Tagesgeld: Deutschlands beliebteste Geldanlage

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Tagesgeld vereint einen relativ hohen Zinssatz mit hoher Flexibilität – gerade in Zeiten niedriger Zinsen eine beliebte Kombination. Unser Tagesgeldvergleich informiert Dich über die Geldanlage Tagesgeld, aktuelle Anbieter und die Zinsen für Tagesgeld. Dazu erhältst Du Tipps, wie Du Deine Erträge optimieren kannst.

Tagesgeldkonto eröffnen und Geld für Monate oder Jahre bequem parken

Derzeit (Stand: März 2016) liegen die Zinssätze zwar vergleichsweise tief, doch eine Geldanlage bleibt damit immer noch attraktiv und belohnt Sparer. Die einfachste und zugleich flexibelste Geldanlage der Deutschen ist das Tagesgeld (auch bekannt als Tagegeld). Ein Tagesgeldkonto ist ein bei einer Bank eröffnetes, verzinstes Konto. Im Unterschied zum sogenannten Festgeld oder Termingeld hat das auf dem Konto angelegte Tagesgeld keine fixe Laufzeit: Der Kontoinhaber kann jederzeit über sein gesamtes Guthaben verfügen. Die Flexibilität gibt es allerdings auch auf Seiten der Zinshöhe: Bei einem Tagesgeldkonto geben Banken in der Regel keine Zinsgarantie. Anders gesagt: Die Höhe des Zinssatzes ist nicht festgeschrieben, sondern veränderlich. Allerdings bieten einige Banken Tagesgeld mit einer zeitlich befristeten Zinsgarantie. Zumeist handelt es sich aber um eine relativ kurze Zinsgarantie. Beispielsweise werden 1,2 Prozent Zinsen für das erste Jahr oder die ersten drei Monate garantiert, anschließend sinkt der Zinssatz auf den marktüblichen Wert. Anbieter richten sich mit solchen Konditionen zumeist an Neukunden, um sie für sich zu gewinnen. Obwohl die Zinsen nach der ersten Zinsgarantie sinken, ist ein solches Angebot für Tagesgeld dennoch eine lohnenswerte Geldanlage. Beim Tagesgeld erfolgt die Zinsgutschrift nach einem in den Konditionen festgeschriebenen Zeitraum.

Was ist beim Tagesgeld-Vergleich zu beachten?

Wer auf der Suche nach einem optimalen Tagesgeldkonto ist, sollte einige Punkte beim Vergleich der Angebote und Anbieter berücksichtigen. Ein entscheidender Punkt bei der Wahl des richtigen Geldinstituts ist die ausreichende Einlagensicherung. So sollte die Wunschbank zumindest 100.000 Euro Einlagensicherung gewähren. Banken aus Nicht-EU-Staaten bringen ein höheres Risiko mit sich: Sie unterliegen anderen gesetzlichen Regelungen. Auch kann fraglich sein, ob sie sich in einer Krise bewähren können. Daneben sollten Anleger die angebotenen Zinssätze genau beachten. Viele Banken bieten Neukunden weit überdurchschnittliche Zinssätze an. Diese Sonderzinsen gelten in der Regel nur für einen bestimmten Zeitraum: In der Regel beträgt diese Spanne drei bis zwölf Monate. Nach Ablauf dieser „Zinsgarantie“ wird der Zinssatz auf marktübliche Höhe gebracht – derzeit (Stand: März 2016) ist diese recht gering. Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft scheinbar verlockende Angebote mit einer sogenannten „unechten Zinstreppe“? Das bedeutet, dass der im Angebot genannte hohe Zinssatz nicht auf den gesamten Anlagebetrag gewährt wird, sondern nur auf einen Teil. So kann ein scheinbar verlockendes Angebot wieder an Attraktivität verlieren. Da derzeit die meisten Neukundenangebote auf dem Tagesgeldmarkt ohne Gebühren für Kontoeröffnung und Kontoführung auskommen, sollten Kunden im Vergleich der Tagesgeld-Angebote auch auf derartige Nebenkosten achten. Solche Nebenkosten können aus einem scheinbar attraktiven Angebot ein nur durchschnittliches machen.


