Google Smartphones und Tablets

Google

Der Suchmaschinenriese Google ist vor allem durch sein äußerst erfolgreiches Betriebssystem Android einer der Großen auf dem Handymarkt. Zahlreiche Hersteller bedienen sich des offenen Systems für ihre Smartphones, darunter Samsung und HTC. Umgekehrt bauen diese Hersteller die Samrtphones der Nexus-Serie, die Google unter der eigenen Marke führt.

Hier finden Sie eine Übersicht der Smartphones und Tablets von Google.

Google Phones: Smartphones vom Suchmaschinenriesen

Google ist ein Unternehmen, dessen Name längst als Synonym für Internet-Suchmaschinen gebraucht wird. Daneben ist Google auch die Firma hinter dem Android-Betriebssystem, das rund 85 Prozent aller Smartphones weltweit nutzen. Seit 2010 stellt Google nicht nur die Software, sondern auch eigene Smartphones her. Die erste Modellreihe, Google Nexus, wurde im Jahr 2016 von Google Pixel abgelöst. Alles Wichtige über die neuen Google Phones erfährst du bei uns.

Das Wichtigste zusammengefasst
  • Unter dem Namen „Google Phones“ werden verschiedene Produktreihen von Google zusammengefasst. Den Anfang machte die Nexus-Reihe, im Jahr 2016 kamen die Google-Pixel-Smartphones dazu.
  • Alle Google Phones bekommen die jeweils aktuellste Android-Version direkt von Google ausgeliefert – während du bei anderen Herstellern teilweise Monate warten musst.
  • Das aktuelle Modell „Google Pixel“ bietet die volle Integration des VR-Modus „Google Daydream“. So wird dein Smartphone ganz einfach zur VR-Brille.
Inhaltsverzeichnis

    Google Phones: Wie es zu Google Nexus kam

    Im Jahr 2005 kaufte der Suchmaschinenriese ein kaum bekanntes Unternehmen namens Android, das Software für Mobiltelefone programmierte. Dieses Unternehmen wurde der Grundstein für Android, das heute beliebteste und am weitesten verbreitete Betriebssystem für Smartphones und Tablets. Im Oktober 2008 veröffentlichte Google die erste Android-Version. Schon 2010 hatte Android einen Marktanteil von über 25 Prozent, im Herbst 2011 war die 50-Prozent-Marke geknackt. Heutzutage beträgt der weltweite Marktanteil rund 85 Prozent. Im Unterschied zu anderen Betriebssystemen wie Windows oder Apples iOS handelt es sich bei Android um eine freie Software, deren Quellcode frei verfügbar ist und weiterentwickelt werden kann. Das Betriebssystem ist damit auch eine der großen Erfolgsgeschichten der Open-Source-Bewegung.

    Die Android-Versionen im Vergleich

    Seit der ersten Version von Android hat das Betriebssystem immer wieder Standards in der Benutzerführung und den Möglichkeiten von Smartphones gesetzt. Nicht selten boten Android-Versionen Funktionen, die zum jeweiligen Zeitpunkt der Veröffentlichung nur von wenigen Smartphones genutzt wurden. Die Hersteller zogen nach und machten die neuen Features zum Grundstock eines jeden Smartphones. Seit Android 1.5 tragen alle neuen Hauptversionen des Betriebssystems neben ihrer Versionsnummer auch den Namen einer Süßspeise: Auf Cupcake (1.5) folgten Donut (1.6), Éclair (2.0), Honeycomb (3.0), Ice Cream Sandwich (4.0) und viele andere. Die aktuellste Version ist Nougat (7.0) und wurde im August 2016 veröffentlicht, ein wichtiges Update auf 7.1.1 folgte im Dezember des gleichen Jahres. Zu den Meilensteinen der Android-Geschichte gehören etwa folgende Features:

    • Digitalzoom und Blitzlichtunterstützung für die Smartphone-Kamera (ab 2.0)
    • Apps können auf der SD-Karte gespeichert werden (ab 2.2)
    • Entsperrung des Geräts per Gesichtserkennung (ab 4.0)
    • Dual-SIM-Unterstützung (ab 5.1)
    • Unterstützung für Fingerabdruckscanner (ab 6.0)
    • App-Berechtigungen können in einem zentralen Menu eingeschränkt werden (ab 6.0)
    • VR-Modus mit Google Daydream (ab 7.1)

    Der Grund für die Entwicklung der ersten Google Phones

    Neue Android-Versionen brachten nicht nur neue Funktionen. Bei jedem Update wurden auch immer Fehler, Sicherheitslücken und Bugs der vorhergehenden Versionen behoben. Hiermit geht allerdings ein prinzipielles Problem einher: Da Google nur die Software herstellt, müssen die unterschiedlichen Smartphone-Hersteller dafür sorgen, dass die neue Android-Version auch an die jeweiligen Smartphone-Modelle ausgeliefert wird und auf ihnen funktioniert. Dies führt immer wieder zu Verzögerungen. Der Grund: Jeder Hersteller modifiziert die auf seinen Smartphone-Modellen vorinstallierte Android-Version nach seinen Vorstellungen und passend zum jeweiligen Handymodell. Zudem liefern die meisten Hersteller die Geräte mit vorinstallierten, eigenen Apps aus. Das hat zur Folge, dass eine neue Android-Version nicht einfach auf die betreffenden Modelle heruntergeladen werden kann bzw. soll. Die Hersteller passen die Oberfläche der neuen Version an und prüfen, ob ihre Smartphones und eigenen Apps mit dem neuen Android kompatibel sind. Die Verzögerungen haben für Google und das Unternehmensmarketing einen negativen Effekt: Erscheint eine neue Android-Version, gibt es zu diesem Zeitpunkt in der Regel noch kein Gerät auf dem Markt, das die Features des neuen Betriebssystems in vollem Umfang nutzen kann. Das war für Google Grund genug, Apple nachzueifern und die passende Hardware zur Software gleich selbst herzustellen.

