Handyvertrag kündigen

Handytarifvergleich
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Das größte Hindernis beim Kündigen eines Handyvertrages ist meist die Vertragslaufzeit. Diese kann zwischen einem und 24 Monaten variieren.
  • Die Kündigung muss meistens schriftlich erfolgen und innerhalb der Kündigungsfrist beim Anbieter eingehen. Dabei gilt: Die Beweislast, das die Kündigung eingegangen ist, liegt bei dir.
  • Das Kündigungsschreiben sollte unbedingt die Rufnummer, die Kundennummer, den Termin der Vertragsaufhebung und deine Unterschrift enthalten.
Inhaltsverzeichnis

    Handyvertrag richtig kündigen: so geht's!

    Auf dem Markt finden sich unzählige Handytarife, alte Handyverträge zu kündigen, kann sich daher für viele Menschen lohnen. Verträge unterscheiden sich in ihren Preisen, ihrem Leistungsumfang und dem Service, der dazu angeboten wird. Der Wunsch nach einem Wechsel des Vertragsanbieters resultiert oft aus zu hohen Preisen bei zu wenig gebotener Leistung.

    Da sich die Angebote der Mobilfunkanbieter schnell ändern und immer mehr Leistungen verfügbar sind, kann ein Handyvertrag nach seiner regulären Laufzeit von 24 Monaten schon veraltet sein, wenn zwischenzeitlich keine Anpassungen vorgenommen wurden. In diesem Fall kann sich ein Anbieterwechsel schnell lohnen.

    Vor dem Absenden des Kündigungsschreibens für den bestehenden Handyvertrag sollte jedoch überprüft werden, ob der aktuelle Anbieter möglicherweise einen Alternativtarif anbietet, dessen Konditionen attraktiver sind. Ist dies nicht der Fall, bleibt nur den Handyvertrag zu kündigen und einem neuen besseren Handyvertrag zu suchen.

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    Handyvertrag kündigen: Fristen, Regeln, Ausnahmen

    Handytarife haben in der Regel eine Vertragsdauer von 24 Monaten. Erst mit dem Ende dieses Zeitraums kann der Handyvertrag gekündigt werden. Wenn im Vertrag nichts anderes verankert ist, gilt dabei eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Bei Verträgen ohne feste Vertragsende gelten normalerweise 30 Tage als Kündigungsfrist.

    Auskunft darüber gibt der Vertrag. Um diesen Zeitraum einzuhalten, muss die Kündigung des Handytarifs rechtzeitig beim neuen Vertragsunternehmen eintreffen. Dabei gilt der Eingang beim Vertragsanbieter und nicht das Versanddatum des Kündigungsschreibens. Es ist also empfehlenswert, nicht erst am letzten Tag den Brief mit dem Kündigungsschreiben zu verschicken, sondern mit einem ausreichenden Vorlauf. Ist das Kündigungsschreiben nicht rechtzeitig beim neuen Mobilfunkunternehmen, verlängert sich der Vertrag automatisch um bis zu zwölf Monate.

    Checkliste: Wie kündige ich meinen Handyvertrag?

    Der Großteil der Telekommunikationsanbieter fordert ein schriftliches Kündigungsschreiben. Diese kann per Fax oder per Brief erfolgen. Eine E-Mail genügt in der Regel nicht aus. Handyvertrags-Kündigungen müssen mit der Originalunterschrift des Kündigenden versehen sein. Auf Nummer sicher geht, wer einen schnellen Versand mit Rückschein verwendet, denn so hat er einen schriftlichen Nachweis über seine Kündigung. Mit vorgefertigten Schreiben kann man ganz einfach seinen Handyvertrag kündigen. Vorlagen hierfür sind im Internet zu finden. Idealerweise sind diese Muster von einem Anwalt geprüft und können bedenkenlos verwendet werden. Für die Aufhebung eines Handyvertrages muss der Kunde nur noch seine persönlichen Angaben wie Name, Adresse und Kunden- bzw. Vertragsnummer eintragen. Wer für die Kündigung des Handyvertrags Muster verwendet, spart sich somit viel Zeit und Mühe.

    Hier die Checkliste für richtiges Kündigen

    • Das offizielle Vertragsende der Tarifdauer überprüfen
    • Mindestens drei Monate vor der Beendigung der Laufzeit - also innerhalb der Kündigungsfrist - kündigen
    • Neues Mobilfunkunternehmen suchen
    • Rufnummermitnahme rechtzeitig beantragen. Dies geschieht beim neuen Mobilfunkanbieter unter Vorlage des Eingangs der Kündigung des alten Versorgers.