Angebote für Tagesgeld im Vergleich: Unterschiedliche Einlagensicherung

Kunden sollten im Blick behalten, dass in Deutschland nicht nur deutsche und EU-Banken Tagesgeldkonten anbieten. Wenn eine Bank ihren Sitz außerhalb Deutschlands und der EU hat, unterliegt die Einlagensicherung der jeweiligen Gesetzgebung ihres Sitzes. Das kann je nach Land mit schlechteren Bedingungen und Absicherungen für die Kunden einhergehen. Ausländische Banken bieten in letzter Zeit oft sehr attraktiv erscheinende Zinssätze für Tagesgeld. Anleger sollten jedoch vor der Entscheidung für ein solches Angebot die Einlagensicherung der Bank und die jeweiligen gesetzlichen Regelungen kontrollieren.

Tagesgeld oder Girokonto?

Konto© Coloures-pic / Fotolia.comIndem Du das Girokonto mit Tagesgeld vergleichst, kannst Du die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Kontoformen besser erkennen. Die erste Gemeinsamkeit: Sowohl auf das klassische Girokonto als auch auf das Tagesgeldkonto können Kunden jederzeit und ohne Beschränkung des Betrages zugreifen. Damit gibt es beim Tagesgeld naturgemäß auch keine Kündigungsfristen im üblichen Sinne. Kunden können theoretisch jederzeit den vollen angelegten Betrag auf ein anderes Konto transferieren. Womit der wichtigste Unterschied zwischen dem Tagesgeld und dem Girokonto genannt ist: Im Unterschied zum Girokonto ist das Tagesgeld eine Geldanlage und somit nicht dafür gedacht, den Zahlungsverkehr abzuwickeln. Daher kann eine Überweisung vom Tagesgeldkonto aus in der Regel nur auf ein sogenanntes Referenzkonto durchgeführt werden. Als Referenzkonto dient zumeist ein Girokonto. Viele Banken knüpfen die Eröffnung eines Tagesgeldkontos auch an die Eröffnung eines Girokontos beim gleichen Bankinstitut. Dieses dient dann sogleich als Referenzkonto. Auf Tagesgeld erhält der Anleger höhere Zinsen als auf ein Girokonto. Im Unterschied zum klassischen Girokonto kann das Tagesgeldkonto aber nicht überzogen werden; es gibt keinen Dispokredit.

Tagesgeld oder Festgeld?

Ersparnisse© cirquedesprit / Fotolia.comTagesgeld und Festgeld sind in Deutschland mit die beiden beliebtesten Einlagenformen mit hoher Sicherheit. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrer Flexibilität. Während Tagesgeld auf der Bank jederzeit wieder abgehoben und das Tagesgeldkonto jederzeit gekündigt werden kann, läuft Festgeld über einen festen Zeitraum: Der Kunde vereinbart mit seiner Bank eine feste Laufzeit und einen bestimmten Zinssatz. Erst nach Ablauf der Laufzeit steht das Geld dem Kunden wieder regulär zur Verfügung. Wenn der Anleger sich entscheidet, das Festgeld vor Fristablauf zu kündigen, so verliert er dadurch in der Regel die erwirtschafteten Zinsen. Im Unterschied zu Tagesgeld unterliegen die Zinsen bei Festgeld jedoch keinerlei Marktschwankungen: Die zu Anfang vereinbarten Zinsen bleiben über die Laufzeit von Leitzins und anderen Werten unberührt. Sich zwischen Tagesgeld und Festgeld zu entscheiden, ist nicht einfach: Ersteres bietet höchste Flexibilität, dafür jedoch niedrigere Zinsen. Letzteres bietet den besseren Zinssatz und ist Veränderungen des Leitzinses nicht unterworfen – doch dafür hat der Anleger für die festgeschriebene Laufzeit keinen Zugriff auf sein Vermögen. In Zeiten allgemein niedriger Zinsen hat Tagesgeld somit einen wichtigen Vorteil: Erhöhen sich die Zinsen, ist der Anleger nicht an den vereinbarten, niedrigen Zinssatz gebunden, sondern kann sein Geld sofort abheben und anderweitig anlegen. So können Inhaber eines Tagesgeldkontos jederzeit flexibel auf Veränderungen des Marktes reagieren und immer die beste Anlageform wählen. Tagesgeld wie Festgeld unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro.

