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Girokonto ohne SCHUFA - das sind die Alternativen

Ein Girokonto stellt im Zusammenspiel mit der EC-Karte die wesentliche Voraussetzung dar, um Löhne und Gehälter, Bezüge oder andere Einkommen bargeldlos empfangen und Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Viele Transaktionen, wie zum Beispiel Online-Einkäufe oder -Buchungen, aber auch das Bezahlen von Miete, Versicherungen oder anderen Kosten des täglichen Lebens, funktionieren nur per Überweisung oder Lastschrift. Dieser Tatsache steht die immer noch verbreitete Vorgehensweise der Banken gegenüber, mit jeder Kontoeröffnung eine SCHUFA-Abfrage zu starten. Gibt es negative Einträge zu Ihrer Person, wird es schwierig, ein Girokonto eröffnen zu wollen - bislang sind die Banken nicht dazu verpflichtet. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Alternativen und die Perspektive vor.

Das Wichtigste zusammen­gefasst

  • Banken, Dienstleister und Handelsunternehmen holen eine SCHUFA-Anfrage ein, wenn sie bei einem Geschäft mit Ihnen ein finanzielles Risiko eingehen, wie beispielsweise bei einem Vertragsabschluss, bei Ratenzahlungen oder auch der Gewährung eines Dispolimits.
  • Um ein Girokonto trotz negativer SCHUFA zu eröffnen, müssen Sie sich von vornherein darauf einstellen, dass Sie weder ein Dispolimit noch eine klassische Kreditkarte beanspruchen können. Ein Girokonto für Jedermann funktioniert ausschließlich auf Guthabenbasis.
  • Einige der Geschäftsbanken haben die Prepaid Kreditkarte gleich mit im Portfolio, alternativ können Sie aber auf zahlreiche unabhängige Varianten zurückgreifen.

Inhalts­verzeichnis

    Girokonto trotz SCHUFA - die aktuelle Gesetzeslage

    Das Thema wird bereits seit Jahrzehnten diskutiert: Einen Rechtsanspruch auf ein sogenanntes Girokonto für Jedermann, also auf ein Basis-Konto, soll ab Mitte 2016 Gesetzeskraft erhalten. Bislang gilt eine Selbstverpflichtung, zu der sich die Banken bereit erklärt hatten - diese aber in einem unterschiedlichen Ausmaß mit Leben erfüllen. Es sind nach wie vor in den Geschäftsbedingungen ausreichend Gründe formuliert, auf deren Grundlage eine Bank den Kontoeröffnungsantrag ablehnen kann. Dem steht allerdings ein Beschluss des EU-Parlaments aus dem April 2014 gegenüber, in dem jedem Bürger der EU, selbst wenn dieser keinen festen Wohnsitz hat, das Recht auf ein Girokonto auf Guthabenbasis eingeräumt wird. Die einzelnen Mitgliedsstaaten müssen diese Festlegung nun in die nationale Gesetzgebung einfließen lassen, dafür werden in der Regel 24 Monate Zeit eingeräumt. Im Jahr 2016 soll die Vorlage in Deutschland umgesetzt werden - bis dahin sind Sie von der Geschäftspolitik der jeweiligen Bank abhängig, wollen Sie ein Girokonto trotz SCHUFA eröffnen.

    Warum wird eine SCHUFA-Abfrage gestartet, wenn ich ein Girokonto eröffnen will?

    Die obligatorische SCHUFA-Anfrage ist immer noch für viele Menschen eine unüberwindbare Hürde, negative Einträge können nicht nur die Kontoeröffnung vereiteln. Banken, Dienstleister und Handelsunternehmen holen eine SCHUFA-Anfrage ein, wenn sie bei einem Geschäft mit Ihnen ein finanzielles Risiko eingehen, wie beispielsweise bei einem Vertragsabschluss, bei Ratenzahlungen oder auch der Gewährung eines Dispolimits . Die in der SCHUFA gespeicherten Daten, die sich sowohl auf persönliche Informationen als auch auf Zahlungsstörungen oder -ausfälle, gekündigte Konten, Kredite oder Kreditkarten beziehen, geben zumindest einen Hinweis auf das Ausfallrisiko. Natürlich können diese Vorfälle bereits geraume Zeit zurückliegen, denn die Einträge werden frühestens drei Jahre nach Erledigung gelöscht. Selbst wenn sich Ihre finanzielle Situation verbessert hat, kann eine SCHUFA-Abfrage also Grund für eine Ablehnung sein. Es können aber auch Versäumnisse der Gläubiger oder Fehler bei der SCHUFA vorkommen, schon deswegen empfiehlt sich die kostenlose Selbstauskunft, die Ihnen einmal pro Jahr zusteht: Kontrollieren Sie die hinterlegten Daten und lassen Sie diese bei Bedarf korrigieren.

