Das Depotkonto: Aktiv in der Aktienwelt

Ein Depotkonto, genauer: ein Wertpapierdepotkonto, ist Voraussetzung für den Handel mit Wertpapieren. Es ist unverzichtbar, um in den Aktienhandel einzusteigen. Wie Sie mehr aus dem Depotkonto herausholen können, erfahren Sie bei uns!

Das Wichtigste zusammengefasst
  • Insbesondere Online-Broker und Direktbanken erheben keine Depotkontogebühren.
  • Schüler, Studenten und Auszubildende erhalten besonders günstige Konditionen.
  • Für eine Depotkonto ist nicht immer die Eröffnung eines Girokontos erforderlich.
Inhaltsverzeichnis

    Das Depotkonto für den Handel mit Wertpapieren

    Ein Depotkonto dient dem Kauf, Verkauf und der Übertragung von Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren. Die Führung von Wertpapierbeständen ist ebenfalls nur mit einem Depotkonto möglich. Wenn Sie Wertpapiere erwerben, veräußern oder verwalten wollen, benötigen Sie ein Depotkonto. Ein Wertpapierdepotkonto lässt sich bei Banken und Finanzdienstleistern eröffnen. In der Regel erhebt das Kreditinstitut für das Konto sogenannte Depotgebühren. Die Höhe der Gebühren legt die Bank fest, sie ist abhängig von der Art und dem Wert der Bestände. Hierbei können Sie mit einem Depotkonto-Vergleich sparen: Vor allem Online-Broker und Direktbanken bieten ein Depotkonto ohne Gebühren an. Der Verkauf und Ankauf von Wertpapieren wird – vom Depotinhaber beauftragt – von der Bank durchgeführt. Für diese Aktionen fallen auch bei Online-Brokern Gebühren an. Doch der Vergleich lohnt sich: Denn wie viel Ihnen berechnet wird, hängt vom Finanzdienstleister ab.

    Depotkonten gibt es für jeden Bedarf

    Wertpapierkonten gibt es in vielen Varianten – von der Version für Profi-Broker bis hin zum Depotkonto für Anfänger. Je nachdem, welcher Anlagebetrag im Spiel ist, sind unterschiedliche Varianten empfehlenswert. Aber auch der Status des Anlegers macht viel aus. So gibt es spezielle Angebote für bestimmte Zielgruppen. Ein Depotkonto für Schüler, Auszubildende und Studierende beispielsweise bietet diesem Personenkreis stark vergünstigte Konditionen. So können diese bereits früh in die Wertpapieranlage einsteigen und für die Zukunft vorsorgen. Auch beim Depotkonto für Schüler gilt jedoch: Voraussetzung für die Eröffnung ist die Volljährigkeit. Ein weiteres Ausschlusskriterium für einige Banken stellt ein Schufa-Eintrag dar. Obwohl ein Depotkonto kein Kredit ist und der Kunde Geld anlegt, führen manche Finanzdienstleister die Bonitätsauskunft durch. Andere jedoch verzichten darauf. Es kann sich lohnen, gründlich nach einem Depotkonto ohne Schufa zu suchen oder mit einem Bankberater zu diskutieren. Ein Schufa-Eintrag muss nicht automatisch den Ausschluss aus dem Wertpapierhandel bedeuten. Im Folgenden stellen wir Ihnen die gebräuchlichsten Formen des Depotkontos vor.

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    Das klassische Depotkonto: Gut beraten im Aktienhandel

    Der Klassiker unter den Depotkonten ist das Konto bei einer Filialbank. Oftmals verbinden Finanzinstitut und Kunde eine lange Geschäftsbeziehung, der potenzielle Anleger besitzt bereits ein Gehaltskonto oder Sparbücher beim Geldinstitut. Wird zusätzlich ein Depotkonto eröffnet, steht dem Anleger zumeist ein persönlicher Ansprechpartner als Anlageberater zur Verfügung. Er gibt Ratschläge, welche Aktien und Wertpapiere lohnenswert sind – und welche Fonds besser vermieden werden. Das Depotkonto bei einer Filialbank bringt durch diese langjährige Beziehung einen großen Vorteil: Oftmals kennen die Anlageberater die finanzielle Situation und die persönlichen Vorlieben des Kunden bereits. Ihr Bankberater weiß, ob Sie auf risiko- und gewinnreiche Geschäfte setzen oder langfristige Stabilität bevorzugen. Er kann Ihnen passende Anlagenstrategien empfehlen, Sie über Unwägbarkeiten aufklären und einzelne Finanzprodukte detailliert vorstellen. Sie wollen erste Schritte im Wertpapierhandel machen und suchen eine Möglichkeit zur Altersvorsorge? Dann kann sich ein Depotkonto für Anfänger bei Ihrer Hausbank für Sie lohnen. Einen Nachteil hat diese Lösung jedoch oftmals: Es fallen bei Filialbanken in der Regel relativ hohe Gebühren für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren an. Direktbanken und Online-Broker können in vielen Fällen günstigere Preise und Flatrates anbieten.

