Gaskraftwerk

Vier verschiedene Gaskraftwerk-Typen haben sich etabliert: Dazu zählen Gasturbinenkraftwerke, mit Brenngas befeuerte Dampfkraftwerke, Gas-und-Dampf-Kombikraftwerke sowie Blockheizkraftwerke, die ebenfalls mit Brenngas befeuert werden und mit einem Gasmotor oder einer Gasturbine laufen. Alle Gaskraftwerk-Typen dienen der Stromerzeugung, lediglich Blockheizkraftwerke werden auch zur Wärmeerzeugung genutzt.

Inhalts­verzeich­nis

    Dampfturbinen im Gaskraftwerk: hoher Energieverlust

    Dampfturbinen erhitzen zuvor aufbereitetes und gereinigtes Wasser in einem Dampfkessel zu Dampf, der in einem Überhitzer weiter erhitzt wird. Von dort aus gelangt der Dampf in die Turbine, wo er einen Teil seiner Energie als Bewegungsenergie auf die Turbine überträgt. Der an die Dampfturbine gekoppelte Generator wandelt schließlich die mechanische Leistung in elektrische Leistung um. Weiterhin wird der Dampf kondensiert und erneut dem Kreislauf zugeführt. Der Wirkungsgrad moderner Dampfkraftwerke liegt bei bis zu 45 Prozent, was im Umkehrschluss bedeutet, dass über 55 Prozent der eingesetzten Energie in Form von Wärme verloren gehen.

    Gasturbinen im Gaskraftwerk: schnell verfügbare Leistung

    Gasturbinenkraftwerke erzeugen ebenfalls Strom und werden entweder mit Erdölprodukten oder brennbaren Gasen betrieben, wozu auch Erdgas zählt. In solchen Gaskraftwerken werden die Turbinen durch den Brennstoff Gas angetrieben. Diese Turbinen wiederum treiben einen angekoppelten Generator an. Zwar haben Gaskraftwerke die mit Gasturbinen funktionieren höhere Betriebskosten, dafür fallen hier die Investitionskosten relativ gering aus. Die hohen Betriebskosten sind auf einen etwas geringeren Wirkungsgrad zurückzuführen. Auch der Preis für Erdgas, der im Vergleich zur Kohle höher ist, trägt zu den höheren laufenden Kosten bei. Ein Vorteil der Gasturbinenkraftwerke liegt darin, dass deren Anfahrzeit sehr kurz ist, weshalb mit solchen Gaskraftwerken häufig die Lastspitzen im Stromnetz abgedeckt werden. Bei den Gasturbinenkraftwerken gibt es die der schweren und die der leichten Bauart. Erstere erzeugen eine Leistung ab rund 50 bis über 340 Megawatt. Sie werden für den stationären Dauerbetrieb in Großkraftwerken eingesetzt. Bei der leichten Bauart bewegt sich das Leistungsspektrum zwischen 100 Kilowatt und 40 Megawatt. Sie werden vornehmlich in Industriekraftwerken eingesetzt. Sie werden auch als Notstromaggregat genutzt, weil sie sich in nur wenigen Minuten starten lassen.

    Gas-und-Dampf-Turbinen im Gaskraftwerk: hohe Leistung durch Kombination

    Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerke (auch GuD-Kraftwerke genannt) vereinen die Prinzipien von Gasturbinenkraftwerken und Dampfkraftwerken. Die Gasturbine fungiert hierbei als Wärmequelle für einen Abhitzekessel, der Dampf erzeugt und so die Dampfturbine antreibt. Durch diese Kombination kann ein höherer Wirkungsgrad erreicht werden, als es bei Gasturbinen- oder Dampfkraftwerken im Alleinbetrieb der Fall wäre. Solche Gas-und-Dampf-Turbinen-Kraftwerke weisen elektrische Wirkungsgrade von bis zu 60 Prozent auf und gehören damit zu den effizientesten konventionellen Kraftwerken. Etwa zwei Drittel der erzeugten elektrischen Energie werden durch die Gasturbine gewonnen, ein Drittel durch den Dampfprozess. Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerke erreichen zwischen 80 und 860 Megawatt Leistung pro Einheit.

    Blockheizkraftwerke – klein und effizient

    Blockheizkraftwerke (BHKW) sind modular aufgebaute Kraftwerksanlagen, die sowohl elektrische Energie als auch Wärme erzeugen. Blockheizkraftwerke machen sich das Kraft-Wärme-Kopplungsprinzip zunutze. Herzstück und Antrieb eines BHKW ist entweder der Verbrennungsmotor (Gas- oder Dieselmotor) oder eine Gasturbine. Weil die Abwärme bei der Stromerzeugung direkt am Entstehungsort genutzt wird, wird bei BHKW ein höherer Gesamtnutzungsgrad erreicht als es bei herkömmlichen Kombinationen von lokaler Heizung und zentralem Kraftwerk der Fall wäre. Die Leistung von BHKW-Anlagen variieren zwischen fünf Kilowatt und fünf Megawatt. Bei Leistungen von unter 50 Kilowatt werden solche Anlagen auch Mini-Kraftwerke genannt. Unter 15 Kilowatt Leistung sind sie als Mikro-Kraftwerke bekannt.

    Kunden-Bewertungen

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