Tagesgeldzinsen

Tagesgeld: So finden Sie attraktive Angebote

Tagesgeld ist neben Festgeld und dem klassischen Sparbuch eine der gebräuchlichsten Anlageformen. Im TopTarif-Ratgeber erfahren Sie, wann sich Tagesgeld lohnt und was ein gutes Tagesgeldkonto ausmacht. Zudem haben wir Ihnen die wichtigsten Fragen und Antworten für einen schnellen Überblick aufgelistet.

Das Wichtigste zusammengefasst
  • Tagesgeld unterliegt in Deutschland und der gesamten Europäischen Union der Einlagensicherung.
  • Die Zinsgutschrift erfolgt in der Regel jährlich oder quartalsweise, selten monatlich.
  • Neukunden können von speziellen Tagesgeldangeboten profitieren.
Inhaltsverzeichnis

    Tagesgeld: Mit einem Vergleich holen Sie mehr heraus

    Tagesgeld bezeichnet eine Form der Geldanlage, die unter Privatpersonen recht verbreitet ist und von vielen Banken angeboten wird. Um Tagesgeld anzulegen, benötigen Sie ein sogenanntes Tagesgeldkonto. Dabei handelt es sich um ein verzinstes Konto, das im Unterschied zum Festgeldkonto über keine festgelegte Laufzeit verfügt. Der Kontoinhaber kann so in beliebiger Höhe und täglich über das Guthaben verfügen. In Deutschland unterliegt Tagesgeld der Einlagensicherung. Bei einem Tagesgeldkonto handelt es sich in der Regel um ein sogenanntes „Guthabenkonto“. Das bedeutet, dass es nicht überzogen werden kann. Zudem ist das Konto nicht im allgemeinen Zahlungsverkehr einsetzbar. In den meisten Fällen ist das Tagesgeldkonto an ein „Referenzkonto“ (oftmals ein normales Girokonto) gekoppelt. Zinsen werden beim Tagesgeld in von der Bank bestimmten Abständen gutgeschrieben. Der Zinssatz, der auf das Tagesgeld gilt, variiert von Bank zu Bank und Angebot zu Angebot. Während bei einer Festgeldanlage ein bestimmter Zinssatz für die Dauer der Laufzeit festgesetzt ist, kann der Zinssatz beim Tagesgeld von der Bank jederzeit angepasst werden. Zudem unterscheiden sich die Angebote der Banken unter anderem in der Höhe der Gebühren, die für das Führen des Kontos erhoben werden. Aus diesem Grund lohnt sich ein Tagesgeld-Vergleich, um das meiste aus dieser Anlagenform herauszuholen.

    Zinssatz und Zinsgutschrift beim Tagesgeld

    Bei einem Tagesgeldkonto gibt es keinen Zinssatz, der für eine bestimmte Dauer festgesetzt wird. Einzig für Neukunden gibt es von manchen Anbietern einen garantierten Zinssatz für eine bestimmte Anlagedauer – je nach Bank beträgt diese Garantieperiode zwischen drei Monaten und einem Jahr. Ansonsten gilt: Die Bank kann den gewährten Zinssatz tagesaktuell an die Entwicklung des Leitzinses anpassen. Das unterscheidet das Tagesgeld vom Festgeld: Bei letzterem garantiert Ihnen das Geldinstitut für die Laufzeit des Festgelds einen bestimmten Zinssatz. Jedoch ist es Ihnen nicht möglich, während der Laufzeit eines Festgeldkontos auf das Geld zuzugreifen – zumindest nicht ohne deutliche Renditeeinbußen. Beim Tagesgeld dagegen können Sie jederzeit auf Ihr Geld zugreifen. Diese Freiheit „erkaufen“ Sie sich mit dem variablen Zinssatz. Der bei einem Tagesgeldkonto gewährte Zinssatz ist gemeinhin auf ein Jahr gerechnet, was mit der Abkürzung „p.a.“ („per annum“ – pro Jahr) angegeben wird.

