Richtig heizen: Mit diesen Heiztipps bares Geld sparen

Angesichts steigender Strom- und Energiepreise wird auch das Heizen zu einem immer größeren Kostenfaktor. Mit guten Heiztipps und der richtigen Heizmethode lässt sich in den Wintermonaten bares Geld sparen. Grundsätzlich spart man durch jeden Grad weniger rund fünf bis sechs Prozent an Energiekosten. Daher sollte die Zimmertemperatur im Bad oder Schlafzimmer möglichst niedrig eingestellt sein. Über sogenannte Thermostatventile können die einzelnen Räume beliebig programmiert und automatisch hoch- und runtergefahren werden. So kann in der Nacht die Temperatur um bis zu fünf Grad abgesenkt werden. Auf diese Weise lassen sich rund 30 Prozent an Heizkosten einsparen.

Inhalts­verzeich­nis

    Richtig heizen leichtgemacht

    Knapp 70 Prozent des Energieverbrauchs fallen in einem deutschen Haushalt auf die Heizung und die Warmwasserbereitung. Daher liegt gerade hier mit den richtigen Tipps und Tricks viel Potenzial zum Energiesparen. Wer beispielsweise programmierbare Thermostate anbringt, spart laut Umweltbundesamt bis zu 10 Prozent an Heizkosten ein.


    Kerstin Bruns, Online-Redakteurin und Expertin des deutschlandweit renommierten Heizungsbaubetriebs Kesselheld erklärt dir hier, wie du mit diesen 8 Tipps Energie und Kosten sparen kannst.

    Kerstin Bruns, Kesselheld

    1. Die optimale Raumtemperatur einstellen

    Eine gängige Faustformel besagt: Mit jedem Grad weniger im Wohnraum sinken die Heizkosten um bis zu 6 Prozent. Daher empfiehlt es sich folgende Richtwerte für die optimale Raumtemperatur zu berücksichtigen:

    Art des Raumes Optimale Raumtemperatur
    Kinderzimmer 22 Grad
    Wohnzimmer 20 Grad
    Küche 20 Grad
    Bad 21 Grad
    Schlafzimmer nachts 14 bis 16 Grad, tagsüber 18 Grad
    Flure und Treppenhäuser 15 Grad
    Keller 10 bis 15 Grad

    Regeln kannst du die Temperatur an der Ziffer-Skala am Thermostatkopf des Heizkörpers. Die Stufe 3 steht für eine Raumtemperatur von etwa 20 Grad. Jede weitere Stufe nach oben oder unten bedeutet eine Temperaturanhebung oder -senkung um circa 4 Grad Celsius.

    “Der Raum ist kalt - Den Heizkörper auf die Stufe 5 stellen”. Dieses Vorgehen versorgt den Raum nicht schneller mit angenehm wohliger Wärme. Denn der Heizkörper erwärmt in diesem Fall nicht stärker, sondern bleibt lediglich länger warm. Bei einer höheren Raumtemperatur bezieht der Heizkessel mehr Brennstoff, um dem erhöhten Temperaturwunsch nachzukommen. Das bedeutet für den Verbraucher steigende Verbrauchskosten bei der Heizung.

    2. Heizung bei Abwesenheit ausschalten?

    Häufig neigen Heizungsbesitzer beim Verlassen des Hauses oder der Fahrt in den Urlaub zum vollständigen Herunterdrehen des Heizkörperthermostates. Die Einhaltung einer abgesenkten Durchschnittstemperatur um 20 Grad ist jedoch sparsamer. Dabei stellt der Hausbewohner die Heizung zum Beispiel auf die Reglerstufe 3.

    Der Energieaufwand des erneuten Hochfahrens der Heizung größer, als die Heizungsanlage über einen längeren Zeitraum auf niedriger Temperatur zu betreiben.

    3. Der hydraulische Abgleich

    Wenn ein hydraulischer Abgleich fehlt, erhalten nahe am Heizkessel montierte Heizkörper unter Umständen sehr viel Wasser und weiter entfernte sehr wenig erwärmtes Heizungswasser. Denn das im Heizungssystem zirkulierende Wasser wählt immer den Weg des geringsten Widerstandes. Heizkörper in den oberen Wohnetagen werden dann trotz voll aufgedrehter Heizkörperthermostate nicht richtig warm.

    Den ungleichmäßigen Wasserhaushalt der Heizung gleicht die Heizungspumpe über eine erhöhte Leistung aus. Auch der Kessel stellt Wärme mit einer höheren Leistung zur Verfügung, da Verbraucher die Thermostatventile hochdrehen. Dadurch steigen die Energiekosten.

    Ein hydraulischer Abgleich stellt sicher, dass alle Heizkörper immer genau die benötigte Menge an Heizungswasser erhalten. Dafür misst der Heizungsmonteur die Werte mittels einer Software und stimmt Rohre, Pumpe und voreinstellbare Heizkörperthermostate so aufeinander ab, dass stets eine gleichmäßige Wasserzirkulation hergestellt ist.