    Wie lange bleibt ein Girokonto in der SCHUFA eingetragen?

    Um Ihnen die Vorgehensweise der SCHUFA zu verdeutlichen, haben wir die Bearbeitungs- und Löschungsfristen zusammengestellt:


    Art der Daten Wann erfolgt die Löschung?
    Girokonto, Bürgschaft, Kreditkarte, Handyvertrag direkt nach Kündigung
    Eigenauskunft nach Ablauf eines Jahres
    Ratenkredit, Immobilienfinanzierung nach Ablauf von drei Jahren ab Rückzahlung
    Vollstreckungen, verspätete Rückzahlungen, eidesstattliche Versicherungen, Mahnbescheide zum Ende des dritten Jahres
    Vertragsverstöße bei Kreditkarte, Girokonto, Handyvertrag zum Ablauf des dritten Jahres
    Vertragsverstöße bei Kreditvertrag, Leasingvertrag (Mobilien) zum Ablauf des fünften Jahres
    alle anderen Vorfälle inklusive Insolvenzen zum Ablauf des fünften Kalenderjahres ab Eintragung

    Haben Sie Ihr Girokonto also regulär gekündigt, wird es sofort aus der SCHUFA gelöscht. Gab es jedoch Probleme, sodass die Bank das Konto gekündigt hat, erfolgt die Löschung des Eintrages erst nach drei Jahren. Es ist durchaus angeraten, die Eintragungen in der SCHUFA zu kontrollieren, da es zu einem immer Verwechslungen oder Fehler bei der Wirtschaftsauskunftei selbst, aber eben auch Versäumnisse bei den Gläubigern geben kann. Hier empfiehlt sich der direkte Kontakt mit der Bitte um Löschungsmeldung an die SCHUFA, um so schnell wie möglich die Daten zu bereinigen. Sollten die Eintragungen berechtigt sein, können Sie ein spezielles Konto trotz SCHUFA eröffnen.

    Die Lösung: Girokonto trotz SCHUFA

    Um ein Girokonto trotz negativer SCHUFA zu eröffnen, müssen Sie sich von vornherein darauf einstellen, dass Sie weder ein Dispolimit noch eine klassische Kreditkarte beanspruchen können. Ein Girokonto für Jedermann funktioniert ausschließlich auf Guthabenbasis: Befindet sich ausreichend Geld auf Ihrem Konto, können Sie ganz normal Ihre EC-Karte benutzen und Geld abheben, Überweisungen veranlassen oder Lastschriften vereinbaren. Ihnen stehen also alle Möglichkeiten offen, selbst Online-Transaktionen lassen sich unkompliziert mit Hilfe von Bezahldienstleistern oder per Überweisung erledigen, solange Sie ausreichend Geld auf dem Girokonto auf Guthabenbasis haben. Die Bank wird die Kontoverbindung natürlich im Auge behalten, was aber nicht zu Ihrem Nachteil sein muss: Läuft die Geschäftsbeziehung über einen längeren Zeitraum reibungslos und gehen regelmäßig Zahlungen auf Ihrem Girokonto für Jedermann ein, können Sie im Ernstfall auch mit Großzügigkeit rechnen. Steht beispielsweise eine Lastschrift an, obwohl das Guthaben nicht ausreicht, ist es durchaus möglich, dass die Bank eine Überziehung duldet. Dafür werden zwar Zinsen berechnet, wichtiger ist jedoch, dass der Zahlungsvorgang nicht gestört wird.

    • Wo bekomme ich ein Girokonto trotz negativer SCHUFA?

      Es gibt eine ganze Reihe von Banken, die Ihnen ein solches Girokonto auf Guthabenbasis eröffnen - aber eben nicht alle. Da sich auch bei einem Girokonto trotz SCHUFA die Konditionen gravierend unterscheiden können, empfiehlt sich eine ausführliche Recherche. Beispielsweise stehen die Sparkassen generell mit einem sogenannten Bürgerkonto zur Verfügung - die Gebühren variieren hier von Region zu Region. Auch bei den anderen großen Geschäftsbanken können Sie grundsätzlich ein Konto trotz SCHUFA eröffnen, es ist die Frage, ob der Antrag genehmigt wird. Ein persönliches Gespräch kann hier weiterhelfen: Schildern Sie die Situation und vor allem Ihre Strategie, diese zu bereinigen. Natürlich gibt es auch einige Direktbanken, die Sie kontaktieren können. Diese Banken arbeiten generell ohne Filialen und wickeln ihre Geschäfte ausschließlich online oder per Telefon ab. Die Kostenstruktur ist entsprechend schlank, was sich in der Regel in niedrigen Gebühren niederschlägt. Allerdings sind die Konditionen für ein Girokonto trotz negativer SCHUFA immer im Einzelfall zu prüfen, um nicht für jede Buchung Gebühren berechnet zu bekommen.