Zinsen für Tagesgeld: Bank zahlt zu bestimmten Zeitpunkten

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Der in den Tagesgeld-Konditionen angegebene Zinssatz ist in der Regel der jährliche Zinssatz. Zumeist wird dies über die Abkürzung „p.a.“, also „per anno“ angegeben. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Zinsen immer jährlich gutgeschrieben werden. Jede Bank handhabt das anders: Bei manchen Geldinstituten erfolgt die Gutschrift monatlich, bei anderem zum Ende eines Quartals, wieder andere Banken schreiben ihren Kunden die Zinsen jährlich gut. Anleger können bei niedrigen Intervallen der Gutschrift stärker vom Zinseszins-Effekt profitieren. In der Regel bieten Tagesgeldkonten einen höheren Zinssatz als das traditionelle Sparbuch. Dafür gibt es drei Gründe:

  • Tagesgeldkonten sind zumeist reine Online-Konten. Dadurch reduzieren Banken ihre Verwaltungskosten und können günstigere Konditionen an ihre Kunden weitergeben.
  • Banken locken Anleger mit hohen Zinssätzen. Viele Geldinstitute bieten bei ihren Tagesgeldkonten anfänglich hohe Zinssätze. Diese gelten jedoch nur für die Anfangsphase und reduzieren sich anschließend teilweise deutlich.
  • Ein anderer Grund für die hohen Zinssätze liegt in einer weiteren Marketingstrategie von Banken: Die Eröffnung des Tagesgeldkontos ist nur zusammen mit der Eröffnung eines Depots oder eines Girokontos möglich. In diesem Fall gleichen Banken die hohen Zinsen mit entsprechenden Kontoführungsgebühren für das Girokonto aus.

Auf Tagesgeldzinsen werden Steuern fällig

Auch auf die mit Tagesgeld erwirtschafteten Zinsgewinne sind Steuern zu zahlen. Zum Einsatz kommt die Abgeltungssteuer. Ihre Höhe beträgt derzeit 25 Prozent. Neben der Abgeltungssteuer werden der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer erhoben. Anleger haben jedoch die Möglichkeit, einen sogenannten Freistellungsauftrag zu stellen: Erträge bis zu einer bestimmten Höhe werden dadurch von der Zahlung der Steuer freigestellt. Die Folge: Der Anleger kann geringfügig höhere Gewinne erzielen, da der Zinseszins-Effekt ohne steuerliche Beschränkung stärker zu Geltung kommt. Wenn kein Freistellungsauftrag gestellt wird, zahlt die Bank automatisch die Abgeltungssteuer auf die Zinserträge. Diesen Gewinn erhält der Anleger zwar voraussichtlich nach der Steuererklärung zurück – sofern er unter dem Freibetrag liegt –, jedoch „fehlt“ der Zinsgewinn auf dem Tagesgeldkonto; ein geringerer Zinseszins fällt an.

So optimierst Du Deine Erträge mit einem Tagesgeldkonto

Wer eine flexible, sichere und dennoch relativ ertragreiche Anlageform sucht, wird beim Tagesgeld fündig. Gerade die Anfangsphase eines Tagesgeldkontos bietet Neukunden oftmals weit überdurchschnittliche und marktuntypische Zinssätze. Nach Ablauf der Eingangsphase reduzieren sich die Zinssätze oft auf marktübliches Niveau. Aktive Anleger können die Flexibilität des Tagesgelds dazu nutzen, ihre Erträge zu erhöhen. Die Rede ist vom „Tagesgeld-Hopping“: Wer den Markt und sein Tagesgeldkonto im Blick behält, kann nach Ablauf der Hochzinsphase sein Konto schnell kündigen und wiederum ein attraktives und gut verzinstes Neukundenangebot in Anspruch nehmen. Diese Strategie empfiehlt sich jedoch nur Anlegern, die entsprechend Zeit für die Markbeobachtung aufwenden wollen. Auch ein Vergleich aktueller Tagesgeld-Angebote hilft beim Auffinden des besten Angebots. Online ist es schnell möglich, Tagesgeld einem Vergleich zu unterziehen. Mit nur wenigen Klicks erfahren Anleger, welche Konditionen die derzeit besten sind.