    Hydraulischer Abgleich

    4. Heizung entlüften

    Gibt die Heizung störende Glucker- oder Klopfgeräusche ab, ist dies ein Anzeichen für Luft im Heizkörper. Sie verhindert einen ordnungsgemäßen Durchfluss des Heizungswassers und damit die richtige Erwärmung des Heizkörpers. Oder die Wärme muss über eine kleinere Fläche an den Wohnraum übertragen werden. Diesen Umstand gleicht ein erhöhter Durchfluss von Heizungswasser durch den Heizkörper aus, sodass die Energiekosten steigen.

    Wie entlüfte ich meinen Heizungskörper richtig?

    • Schalte die Umwälzpumpe im Heizungskeller vollständig ab und drehe das Heizkörperventil auf die Stufe 5. Warte zunächst eine Stunde ab. Auf diese Weise sammelt sich die Luft oben am Heizkörper an. Dies erleichtert den Entlüftungsvorgang.
    • Am Heizkörper befindet sich am rechten Ende ein Entlüftungsventil, auf den du einen Entlüftungsschlüssel aufsetzt. Letzteren kannst du gegen kleines Geld im Baumarkt erwerben.
    • Im Anschluss hältst du eine kleine Schüssel unter das Entlüftungsventil. Sie fängt austretendes Heizungswasser auf, das gleichzeitig mit der Luft aus dem Heizkörper entweicht.
    • Drehe das Entlüftungsventil langsam gegen den Uhrzeigersinn auf. Sobald ein durchgehender Wasserstrahl aus der Heizung austritt, beendest du den Entlüftungsvorgang und drehst das Ventil wieder zu.

    5. Heizung freihalten

    Es ist ratsam, die Heizung nicht durch Regale, Möbel oder dicke Vorgänge zu verdecken, damit die erwärmte Heizungsluft richtig im Raum zirkuliert. Ist dies nicht gegeben, entsteht ein Wärmestau zwischen dem Heizkörper und den davor platzierten Einrichtungsgegenständen. Zudem gibt die Heizung einen gewissen Teil der Wärme über Strahlung ab. Diese Abgabe an den Raum findet bei zugestellten Heizungen nicht statt, da lediglich die Rückseite der Möbel oder Vorhänge erwärmt wird und nicht der vollständige Wohnraum.

    6. Programmierbare Thermostate montieren

    Elektronische Thermostate lassen sich individuell und vollautomatisch einstellen, auch aus der Ferne. Laut Umweltbundesamt liegt das durchschnittliche Einsparpotenzial bei den Heizkosten mit einem programmierbaren Thermostat bei circa 10 Prozent.

    Für die Montage ist zunächst das mechanische Thermostat am Heizkörper abzuschrauben. Vorher drehst du das alte Thermostat am Heizkörper bis auf die Reglerstufe 5 auf. Im Anschluss öffnest du die Überwurfmutter mit der Hand oder nimmst eine Zange zur Hilfe. Das alte Thermostat ziehst du nun einfach vom Gewinde ab. Bevor das neue digitale Thermostat aufgesetzt werden kann, sollte geprüft werden, ob die Verschraubung auf das Gewinde des Heizkörpers passt. Ist dies nicht der Fall, liegen den meisten Produkten Adapter bei.

    7. Wartung der Heizungsanlage

    Vor Beginn der Heizperiode ist es immer ratsam, einen Heizungscheck von einem Fachmann durchführen zu lassen, damit du im Winter nicht im Kalten sitzt. Bestandteil einer jeden Heizungswartung ist auch immer eine Reinigung des Heizungssystems. Denn jeder Millimeter Ruß senkt den Wirkungsgrad des Heizkessels um 5 Prozent: Der Brennstoffverbrauch steigt und der Brenner verschleißt schneller.

    Für die Heizungswartung empfiehlt der Fachmann jährliche Intervalle. Nach erfolgreich abgeschlossener Wartung stellt der Heizungsbauer immer ein Wartungsprotokoll aus. Dies dient für spätere Reklamationen oder wenn Defekte an der Heizungsanlage auftreten. Außerdem schreiben viele Heizungshersteller eine regelmäßige Wartung durch ihren Kundendienst vor, um verbesserte Garantieleistungen auf die Heizungsanlage zu erhalten.

    Eine regelmäßige Wartung sorgt für:

    • eine lange Lebensdauer der Heizung
    • sinkende Brennstoffkosten
    • Entlastung von Umwelt und Geldbeutel
    • mehr Sicherheit

    8. Austausch der Heizungspumpe

    Mit einem Pumpentausch lassen sich bis zu 80 Prozent der Stromkosten einsparen. Veraltete Heizungspumpen haben nach Aussagen des Bundesverbandes Deutscher Heizungsindustrie jährliche Verbrauchskosten von 67 bis 150 Euro. Mit einer modernen Pumpe sinken die Kosten auf 11 bis 29 Euro. Die Kosten für die Anschaffung einer neuen Heizungspumpe belaufen sich bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus auf etwa 400 Euro.

    Kunden-Bewertungen

    • 4 / 5
      Nichts Auffälliges. Etwas magere Informationen. Sonst ok.
    • 5 / 5
      schneller und reibungsloser Wechsel
    • 5 / 5
      Schnell,probleml

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