    Kündigungsschreiben: Handyvertrag richtig kündigen

    Dies muss im Kündigungsschreiben zum Handyvertrag enthalten sein:
    • Name und Absender des Vertragsinhabers
    • Rufnummer des Mobilfunkvertrags
    • Kundennummer
    • Es muss ersichtlich sein, dass eine Vertragskündigung gewünscht ist
    • Termin der Vertragsaufhebung
    • Unterschrift des Vertragsinhabers

    Kündigungsschreiben für's Handy: Muster

    Name Vorname
    Straße Hausnummer
    Postleitzahl Ort

    Mobilfunkanbieter
    Kundenservice
    Straße Hausnummer
    Postleitzahl Ort
    Ort, Datum


    Kündigung meines Mobilfunkvertrags mit der Kund-/Vertragsnummer



    Sehr geehrte Damen und Herren,

    hiermit kündige ich meinen Mobilfunkvertrag für die Mobilfunknummer Hier Mobilfunknummer eintragen fristgerecht zum nächstmöglichen Kündigungstermin.

    Bitte senden sie mir eine Bestätigung der Kündigung mit Angabe des Vertragsendes zu.

    Vielen Dank.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Name Vorname

    Sinnvoll ist zudem die Bitte um eine Bestätigung des eingegangenen Kündigungsschreibens. Diese wird benötigt, um die Mitnahme der Rufnummer beim neuen Tarifpartner zu beantragen. Wird die Portierung der Nummer gewünscht, kann auch dies im Kündigungsschreiben zum Handyvertrag mitgeteilt werden. Da die Handy-Kündigung nur mit der Unterschrift des Vertragsinhabers gültig ist, empfiehlt sich der Versand per Post oder per Fax.

    Telekom bietet Online-Kündigung

    Um sicherzugehen, dass das Kündigungsschreiben des Handyvertrags auch wirklich termingerecht zugestellt wurde, empfiehlt sich der Versand als Einschreiben. Hierbei wird das Kündigungsschreiben gegen Unterschrift des Empfängers ausgehändigt, es liegt also ein Nachweis über den Empfang vor. Bei der Telekom besteht die Möglichkeit, über das Kundenzentrum auf der Internetseite die Kündigung des Tarifs zu veranlassen. Bei Base können einzelne Flats ebenfalls online gekündigt werden. Um den gesamten Handyvertrag zu kündigen, bedarf es jedoch eines separaten Kündigungsschreibens.

    Vorzeitiges kündigen immerhalb der Vertragsslaufzeit nur in Ausnahmefällen

    Innerhalb der Laufzeit des Handyvertrags zu kündigen ist im Normalfall nicht möglich. Es gibt jedoch Ausnahmefälle, in denen Mobilfunkunternehmen einer vorzeitigen Vertragsbeendigung zustimmen. Dies ist etwa der Fall, wenn der Vertragsinhaber vor Abschluss der Vertragslaufzeit stirbt. Obwohl die Mobilfunkunternehmen in diesem Fall nicht zur vorzeitigen Kündigung verpflichtet sind, stimmen sie dem Vertragsschluss dennoch aus Kulanz meist zu. Bei längeren Auslandsaufenthalten erlauben viele Mobilfunkunternehmen eine Stilllegung des Vertrags für die Zeit der Abwesenheit. In allen möglichen Härtefällen empfiehlt es sich, das Gespräch mit dem Mobilfunkanbieter zu suchen, um eine gemeinsame Lösung zu finden.

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    Anbieterwechsel: Was muss alles beachtet werden?

    Beim Wechsel des Handyvertrags kommt es immer wieder zu Unsicherheiten: Kann die alte Nummer problemlos übernommen werden? Hat der Wechsel überhaupt Vorteile und bekommt man beim neuen Tarifpartner auch sein Wunsch-Handy?

    Den passenden Neutarif finden

    Der wichtigste Schritt, um den Handyvertrag zu kündigen, ist das termingerecht versendete Kündigungsschreiben. Der Handyvertrag läuft dann bis zum Schluss der Vertragsdauer weiter. Damit das Handy im Anschluss unterbrechungsfrei weitergenutzt werden kann, muss rechtzeitig ein neuer Vertrag abgeschlossen werden. Bei der Suche nach einem neuen Vertrag hilft das Internet, in dem es verschiedene Übersichten über die angebotenen Tarife gibt. Die Auswahl fällt dabei oft nicht leicht, weil immer mehr Anbieter auf den Markt kommen, die mit günstigen Preisen locken. Da die günstigen Preise oft mit Abstrichen im Leistungsumfang verbunden sind, sollte der neue Wunschtarif genau geprüft werden.

