ist, kannst du es oft selbst retten. Wir haben für dich einige Reparatur-Tipps zusammengestellt, mit denen du dein defektes Smartphone selbst reparieren kannst.

Das wichtigste zusammen­gefasst

  • Ist das Handy-Display kaputt, kannst du dieses mit ein bisschen Geschick selbst austauschen.
  • Nach einem Wasserschaden ist das Handy oft kaputt. Reagierst du richtig, kannst du dein Handy noch unkompliziert retten.

Inhalts­verzeichnis

    Handy kaputt? Die Reparatur ist oft teuer

    Handys sind aus dem Leben der meisten Menschen heute nicht mehr wegzudenken. Im April 2016 besaßen und nutzen etwa 49 Millionen Menschen hierzulande ein Smartphone, insgesamt gibt es im Jahr 2017 (Stand: September) knapp 140 Millionen Mobilfunkanschlüsse. Gerade Smartphones sind sehr komplexe technische Gebilde, die oft wenig robust sind. Entsprechend häufig kommt es vor, dass ein Handy kaputtgeht. Für den Nutzer ist dies nicht nur ärgerlich, sondern in der Regel auch teuer. Denn eine Reparatur ist je nach Hersteller sehr kostenintensiv und auch für ein Neugerät wird eine größere Summe fällig. Je nach Schaden kann es möglich sein, selbst Hand anzulegen, wenn das Handy kaputt ist. Wir haben für dich die häufigsten Schäden zusammengetragen, geben dir Reparatur-Tipps und zeigen dir allgemein, wie du im Schadensfall reagieren kannst.

    Vorbeugender Schutz, damit dein Handy nicht kaputtgeht

    Ist das Smartphone kaputt, ist das für die meisten Menschen ein herber Verlust: Wichtige Kontakte sind weg, man ist nicht mehr erreichbar und auch wertvolle Bilder sind oft für immer verloren, wenn das Handy einen Totalschaden erleidet. Am besten ist es daher natürlich, Schäden so gut es geht zu vermeiden. Durch ihre Bauweise sind Displays besonders häufig von Schäden betroffen. Entweder zerkratzen sie durch Schlüssel oder andere scharfe Gegenstände in der Tasche oder sie gehen durch einen Sturz ganz zu Bruch. Verhindern lässt sich dies mit Schutzhüllen, in denen Handys vor Stößen und Kratzern sicher sind. Hüllen gibt es in diversen Farben und Ausführungen:

    • Bumper/Case: Die meist aus Silikon gefertigten Bumper rahmen das Smartphone rundherum ein. Sie umschließen die Rückseite des Handys komplett und enden am Display-Rand. Fällt es auf den Boden, dann landet es auf dem Bumper und nicht auf dem Glas. Bumper und Case gibt es in verschiedenen Stärken und aus unterschiedlichen Materialien.
    • Hüllen: Sie schützen dein Smartphone von allen Seiten. Es gibt sie in zahlreichen Varianten. Einige umschließen fest die Rückseite des Handys. Die Vorderseite wird über das Display geklappt. Bei anderen Exemplaren wird das Handy komplett hineingeschoben. Um einen Anruf zu tätigen oder SMS zu lesen, musst du das Smartphone aus der Hülle herausholen.
    • Zusätzlich zur Hülle solltest du eine Schutzfolie für dein Display verwenden. Diese gibt es für alle Handy-Modelle, sie bestehen oft sogar aus Panzerglas. Sie sind passgenau gefertigt und bieten meist einen guten Schutz vor Kratzern und Brüchen.

    Eine Handyversicherung kann sich bei besonders hochpreisigen Handys lohnen. Ist dein Handy kaputt durch eigenes Verschulden, trägt die Versicherung einen Teil der Reparatur- oder Austauschkosten. Ist das Handy kaputt bei Vertragskunden mit einem Mobilfunkvertrag, kann das Gerät alle zwei Jahre bei der Vertragsverlängerung gegen ein neues Modell getauscht werden. Naht das Vertragsende bald, solltest du abwägen, ob das kaputte Smartphone bis dahin noch nutzbar ist.