    • Wie viel darf ein Girokonto auf Guthabenbasis kosten?

      Über die künftige Gebührenstruktur für ein Girokonto für Jedermann kann nur spekuliert werden, bislang erheben einige der großen Geschäftsbanken, wie beispielsweise die Deutsche Bank oder auch die Sparkassen, eine Einrichtungsgebühr, aber auch laufende Gebühren, teilweise sogar für jede Buchung. Andere wiederum handhaben ein Girokonto trotz SCHUFA ebenso wie die normalen Girokonten: Können Sie einen bestimmten Zahlungseingang pro Monat nachweisen, entfallen jegliche Kosten für das Girokonto auf Guthabenbasis, ein Beispiel wäre hier die Commerzbank. Sie erhalten dann ebenso eine EC-Karte und können ganz normal Geld abheben oder bargeldlos einkaufen. Selbstverständlich stehen Ihnen dann auch die weiteren Produkte der Bank offen, solange keinerlei finanzielle Risiken damit verbunden sind.


    Hinweis:

    Ausländische Banken kommen durchaus auch für ein Girokonto trotz negativer SCHUFA-Einträge in Frage, da eine solche Wirtschaftsauskunftei in anderen Ländern nicht bekannt ist. Hier sollten Sie allerdings vorsichtig agieren, denn die deutschen Arbeitgeber, Leistungsträger oder Sozialversicherungen werden ein solches Konto nicht akzeptieren.

    Welche Alternativen gibt es bei den Kreditkarten?

    Für viele Transaktionen, wie beispielsweise Hotel- oder Mietwagenbuchungen, benötigen Sie eine Kreditkarte - mit negativen SCHUFA-Einträgen steht Ihnen dieses Zahlungsmittel auf regulärem Weg nicht mehr zur Verfügung. Allerdings können Sie auf eine Prepaid Kreditkarte zurückgreifen: Sie können eine solche Prepaid Kreditkarte erst nutzen, wenn Sie diese mit einem Guthaben aufgeladen haben. Ein zusätzliches Limit steht Ihnen somit nicht zu Verfügung, nur der Betrag, den Sie zuvor auf die Prepaid Kreditkarte überwiesen haben. Trotzdem können Sie diese ganz normal für die üblichen Transaktionen nutzen, zumal diese Varianten sowohl von MasterCard als auch von VISA über verschiedene Dienstleister angeboten werden. Einige der Geschäftsbanken haben die Prepaid Kreditkarte gleich mit im Portfolio, alternativ können Sie aber auf zahlreiche unabhängige Varianten zurückgreifen. Nutzen Sie zur Recherche am besten unseren Kreditkarten Vergleich, hier können Sie direkt die aktuellen Angebote für eine kostenlose Prepaid Kreditkarte zusammenstellen lassen.

    Der Ausblick - Girokonto für Jedermann

    Ein Girokonto eröffnen zu können, wenn es negative Einträge in der SCHUFA gibt, wird ab Mitte 2016 einfacher: Die Banken werden dann gesetzlich dazu verpflichtet, ein sogenanntes Girokonto für Jedermann zur Verfügung zu stellen. So können also auch Menschen ein Konto trotz SCHUFA eröffnen, die nicht über einen festen Wohnsitz verfügen, was nicht zuletzt für den Bezug von Sozialleistungen entscheidend ist. Abzuwarten bleibt allerdings, wie sich die Banken in puncto Gebühren positionieren. Vor dem Hintergrund, dass das Geldinstitut weder an den Zinsen für ein Dispolimit noch an Kreditkartenumsätzen verdienen kann, sind relativ hohe Gebühren zu befürchten. Allerdings haben es auch hier die Verbraucher selbst in der Hand, mit ihrer Wahl die Konditionen zu beeinflussen: Sobald die Gesetzeslage geklärt ist und die Banken sich positioniert haben, werden wir die Angebote für ein Girokonto für Jedermann recherchieren und in einem speziellen Vergleich analysieren. Je stärker die Verbraucher dann selektieren und je weniger sie die kostenintensiven Angebote nutzen, desto größer wird der Druck auf die Geldinstitute: Nach früheren Schätzungen sind in Deutschland knapp 700.000 Verbraucher bislang ohne Girokonto - Tendenz steigend.

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