    Intervall der Zinsgutschriften beim Tagesgeld

    Der Anbieter des Tagesgeldes legt fest, in welchen Abständen die Zinsen dem Konto gutgeschrieben werden. In der Regel geschieht das jährlich oder quartalsweise, bei manchen Anbietern werden Zinsen sogar jeden Monat gutgeschrieben. Je häufiger die Tagesgeld-Zinsen gutgeschrieben werden, desto stärker wirkt sich der Zinseszins-Effekt auf Ihr Tagesgeld aus. „Zinseszins“ bezeichnet die Zinsen, die Sie mit bereits gutgeschriebenen Zinsbeträgen erwerben.

    Tagesgeld-Rechenbeispiel:
    • Sie legen 100.000 Euro bei einem Zinssatz von fünf Prozent (p.a.) an. Die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben.
    • Nach einem Monat erhalten Sie ein Zwölftel des Jahreszinses – rund 417 Euro – gutgeschrieben.
    • Im kommenden Monat werden Ihnen Zinsen für den Gesamtbetrag von 100.417 Euro gutgeschrieben.
    • Für die 417 Euro an Zinsen fallen somit im darauffolgenden Monat Zinseszinsen in Höhe von rund 1,73 Euro an.

    Der zusätzliche Betrag wirkt im ersten Moment nicht sonderlich hoch, der Effekt der Zinseszinsen verstärkt sich aber Monat für Monat. Aus diesem Grund wird Tagesgeld mit monatlichen Zinsen von vielen Anbietern gerne als Anlageform gewählt.

    Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

    Der bei einem Tagesgeldkonto gewährte Zinssatz richtet sich nach dem Leitzins der europäischen Zentralbank, genauer: nach dem sogenannten Hauptrefinanzierungssatz. Derzeit (Stand: September 2016) liegt der Hauptrefinanzierungssatz bei 0,00 Prozent, dementsprechend niedrig sind auch die Zinssätze, die auf Tagesgeld, Festgeld oder ein Sparkonto gewährt werden. Auf dem Markt finden sich derzeit Angebote mit Zinssätzen zwischen ca. 0,2 und 1,1 Prozent. Um Ihnen eine Orientierung zu bieten, finden Sie hier ausgewählte Durchschnittszinssätze für Tagesgeld (ohne Berücksichtigung des Zinseszins-Effekts).

    Durchschnittszinssätze für Tagesgeld
    • Sommer 2008: 4,3 Prozent
    • Sommer 2009: 2,0 Prozent
    • Sommer 2010: 1,5 Prozent
    • Sommer 2011: 1,8 Prozent
    • Sommer 2012: 1,6 Prozent
    • Seit Sommer 2013: 1,0 Prozent und weniger

    Die gesamte Finanzwirtschaft befindet sich derzeit – etwa seit dem Jahr 2013 – in einer Niedrigzinsphase. Aus diesem Grund sind beispielsweise Bausparkredite derzeit sehr günstig und lohnenswert, jedoch sind Geldanlagen weniger profitabel als noch vor einigen Jahren. Das betrifft alle Formen der Geldanlage, die für Privatpersonen ohne hohes Risiko nutzbar sind. Trotzdem können Anleger durch den Tagesgeld-Vergleich weiterhin Angebote finden, die profitabel sind und eine relativ hohe Verzinsung bieten.

    Zinsen berechnen beim Tagesgeld – ein Beispiel

    Zinsen werden Ihrem Anlagebetrag je nach Intervall der Verzinsung monatlich, quartalsweise oder jährlich gutgeschrieben. Bietet Ihnen Ihre Bank beispielsweise einen Zinssatz von 1,0 Prozent (p.a.) und schreibt Zinsen jeden Monat gut, so erhalten Sie monatlich ein Zwölftel des jährlichen Zinsbetrags gutgeschrieben. Für das folgende Rechenbeispiel gehen wir von einer Anlagesumme von 50.000 Euro, einem Zinssatz von 1,0 Prozent und einer monatlichen Verzinsung aus.