    Profitieren Sie von Direktbanken und Online-Brokern

    Wer sich im Wertpapierhandel auskennt, kann die Risiken und Chancen der verschiedenen Anlageformen und Fonds gut einschätzen. In diesem Fall ist ein Depotkonto bei einer Direktbank oder einem anderen Online-Finanzdienstleister die richtige Wahl für Sie. Bei diesen ist das Depotkonto ohne Girokonto die Regel. Direktbanken bieten in der Regel günstigere Konditionen als die klassischen Filialbanken. Beim Depotkonto mit Flatrate sparen Sie sich bestimmte Gebühren sogar komplett oder zahlen unabhängig von der Geldsumme für jede Transaktion einen Festbetrag. So können Sie effizienter anlegen. Gemeinhin bieten Online-Banken aber keinen persönlichen Berater – auch darum können sie das Depotkonto so günstig anbieten. In vielen Fällen liefern die Webseiten der Banken aber hilfreiche Tipps und Tricks. Zusätzlich gibt es beispielsweise Newsletter und Informationen von Anlageberatern. Die Verwaltung des Depots ist bei der Online-Brokerage rund um die Uhr möglich. Zahlreiche Finanzdienstleister bieten darüber hinaus zusätzliche Apps für Smartphone und Tablet an. So ist das Platzieren von Ordern auch mobil kein Problem mehr. Doch klassische Filialbanken haben in diesem Bereich aufgeholt: Sie bieten in den meisten Fällen ebenfalls die Depotverwaltung per App an.

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    Das Depotkonto für Schüler: Wertpapierhandel einfach gemacht

    Für Schüler, Studenten oder Auszubildende bieten vor allem Direktbanken und Online-Broker besondere Einstiegsangebote. Je nach Finanzdienstleister unterscheiden sich die Angebote. Zu den klassischen Vorteilen gehören die Befreiung vom Depotentgelt für die Dauer der Ausbildung bzw. des Studiums oder ein Orderguthaben für den kostengünstigen Anfang. Einzige Voraussetzung neben einer bestimmten Anlagesumme ist die Volljährigkeit. So können Sie aber bereits in jungen Jahren den Grundstein für ein Vermögen legen.

    Firmengeschäfte: Das Depotkonto für die GmbH

    Unter einer GmbH, einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, versteht man eine bestimmte Form der Organisation von Kapitalgesellschaften. Eine GmbH gilt als juristische Person und hat die damit verbundenen Rechte. Wenn Sie für Ihre GmbH – oder Firma im Allgemeinen – ein Depotkonto eröffnen wollen, müssen Sie in den meisten Fällen auf Filialbanken zurückgreifen. Nur wenige Direktbanken bieten Depotkonten für GmbHs an. Beachten Sie bei der Auswahl die jeweiligen Konditionen und Gebühren.

    Durch einen Depotkonto-Vergleich effizienter anlegen

    Jedes Finanzinstitut hat einen eigenen Gebührenkatalog für das Depotkonto. Der Vergleich der verschiedenen Konditionen lohnt sich und ist online schnell durchgeführt. Bei Depotkonten fallen in der Regel in drei Bereichen Gebühren an: Bei der Depotverwaltung, beim Aktienkauf und -verkauf sowie bei anderen Operationen. So berechnen bestimmte Banken für die Limitänderung eines Auftrags bereits Gebühren, auch für die Gutschrift von Erträgen können Gebühren erhoben werden. In der Regel aber verzichten Geldinstitute darauf, solche Kosten zu berechnen. Zusätzlich können Anleger ihre Gewinne noch weiter optimieren.