    Handy Reparatur: Display gebrochen

    Schnell ist es passiert: Du tippst auf dem Weg zum Bus noch schnell eine SMS, stolperst über einen Stein und schon landet dein Smartphone unsanft auf dem Boden. Oder du ziehst es zu schnell aus der Tasche, es rutscht dir aus der Hand und fällt auf einen harten Steinboden. Die Folge ist meist ein gesprungenes Display, von vielen liebevoll als „Spider-App“ bezeichnet, weil die Bruchlinien häufig an die filigranen Strukturen eines Spinnennetzes erinnern. Im besten Fall ist nur eine Ecke herausgebrochen oder es gibt nur einen kleinen Sprung im Randbereich. Wenn du aber Pech hast, ist das ganze Display unbrauchbar. Nach einem solchen Sturz solltest du zunächst herausfinden, ob es noch funktioniert. In vielen Fällen lässt sich das Display noch bedienen. Wenn jedoch Splitter aus dem Display herausschauen, solltest du zur eigenen Sicherheit von der weiteren Nutzung absehen, selbst wenn das Display noch reagiert. Funktioniert das Display noch einwandfrei, reicht es meist, die Frontscheibe auszutauschen. Das ist deutlich günstiger und kann auch von versierten Nutzern selbst vorgenommen werden. Ist jedoch an der Display-Einheit etwas beschädigt, muss diese komplett ausgetauscht werden.

    • Handy-Display selbst reparieren: So geht‘s

      Eine Display-Reparatur ist je nach Handymodell nicht leicht, aber meistens machbar. Möchtest du das Handy-Display selbst reparieren, hast du zwei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kannst du ein spezielles Reparatur-Kit kaufen. Du bekommst passend für dein kaputtes Handy das benötigte neue Display-Glas sowie das passende Werkzeug und natürlich eine Anleitung. Mit diesem Display-Kit kannst du mit ein bisschen Fingerspitzengefühl Abhilfe schaffen, wenn dein Handy kaputt ist. Der Nachteil bei diesen Sets ist, dass die Werkzeuge qualitativ nicht besonders hochwertig sind und der Erfolg nicht garantiert ist. Es kann also passieren, dass du auch nach der Display-Reparatur ein defektes Smartphone hast und es trotzdem zu einem Techniker bringen musst. Die Alternative ist, einfach nur das passende Display-Glas zu kaufen und mit einer Video-Anleitung auf Youtube den Austausch vorzunehmen. Dafür benötigst du verschiedene Werkzeuge, vor allem kleine Schraubenzieher. Weitere praktische Hilfsmittel sind beispielsweise ein Föhn (um die Display-Oberfläche zu erhitzen, damit sie sich löst) oder doppelseitiges Klebeband (um die seitlichen Ritzen des Displays abzudichten). Für diese Variante solltest du aber ein gewisses technisches Geschick mitbringen, da der Display-Austausch je nach Modell ziemlich kompliziert sein kann.

    • Wann wird professionelle Hilfe nötig?

      Ist die Display-Einheit beschädigt und nicht nur das Glas des Smartphones kaputt, hilft nur der Gang zum Profi. Dieser tauscht das Display nebst Displayeinheit aus, sodass du das Handy danach wieder problemlos nutzen kannst. So eine Handy-Reparatur des Displays kann sehr kostspielig sein. Bei Apple zahlst du je nach iPhonemodell zwischen 160 Euro (iPhone 6) und 320 Euro (iPhone X). Bei Samsung kostet die etwa 240 Euro. Günstiger geht es in unabhängigen Läden, die einen Reparaturservice bieten. Allerdings solltest du am besten vorher im Internet nach Bewertungen des jeweiligen Anbieters schauen. Bei einem Wasserschaden gibt es spezielles zu beachten: Planst du, dein Handy mit Defekt zur Reparatur zu schicken, solltest du es sofort in einen Plastikbeutel stecken und diesen luftdicht verpacken. Denn ein großes Problem beim Eindringen von Feuchtigkeit ist Korrosion. Nach und nach zersetzen sich Materialien im Inneren des Smartphones und führen zum Totalschaden. Da die Korrosion erst einsetzt, wenn alle Feuchtigkeit verdampft ist, wird der Prozess im Vakuumbeutel aufgehalten. Ein entsprechender Reparaturservice kann den Prozess aufhalten und das Handy wieder nutzbar machen.

