Bei Vertrag mit Gasversorger auf Kleingedrucktes achten

Wie bei allen Verträgen sollte auch bei der Vereinbarung mit dem Gaslieferanten auf die jeweiligen Konditionen, also das Kleingedruckte geachtet werden. Nicht selten sind die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Tarifdetails jedoch umständlich formuliert und daher schwer verständlich. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass Sie sich genau darüber informieren, um nicht etwa bei der Jahresendabrechnung unliebsame Überraschungen zu erleben. Wir haben daher häufig gebrauchte Formulierungen und Sonderkonditionen für Sie aufgeführt und erklärt. Bevor Sie den Vertrag mit Ihrem bevorzugten Gasversorger abschließen, sollten Sie diese Details berücksichtigen. Denn auch hier gilt: Das günstigste Angebot ist nicht immer auch das beste.

Inhalts­verzeich­nis

    Boni

    Der Wechsel zu einem neuen Anbieter wird häufig mit einem Bonus vom neuen Gasversorger belohnt. Dieser wird jedoch nur im ersten Vertragsjahr gezahlt, sodass der Preis ab dem zweiten Jahr deutlich höher ausfällt.

    Sonderabschlags­zahlungen

    Sind bei einem Gasversorger sogenannte Sonderabschlagszahlungen, mitunter auch als Kaution bezeichnet, vorgesehen, ist Vorsicht geboten: Bei solchen Tarifen müssen Sie zu Vertragsbeginn einen Abschlag von bis zu 400 Euro zahlen. Dieser Betrag wird zwar nach Ablauf der Vertragslaufzeit mit den Gaskosten verrechnet, doch Sie gewähren im Grunde dem Unternehmen ein Darlehen, für das Sie allerdings keine Zinsen erhalten.

    Serviceleistungen

    Grundsätzlich kann gesagt werden, dass günstige Tarife auch deutlich weniger Serviceleistungen beinhalten. Vor allem bei Online-Verträgen erfolgt der Kontakt zum Versorger ausschließlich über E-Mail oder via Telefon. Einige Gasversorger bieten jedoch auch weitergehende Serviceleistungen wie spezielle Kundenkarten, Kundenmagazine oder Gutscheine an.

    Preisgarantien

    Bei vielen Tarifen werden auch Gaspreisgarantien geboten, was angesichts der kontinuierlich steigenden Gaspreise durchaus sinnvoll sein kann. Allerdings gibt es gravierende Unterschiede hinsichtlich des Umfangs und der Laufzeit der Preisgarantie. Im Allgemeinen können drei Formen der Preisgarantie unterschieden werden. Während die Energiepreisgarantie lediglich die Beschaffungskosten beinhaltet, sind bei der eingeschränkten Preisgarantie zusätzlich noch die Netzentgelte abgedeckt. Eine umfassende Preisgarantie beinhaltet neben den Beschaffungskosten und Netzentgelten auch noch staatliche Abgaben und Steuern. Damit eine Preisgarantie auch wirklich vor Preiserhöhungen schützt, sollte sie also möglichst viele Komponenten des Gaspreises abdecken. Allerdings sind solche Preisgarantien nicht zum Nulltarif zu haben. Vielmehr ist es so, dass umfangreiche Gaspreisgarantien sehr kostspielig sind. Hier sollten Kunden genau abwägen, ob das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt.

    Vertragslaufzeit

    Die meisten Gasverträge sind mit einer Laufzeit von 12 Monaten verbunden. Dabei verlängert sich der Vertrag automatisch, wenn er nicht rechtzeitig gekündigt wird. In der Regel beträgt die Kündigungsfrist zwischen vier und sechs Wochen. Es gibt jedoch auch Verträge, die nur eine Mindestlaufzeit von einem Monat haben. Kunden können so auf Preiserhöhungen schnell reagieren und sich einen neuen, günstigeren Anbieter suchen.

    Zahlungsweise

    Bei fast allen Tarifen können Sie zwischen einer monatlichen, vierteljährlichen oder jährlichen Abschlagszahlung wählen. Die jährliche Bezahlung wird von vielen Gasversorgern mit Rabatten belohnt. Bei dieser Vorauszahlung verzichten Sie allerdings auf Kapital, das sie andernfalls zinsbringend anlegen könnten. Zudem besteht die Gefahr, dass das im Vorfeld gezahlte Geld bei einer Insolvenz des Gasanbieters verloren ist. Die Bezahlung per Lastschriftverfahren ist am einfachsten und unkompliziertesten und wird von einigen Anbieter mit zusätzlichen Rabatten belohnt.

    Heizleistung

    Unter der Heizleistung versteht man die bereitgestellte Leistung des Gasanschlusses, die sowohl von der Größe der zu beheizenden Wohnfläche als auch von der Dämmung des Hauses abhängt. Die Angabe erfolgt in Kilowatt. Ein Kilowatt entspricht dabei der Leistung von 1.000 Watt. Den genauen Wert können Sie der letzten Gasrechnung entnehmen. Allgemein lässt sich sagen, dass moderne Gasheizungen eine höhere Heizleistung haben. Bei einigen Anbietern ist das Gas teurer, wenn die Heizleistung des Gasanschlusses schlechter ist.

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