    Zinsbeispiel
    • Nach einem Monat: Rund 41,70 Euro Zinsen werden gutgeschrieben.
    • Nach einem Jahr haben sich insgesamt 509,31 Euro an Zinsen angesammelt.
    • Nach fünf Jahren ist Ihr Vermögen – bei gleichbleibendem Zinssatz und mit Zinseszins– um rund 2.562 Euro gewachsen.

    Tagesgeldkonto-Vergleich: So holen Sie das Meiste aus Ihrem Geld heraus

    Tagesgeld wird von verschiedenen Banken und Finanzdienstleistern zu unterschiedlichen Konditionen angeboten. Die Verzinsung Ihres Tagesgeldes richtet sich – in vielen Fällen tagesaktuell – nach den geltenden Geldmarktzinsen. So profitieren Sie direkt von hohen Leitzinsen, ebenso wirken sich aber auch niedrige Leitzinsen auf den Ertrag Ihres Tagesgeldkontos aus. Auch in einer Niedrigzinsphase können Sie aber mit einem geschickten Tagesgeldvergleich eine relativ hohe Rendite erzielen. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Vergleich von Tagesgeldkonten achten sollten.

    Was unterscheidet Tagesgeld-Anbieter?

    Anbieter von Tagesgeld unterscheiden sich in zahlreichen Punkten voneinander. Für eine Optimierung Ihrer Gewinne sind die folgenden Aspekte relevant.

    Aspekte beim Tagesgeld-Vergleich
    • Gibt es Neukundenboni (etwa Startguthaben oder Bonus bei Depotwechsel)?
    • Gibt es einen garantierten Aktionszins für Neukunden?
    • Wie lange wird der Aktionszins garantiert?
    • Fallen Gebühren für das Tagesgeld an?
    • In welchem Intervall werden die Zinsen gutgeschrieben?
    • Ist die Führung des Tagesgeldkontos an die Eröffnung eines Depots oder Girokontos bei der selben Bank gekoppelt?
    • Gibt es Mindest- bzw. Maximaleinlagen?
    • Handelt es sich um Tagesgeld mit Einlagensicherung?

    Wenn Sie diese Faktoren beim Vergleich der Konditionen im Hinterkopf behalten, können Sie besonders hohe Rendite erzielen – und dennoch ist höchste Sicherheit beim Tagesgeld garantiert. Positiv für Kleinanleger ist zudem, dass Tagesgeld ohne Mindesteinlage inzwischen von zahlreichen Banken angeboten wird. Darüber hinaus gibt es spezielle Angebote, die sich an bestimmte Bevölkerungsgruppen richten, etwa Tagesgeld für Studenten oder Minderjährige.

    Regelmäßiger Tagesgeldkonto-Vergleich: Profitieren Sie von Neukundenboni

    Beim Tagesgeld mit Bonus für Neukunden und beim Tagesgeld mit Startguthaben kassieren Sie als Anleger richtig ab. Die Bank, bei der Sie als Neukunde das Tagesgeldkonto eröffnen, zahlt Ihnen für diese Eröffnung eine Prämie. Von Girokonten kennen Sie diese Prämien von vielen Banken, bei Anbietern von Tagesgeld funktioniert der Neukundenbonus ähnlich.

    Drei Modelle haben sich beim Tagesgeld mit Startguthaben etabliert:
    1. Sie erhalten das Startguthaben bei Kontoeröffnung – ohne weitere Bedingungen.
    2. Sie erhalten den Bonus, wenn Sie Ihr Tagesgeld von einem anderen Tagesgeldkonto transferieren – der Bonus wird also ausgezahlt, wenn Sie Ihren Tagesgeld-Anbieter wechseln.
    3. Sie erhalten einen Neukundenbonus ab einer bestimmten Anlagesumme.

    In allen Varianten ist der Bonus für Neukunden ein attraktives Angebot. Aufgrund der sehr niedrigen Zinsen gibt es derzeit (Stand: September 2016) keine Angebote von Tagesgeld mit Startguthaben. Die Direktbanken, die mit diesem Bonus Neukunden lockten, lassen die Aktion derzeit pausieren. Achten Sie bei zukünftigen Vergleichen von Tagesgeld-Angeboten auf neue Boni und Prämien!