    Wasserschaden am Handy

    Der Klassiker: Dein Handy steckt in deiner Jeanstasche, du lässt auf der Toilette die Hosen runter und dabei rutscht das Smartphone heraus und landet in der Schüssel. Ebenfalls klassisch: Du hast dein Handy zusammen mit einem Getränk in der Handtasche, die Flasche läuft aus und dein Handy wird nass. Wasser und andere Flüssigkeiten sind natürlich Gift für die empfindliche Elektronik und im Normalfall ist nach einem solchen Unfall das Handy kaputt. Doch je schneller du reagierst, umso besser lässt sich ein Wasserschaden beim Handy beheben. Ganz wichtig, wenn nach einem Wasserkontakt dein Handy kaputt ist: Versuche nicht, es mit einem Föhn zu bearbeiten oder auf der Heizung zu trocknen. Die hohen Temperaturen können nachhaltigen Schaden anrichten.

    • Wasserschaden bei Handys mit herausnehmbarem Akku

      Nutzt du ein Handy, bei dem du den Akku entfernen kannst, sollte das der erste Schritt sein. Schalte das Handy sofort aus und verzichte auf Einschaltversuche, wenn es bereits ausgegangen ist. Das Entfernen des Akkus hilft, Kurzschlüsse zu vermeiden. Denn ist erst einmal die Elektronik beim Handy kaputt, ist nichts mehr zu retten. Also gilt es, dies zu vermeiden. Entferne auch die SIM-Karte und eventuell genutzte Speicherkarten. Wische alle offenen Stellen mit einem trockenen Tuch ab, das die Feuchtigkeit aufnimmt – auch an der Rückseite, wo du den Akku entnommen hast. Kippe das Smartphone mehrmals, damit das Wasser aus dem Inneren ablaufen kann. Lege das Handy nach dem gründlichen Trockentupfen in einen Beutel mit rohem Reis und verschließe ihn gründlich. Nach ein bis zwei Tagen wurde das Handy vom Reis im Idealfall so weit getrocknet, dass es wieder funktioniert.

    • Wasserschaden bei Handys ohne herausnehmbarem Akku

      Bei einem Smartphone wie dem iPhone oder neueren Samsung-Modellen lässt sich der Akku nicht austauschen. Ist es nass geworden, solltest du natürlich dennoch einen Rettungsversuch starten. Das iPhone und andere hochwertige Smartphones wie das Samsung Galaxy haben einen integrierten Schutzschalter. Dieser soll vermeiden, dass das Handy kaputtgeht. Bei einem Feuchtigkeitsschaden schaltet sich das Smartphone von selbst ab. Auch hier gilt: Probiere nicht, es wieder einzuschalten. Ist es noch an, schalte es sofort aus – der Schutzschalter wurde noch nicht aktiviert, es bestehen also gute Rettungschancen. Auch iPhone und Co. sollten gründlich trockengewischt und -getupft werden. Anschließend kannst du auch diese Handys in Reis legen. Alternativ kannst du auch Silicat verwenden. Silicat ist das Granulat, das du oft in kleinen Tütchen in neu gekauften Taschen findest – es ist stark saugfähig und kann ebenfalls die Feuchtigkeit aus dem Handy entfernen.

    Kratzer auf dem Display beheben

    Kratzer ergeben sich mit der Zeit ganz von selbst auf dem Display, selbst wenn du vorsichtig bist. Damit ist dein Handy nicht kaputt, aber störend sind Kratzer allemal. Wir haben ein paar Tipps, wie du dein Display wieder glätten kannst. Pass auf, dass du Polituren oder Pasten nicht zu fest einreibst – sie können zusätzliche Kratzer verursachen oder die Oberfläche angreifen. Teste das Mittel zudem an einer kleinen Ecke, da das Polieren die fettabweisende Schutzschicht auf dem Display angreifen kann. Mit folgenden Mitteln bekommst du dein Display wieder schön:

    • Backpulver: Mische 2 Löffel Backpulver und 1 Teelöffel Wasser. Die breiige Paste trägst du auf das Display auf und polierst es anschließend mit einem sauberen Tuch in kreisförmigen Bewegungen. Anschließend mit einem leicht angefeuchteten Tuch nachwischen.
    • Zahnpasta: Sie eignet sich vor allem bei kleineren Kratzern. Die in Zahnpasta enthaltenen Schleifpartikel machen die Oberfläche wieder eben. Dieses Mittel sollte aber ebenfalls nur vorsichtig angewendet werden, um nicht noch größeren Schaden anzurichten.
    • Display-Polituren: Sie sind extra für die Behebung von Kratzern gemacht. Die Politur wird auf die Kratzer aufgetragen, kreisförmig einpoliert und anschließend abgewischt. Nach Bedarf kann das Prozedere wiederholt werden.

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