    Rufnummernportierung rechtzeitig beantragen

    Um für Freunde und Verwandte auch beim neuen Anbieter unter der alten Nummer erreichbar zu sein, besteht seit einigen Jahren die Möglichkeit der Rufnummernübernahme. Durch eine Mitteilung an den alten und den neuen Tarifanbieter wird die Portierung in die Wege geleitet. Mit der Zusage des eingegangenen Vertragskündigung des alten Anbieters kümmert sich der neue Anbieter um alle Einzelheiten der Übernahme. Die Übernahme kann frühestens vier Monate vor dem Ende des Vertrags beantragt werden und spätestens 30 Tage nach dessen Ende. Seit einiger Zeit kann die Nummer bereits vor der Beendigung der Vertragslaufzeit auf den neuen Mobilfunkanbieter übertragen werden. Laufen beide Verträge in der Anfangszeit parallel, etwa weil ein besonders günstiges Angebot zu einem früheren Vertragsbeginn beim neuen Anbieter geführt hat, kann der neue Vertrag schon vor dem Ablauf des alten Vertrags mit der alten Nummer verwendet werden. Bei der Portierung fallen in der Regel Gebühren an. Der alte Anbieter verlangt bei der Kündigung des Vertrags bis zu 30 Euro für die Übertragung. Im Gegenzug werben aber viele Anbieter mit einem Wechselbonus, der unterschiedlich hoch ausfallen kann, meist aber die Kosten für die Portierung deckt.

    Ein neues Handy gibt oft den Ausschlag für die Tarifänderung

    Die Vorteile des neuen Anbieters liegen meist in besseren Leistungen zu einem günstigeren Preis oder auch in der Auswahl eines kostenlosen Handys zum Vertrag, welches ein besseres Handy Betriebssystem besitzt. Die Gründe, die einen Handynutzer veranlassen können, seinen alten Handyvertrag zu kündigen, sind vielfältig. Oft ist der Wunsch nach einem besonderen Handy der ausschlaggebende Faktor für einen Tarife Tausch. Obwohl die Zeiten, in denen beispielsweise das iPhone nur von der Telekom vertrieben wurde, längst vorbei sind, bieten nicht alle Anbieter das gleiche Spektrum an Handys an. Wer also das neueste Samsung Galaxy, ein bestimmtes Nokia Lumia oder ein Sony Xperia sucht, sollte vorab prüfen, ob das Handy beim Wunschanbieter verfügbar ist. Auch besondere Leistungen wie LTE gibt es nicht bei allen Anbietern. Bei der Wahl des neuen Anbieters sollten auch die Netzabdeckung und der Kundenservice eine Rolle spielen.

    Vertragswechsel – Alternative zur Aufhebung des Handyvertrags?

    Aufgrund der schnell wechselnden Tarifangebote kann ein Mobilfunkkunde oft auch beim eigenen Anbieter in einen attraktiveren Tarif tauschen. So kann das Kündigen des Handyvertrags vermieden werden. Es lohnt sich also eine Überprüfung, ob der bisherige Mobilfunkdienst einen Vertrag anbietet, der den aktuellen Ansprüchen des Handynutzers besser gerecht wird. Dabei lohnt sich auch eine Analyse des tatsächlichen persönlichen Nutzungsverhaltens. Hierbei kann hinterfragt werden, ob beispielsweise eine SMS-Flat oder eine Allnet Flat in alle Mobilfunknetze wirklich notwendig ist. Zwar bieten diesen Service inzwischen fast alle Anbieter an, aber sollte der Wunschtarif einige Optionen nicht beinhalten, kann anhand der Analyse entschieden werden, ob der Tarif trotzdem in Frage kommt. Entscheidet man sich gegen den Tariftausch, fällt der Aufwand der Vertragskündigung weg. Auch dadurch anfallende Kosten wie für die Mitnahme der Rufnummer werden so vermieden. Zudem kann der Wechsel des Vertrags oft bereits während der Laufzeit des Vertrags erfolgen, sodass der Mobilfunkkunde nicht erst das Vertragsende abwarten muss, um die besseren Tarife nutzen zu können. Die Rufnummer und alle bestehenden Daten bleiben unverändert, ebenso wie der Kontakt zum Kundenservice. Vor allem wenn man mit dem Service und der Netzversorgung beim Stammanbieter zufrieden ist, sollten die Möglichkeiten eines Vertragswechsels genau geprüft werden.