    Tagesgeld mit höheren Zinsen für Neukunden

    Gerade in Zeiten niedriger Zinssätze lohnen sich die Aktionszinsen für Neukunden ganz besonders. Dabei erhalten Sie als Neukunde für einen begrenzten Zeitraum höhere Zinsen auf Ihre Einlagen. Zumeist werden solche Aktionszinsen für die ersten drei bis zwölf Monate gewährt. Ihre Höhe variiert natürlich von Anbieter zu Anbieter. Derzeit liegen Aktionszinsen für Tagesgeld bei bis zu 1,2 Prozent, während der „normale“ Zinssatz bei 0,2 bis 0,5 Prozent liegt (Stand: September 2016). Für die jetzige Niedrigzinsphase wie für die Zukunft gilt somit: Achten Sie beim Vergleich auf Angebote mit hohen Aktionszinsen! Ein weiterer Vorteil solcher Tagesgeldkonten: Während der Zinssatz beim Tagesgeld in der Regel jederzeit von der Bank angepasst werden darf, haben Sie bei Aktionszinsen eine garantierte Zinshöhe – zumindest für einen gewissen Zeitraum. Darum kann es sich lohnen, regelmäßig den Anbieter seines Tagesgeldes zu wechseln. So profitieren Sie über einen längeren Zeitraum von Aktionszinsen.

    Tagesgeld ohne Gebühren und ohne Girokonto

    Tagesgeld ohne Girokonto und ohne Gebühren bedeutet, dass Sie beim betreffenden Kreditinstitut weder Gebühren für das Tagesgeldkonto zahlen noch ein Girokonto eröffnen müssen, das an das Tagesgeld gekoppelt ist. Der Vorteil: Ihre Rendite erhöht sich, da keine Verwaltungskosten anfallen. Wenn Sie auf der Suche nach Tagesgeld ohne Gebühren sind, achten Sie nicht nur auf die Kontoführungsgebühren, sondern berücksichtigen Sie auch folgende Punkte.

    Gebührenaspekte beim Tagesgeld
    • Kosten Kontobewegungen zusätzliche Gebühren?
    • Gibt es die Möglichkeit, das Konto kostenlos online zu verwalten?
    • Kostet die Abhebung von Geld an Geldautomaten zusätzliche Gebühren?
    • Fallen Gebühren für das Auflösen des Kontos an?

    Üblich sind in der Regel Gebühren für das Geldabheben an Geldautomaten. Nur wenige Kunden heben jedoch am Bankautomaten Guthaben vom Tagesgeldkonto ab, sodass diese Gebühren nur selten ins Gewicht fallen.

    Schufa-Score

    Gibt es Tagesgeld ohne SCHUFA?

    Prinzipiell wirken sich SCHUFA-Einträge nicht auf die Möglichkeit aus, ein Tagesgeldkonto zu eröffnen. Tagesgeld wird als reines Guthabenkonto geführt. Sie können das Konto nicht überziehen, deshalb müssen Banken keinen „Risikocheck“ durchführen. Aber: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Kreditinstitut Ihnen die Eröffnung verweigert. In diesem Fall gilt: Suchen Sie einen anderen Anbieter, der vergleichbar gute Konditionen für Tagesgeld bietet. Im Übrigen hat die Eröffnung von mehreren Tagesgeldkonten ebenfalls keinen Einfluss auf Ihren SCHUFA-Score.

    Was ist beim Eröffnen eines Tagesgeldkontos zu beachten?

    Beim Eröffnen eines Tagesgeldkontos muss der Anleger in der Regel einen Wohnort in Deutschland nachweisen (zumeist mit Meldebescheinigung), seine Identität belegen und ein Referenzkonto nennen. Als Referenzkonto dient meist ein Girokonto. Darum ist es in den meisten Fällen nicht möglich, ein Konto für Tagesgeld ohne Wohnsitz in Deutschland zu eröffnen, da ein Wohnsitz in Deutschland bei vielen Banken zu den Voraussetzungen gehört, um ein Girokonto zu eröffnen. Wenn Sie Ihren Wohnsitz im EU-Ausland haben, können Sie bei einer in der EU tätigen Bank ein Tagesgeldkonto eröffnen. Innerhalb der EU profitieren Sie von der Einlagensicherung, sodass Sie damit eine sichere Anlagenform nutzen können. Beim Eröffnen eines Tagesgeldkontos weisen Sie Ihre Identität zumeist über Postident nach. Es gibt aber auch Tagesgeld ohne Postident: Webident und Videoident sind alternative Verfahren, die von Direktbanken genutzt werden.