    Drei Möglichkeiten stehen bei den aktuellen Depotkonten zur Auswahl:
    1. Das kostenlose Depotkonto:Beim kostenlosen Depotkonto ist die Depotverwaltung kostenlos. Es fallen dennoch Gebühren für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren an. Diese richten sich nach den Beträgen, die gehandelt werden.
    2. Das Depotkonto mit Flatrate:Hier entfallen die Gebühren für Order. Dafür zahlt der Anleger einen bestimmten jährlichen Betrag für die Depotführung, die Höhe richtet sich nach dem Vermögen. Mit einer Internet-Flatrate vergleichbar können Sie so beliebig viele Order platzieren, ohne für diese Gebühren zahlen zu müssen. Das Depotkonto mit Flatrate wurde von Experten unterschiedlich bewertet. Oftmals lohnt es sich erst ab einer relativ hohen Zahl von Ordern im Jahr.
    3. Das Depotkonto mit Festgebühren:Bei dieser Variante fallen zwar Gebühren für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren an. Diese aber richten sich nicht nach der bewegten Summe – für jede Order werden Fixpreise berechnet.

    Wer kann ein Depotkonto eröffnen?

    Ein Depotkonto kann prinzipiell jeder eröffnen. Voraussetzungen sind zum einen die Volljährigkeit und die Geschäftsfähigkeit. Zum anderen sollten Sie natürlich Kapital zur Einlage mitbringen. Manche Finanzdienstleister koppeln die Eröffnung eines Depotkontos darüber hinaus an eine Schufa-Auskunft.

    Wie eröffne ich ein Depotkonto?

    Ein Depotkonto eröffnen Sie bei einer Filialbank, Direktbank oder bei einem Online-Broker. Die Gebühren unterscheiden sich dabei von Angebot zu Angebot, sodass sich der Vergleich der Konditionen in allen Fällen lohnt. Neukunden und Wechsler können besonders profitieren: Banken locken mit Free Trades oder einer Gratis-Depotverwaltung für das erste Vertragsjahr.

    Was leistet ein Depotkonto?

    Ein Depotkonto ermöglicht Ihnen, ein Depot zu führen. Unter einem Depot versteht man die Verwahrung von Wertpapieren – also Aktien, Anleihen und verschiedenen anderen – bei einer Bank oder einem anderen Finanzdienstleister. Für die Kontoführung erheben die Institute in der Regel ein bestimmtes Entgelt. Die Höhe hängt von den Einlagen ab.

    Was kostet ein Depotkonto?

    Die Gebühren und Kosten für ein Depotkonto sind bei jeder Bank unterschiedlich gelagert. Daneben hat auch die Anlagesumme einen Einfluss auf die jährlichen Kosten. Verschiedene Finanzdienstleister bieten sogenannte Flatrates an. Dabei fallen etwa keine Gebühren für den Kauf und Verkauf von Aktien an. Dafür aber berechnet die Bank ein Entgelt für die Verwahrung der Wertpapiere.

    Wie kann ich Geld auf ein Depotkonto überweisen?

    Sie können mit einem normalen Überweisungsformular Geld für den Kauf und Verkauf von Aktien überweisen. Das ist auch online möglich. Überwiesen wird jedoch nicht direkt auf das Depotkonto, sondern auf das sogenannte Verrechnungskonto. Dieses dient dazu, Erlöse von Aktienverkäufen und Ausgaben für Aktienkäufe zu verwalten. Darüber hinaus werden Gebühren in der Regel über das Verrechnungskonto abgerechnet.

    Wie kündige ich ein Depotkonto?

    Sind die Kosten für Ihr Depotkonto zu hoch? Haben Sie durch den Vergleich ein besseres Angebot bei einem Broker gefunden? Dann sollten Sie Ihr Depotkonto kündigen bzw. übertragen. Bei letzterem gilt: Ein Depotumzug muss kostenlos sein – Banken dürfen dafür keine Gebühren verlangen. Wenn Sie bereits einen neuen Anbieter gefunden haben, ist der Umzug eine Standardoption bei der Einrichtung des neuen Depots. Wollen Sie das Depot nur kündigen, so informieren Sie Ihre Bank darüber postalisch. Wichtig ist: Die Kündigung muss in der Regel schriftlich und per Post erfolgen. Beachten Sie darüber hinaus eventuelle Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen.

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