    Google Phones: Gute Ausstattungsmerkmale im mittleren Preissegment

    Die ersten Hardware-Produkte von Google waren bzw. sind Google Nexus (Smartphones und Tablets) und das Chromebook, ein auf Cloud-Lösungen setzender Laptop. Die Nexus-Geräteserie startete im Januar 2010 mit dem Nexus One. Es folgten mehrere neue Modelle und Versionen in jedem Jahr. Zuletzt veröffentlichte Google das Nexus 5X in Kooperation mit LG und das Nexus 6P in Kooperation mit Huawei. Die Geräte verfügen über die bei Marktstart aktuellste Android-Version in unmodifizierter Form. Sie stellen somit ein „Flaggschiff“ dar, das zeigt, was das Android-Betriebssystem kann. Im Unterschied zu den jeweils neuesten Samsung- oder Apple-Smartphones sind diese Google-Phones aber im mittleren Preissegment angesiedelt. Sie verbinden gute Leistung mit einem moderaten Preis. Das zuletzt erschienene Nexus 5X beispielsweise verfügte über einen 64-bit-Prozessor mit 1,8GHz, zwei GB RAM und eine Rückkamera mit 12,3 Megapixel. Ein Fingerabdruck-Sensor gehörte ebenso zur Ausstattung wie die neueste Android-Version. Ein Jahr nach Veröffentlichung des Nexus 5X startete die neue Produktlinie der Google Phones mit dem Google Pixel.

    Pixel: Die neueste Generation der Google Phones

    Der Marktstart des Google Pixel fand am 4. Oktober 2016 statt, natürlich von Haus aus ausgestattet mit der neuesten Android-Version 7.1. Das Design und Marketing des Geräts wird von Google übernommen, produziert werden die neuen Google Phones vom renommierten Hersteller HTC.

    Das kennzeichnet das Google Pixel

    Das neue Google Phone erschien in zwei Varianten. Neben dem normalen Google Pixel ist das Google Pixel XL als Alternative verfügbar. Die XL-Version verfügt über einen 5,5 Zoll großen Bildschirm mit einer Full-HD-Auflösung von 2.560 x 1.4440 Pixeln. Die kleinere Version kommt auf fünf Zoll Bildschirmdiagonale und eine ebenfalls Full-HD-geeignete Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Abgesehen von der Auflösung sind die wichtigsten technologischen Eigenschaften der beiden Versionen identisch. Beide Google Phones bieten:

    • Vier GB Arbeitsspeicher
    • Hauptkamera mit 12,3 MP
    • Frontkamera mit acht MP
    • 32 oder 128 GB Speicherplatz
    • Quad-Core-Prozessoren mit 2,15 und 1,6 GHz

    Zwei besondere Leistungsmerkmale von Google Pixel sind die volle Integration der Virtual-Reality-Oberfläche Google Daydream und die von der Fachpresse sehr gelobte Kameraqualität. Im Unterschied zu früheren Generationen der Google Phones will sich der Hersteller mit dem Pixel nicht im mittleren Preissegment positionieren: Bei Verkaufsbeginn lag der Preis des Google Pixel XL bei 899 Euro, für knapp 140 Euro weniger war das kleinere Google Pixel im Angebot.

    Volle Integration von Google Assistant und Daydream

    Google Pixel feierte seinen Verkaufsstart mit Android 7.1 „Nougat“. Zu den größten Neuigkeiten, die Betriebssystem und Smartphone dem Publikum bieten, gehören:

    • Ein Nachtmodus mit optimierten Kontrast- und Helligkeitswerten
    • Updates werden im Hintergrund heruntergeladen und installiert
    • Optimierter Energiesparmodus (seit Android 7.0)
    • OpenJDK-Integration (seit Android 7.0)
    • Volle Integration von Google Assistant
    • VR-Modus mit Google Daydream

    Für viele erfahrene Smartphone-Nutzer stellen Daydream und Assistant die interessantesten Neuerungen dar, die mit den Google Phones verfügbar werden. Beim Assistant handelt es sich um die Weiterentwicklung von Google Now. War letzteres nur in der Lage, gesprochene Fragen zu verstehen und Aufgaben auszuführen (beispielsweise googeln, Kalender öffnen, SMS schreiben), kann Google Assistant auch mit dem Fragesteller zu sprechen. Google Assistant entspricht in seinem Leistungsumfang damit den Konkurrenzprodukten Siri und Cortana. Der VR-Modus wiederum macht aus dem Smartphone im Zusammenspiel mit dem Daydream-Headset eine voll funktionsfähige VR-Brille.

    Google Pixel: Alternative zum iPhone?

    Bereits die unverbindliche Preisempfehlung macht deutlich, dass Google Pixel mit den Flaggschiff-Modellen von Apple, Samsung und HTC konkurrieren soll. Elegante Verarbeitung, hochwertige Hardware und High-End-Extras sind eine Kampfansage an das iPhone und das Samsung Galaxy S7. Die Entscheidung für einen Hersteller ist natürlich auch Geschmackssache. Nach dem Urteil der Fachpresse können die Google Phones allerdings mit den Top-Geräten anderer Hersteller gut mithalten. Insbesondere die Kamera konnte aufgrund der Fotoqualität viele Experten überzeugen.