    Alternativen zu Tagesgeld: Welche gibt es?

    Soll ich Festgeld oder Tagesgeld für mein Kind anlegen? Lohnt sich Sparen mit Tagesgeld noch? Die wichtigsten Alternativen stellen wir Ihnen im Folgenden kurz vor:

    Was bringt mehr: Tagesgeld oder Festgeld?

    Häufig stellt Festgeld die Alternative zum Tagesgeld dar. In der Regel gewähren Banken leicht höhere Zinssätze auf Festgeld. Der Nachteil dieser Anlageform ist bekannt: Beim Festgeld haben Sie für die vertraglich vereinbarte Zeit keinen Zugriff auf Ihr Geld. Tagesgeld dagegen ist täglich kündbar. Die Entscheidung für oder gegen Tagesgeld lässt sich somit auf eine Frage reduzieren: Wie wichtig ist Ihnen Flexibilität? Wenn Sie auf die Einlagen über einen längeren Zeitraum verzichten können, ist Festgeld in vielen Fällen eine gute Lösung. Bei einem Festgeldvergleich finden Sie den besten Anbieter mit den höchsten Zinsen!

    Bausparen als Alternative zum Tagesgeld?

    Ein Bausparvertrag setzt sich aus einem Spar- und einem Darlehensvertrag zusammen und verfügt über feste Laufzeiten. Zu Beginn des Vertrags setzen Sie ein Sparziel fest und zahlen in den folgenden Jahren auf das Bausparkonto ein, bis das Ziel erreicht ist. Die Sparphase endet damit und die Darlehensphase beginnt: Sie können nun über Ihren Sparbetrag plus die zuvor vereinbarte Darlehenssumme verfügen. Darauf muss jedoch nicht der Erwerb einer Immobilie folgen. Bausparverträge können auch zum Geldsparen „zweckentfremdet“ werden. Das ist unter bestimmten Bedingungen dem Tagesgeld vorzuziehen.

    Wann ist Bausparen besser als Tagesgeld?
    • Sie wissen, dass Sie das Guthaben bis zum Ende der Sparphase nicht benötigen
    • Ihnen werden hohe Zinsen in der Sparphase geboten
    • Sie können die Sparrate einhalten

    In der Regel aber ist der Zinssatz, der Ihnen auf Ihr erspartes Guthaben gezahlt wird, niedriger als etwa bei Festgeldanlagen. Jedoch lohnt sich auch hier der Vergleich. Darüber hinaus gilt auch beim Bausparen: Sofern Sie auf Flexibilität verzichten können, ist Bausparen eine Alternative zum Tagesgeld.

    Wie sicher ist Tagesgeld?

    Tagesgeld unterliegt in Deutschland und der gesamten Europäischen Union der Einlagensicherung. Seit dem Jahr 2010 beträgt die vorgeschriebe Einlagensicherungsgrenze in der EU 100 Prozent der Einlagensumme. Diese Einlagensicherung ist jedoch gedeckelt, maximal ist eine Summe von 100.000 Euro gesichert. Das bedeutet, dass Ihre Einlagen bis zu dieser Höhe garantiert sicher sind, sofern Ihre Bank ihren Hauptsitz in einem EU-Land hat.

    Wann wird Tagesgeld verzinst bzw. ausgezahlt?

    Wann Tagesgeld verzinst wird, hängt von den Konditionen des jeweiligen Kontos ab. Die Zinsen werden entweder monatlich, quartalsweise oder jährlich gezahlt. Der Zinssatz für das Tagesgeld wird unabhängig davon für ein Jahr Anlagezeit angegeben. Abgekürzt wird das mit dem Zusatz „p.a.“ (per annum = pro Jahr). Tagesgeld können Sie sich jederzeit auszahlen lassen. Im Unterschied zum Festgeld gibt es bei Tagesgeld keine festgelegte Laufzeit.

    Wer zahlt die höchsten Zinsen für Tagesgeld?

    Die Höhe der Zinsen für Tagesgeld richtet sich nach dem Leitzins der Europäischen Zentralbank. Da der Leitzins derzeit sehr niedrig ist, sind auch die Zinsen für Tagesgeld niedrig. Anleger können höhere Rendite erzielen, wenn Sie Aktionszinsen in Anspruch nehmen und regelmäßig den Anbieter für Tagesgeld wechseln.

    Wann steigen die Tagesgeldzinsen?

    Die Zinsen für Tagesgeld steigen, wenn sich der von der Europäischen Zentralbank festgelegte Hauptrefinanzierungssatz erhöht. Der Hauptrefinanzierungssatz gehört zu den sogenannten Leitzinsen. Derzeit liegt der Hauptrefinanzierungssatz bei 0,00 Prozent (Stand: September 2016), sodass auch die Zinsen für Tagesgeld niedrig sind.

    Was ist Tagesgeld plus?

    Bei Tagesgeld plus handelt es sich zunächst um einen Werbebegriff, der von verschiedenen Banken unterschiedlich ausgelegt wird. In der Regel bedeutet Tagesgeld plus eine Veränderung der Zinshöhe ab einem bestimmten Anlagebetrag: Wenn Sie Ihre Bank wechseln und Ihre Einlagen auf ein neu eröffnetes Tagesgeldkonto übertragen, erhalten Sie beispielsweise ab einem Betrag von 50.000 Euro höhere Zinsen für Ihr Tagesgeld. Derzeit bedeutet das aufgrund der niedrigen Zinsen jedoch keinen großen Gewinn – die comdirect-Bank beispielsweise bietet Tagesgeld plus mit einem Zinssatz von 0,01 Prozent bis 50.000 Euro Einlage und noch niedrigeren 0,00 Prozent ab 50.001 Euro (Stand: September 2016).

    Tagesgeld-Festgeld

    Was ist besser: Tagesgeld oder Festgeld?

    Diese Frage ist nicht allgemein zu beantworten, sondern hängt von der persönlichen Situation des Anlegers ab. Bei Festgeld werden in der Regel geringfügig höhere Zinsen als bei Tagesgeld gezahlt. Zudem kann sich der Anleger sicher sein, diese Zinsen für die vereinbarte Anlagedauer zu erhalten. Bei Tagesgeld dagegen gibt es keine festgelegte Anlagedauer, Anleger können jederzeit auf Ihre Einlagen zugreifen. Der gezahlte Zinssatz ist auch nicht fixiert, sondern wird von der Bank regelmäßig geldmarktnah festgelegt.

    Was ist der Unterschied zwischen Tagesgeld und Sparbuch?

    Im Unterschied zum Tagesgeld zählen Sparbücher zu den sogenannten Spareinlagen. Während Sie Tagesgeld jederzeit abheben können und es keine Kündigungsfristen gibt, haben Sparbücher in der Regel eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Tagesgeld bietet zudem zumeist eine höhere Verzinsung als ein Sparbuch.

    Was bringt mehr: Tagesgeld oder Bausparen?

    Im Unterschied zum Tagesgeld ist beim Bausparvertrag ein bestimmter Zinssatz für die Dauer der Sparphase (bzw. einen Teil der Sparphase) festgelegt. Zumeist aber sind diese Zinssätze niedriger als beim Tagesgeld. Sofern Sie einen Bausparvertrag mit höheren Zinsen als beim Tagesgeld finden, kann sich die Anlage per Bausparvertrag lohnen – vorausgesetzt, dass die niedrigere Liquidität kein Problem darstellt.

    Kreditkarte

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    Wer heutzutage für seine Kreditkarte noch Geld bezahlt, zahlt jeden Cent zu viel: Kostenlose Kreditkarten sind mittlerweile weit verbreitet.

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