Die wichtigsten Infos zum Tagesgeld zusammengefasst

Was ist Tagesgeld?

Tagesgeld ist eine Form der Geldanlage. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Anleger flexibel auf sein Geld zugreifen kann. Es gibt beim Tagesgeld keine Kündigungsfristen. Dafür ist die Verzinsung flexibel und darf von der Bank tagesaktuell angepasst werden. Wie andere Geldeinlagen auch, ist Tagesgeld in der EU durch die gesetzliche Einlagensicherung abgesichert.

Was machen Banken mit Tagesgeld?

Für Banken sind Tagesgeldkonten eine gute Möglichkeit, das Kapital zu erhöhen. In diesem Sinne hat Tagesgeld für Banken die gleiche Funktion wie andere Einlagemöglichkeiten. Tagesgeld erhöht die sogenannte „Kernkapitalquote“ des Geldinstituts. Und im Idealfall verschafft das Tagesgeldkonto der Bank einen treuen und zuverlässigen Kunden.

Wann gibt es Zinsen bei Tagesgeld?

Zinsen auf Tagesgeld werden zu bestimmten Intervallen ausgezahlt. Die Intervalle unterscheiden sich von Bank zu Bank: Je nach Bank werden die Zinsen jährlich, halbjährlich, quartalsweise oder sogar monatlich ausgezahlt. Unabhängig davon, welche Konditionen die jeweilige Bank bietet, wird der Zinssatz beim Tagesgeld als Jahreszins („p.a.“) angegeben.

Wie berechnet man Tagesgeldzinsen?

Tagesgeldzinsen sind deutlich komplizierter zu berechnen als andere Zinsen. Das hat mit den verschiedenen Intervallen der Zinsberechnung und der variablen Einlagedauer zu tun. Auch die Notwendigkeit tagesgenauer Berechnung erhöht die Komplexität der Formel. Um Tagesgeldzinsen zu berechnen, sollte ein Tagesgeldzins-Rechner verwendet werden.

Wie wird Tagesgeld versteuert?

Wie andere Kapitelerträge sind auch die durch ein Tagesgeldkonto erwirtschafteten Zinsen steuerpflichtig. Es fällt die sogenannte Abgeltungssteuer an. Sie beträgt derzeit 25 Prozent. Zusätzlich werden der Solidaritätszuschlag und – sofern zutreffend – die Kirchensteuer erhoben.

Wie sicher ist Tagesgeld als Geldanlage?

Die Geldanlage Tagesgeld zählt zu den sichersten Anlageformen für Vermögen, bringt dafür aber auch – verglichen mit dem Aktienmarkt – recht geringe Rendite. Das angelegte Tagesgeld unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung. Die gesetzliche Einlagensicherung beträgt seit Juni 2009 in der Europäischen Union 100 Prozent der angelegten Geldsumme. Die in der EU gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung sieht jedoch einen Maximalbetrag von 100.000 Euro vor: Wer mehr Tagesgeld angelegt hat, erhält im Fall einer Bankenpleite vom Einlagensicherungsfonds in der Regel nur maximal 100.000 Euro zurück. Die Einlagensicherung übernimmt in Deutschland die „Entschädigungseinrichtung deutscher Banken“ (EdB). Alle Banken mit Sitz in Deutschland müssen der EdB angehören. Daneben gibt es in Deutschland weitere Einlagensicherungen für Tagesgeld und andere Anlageformen: Manche Bankengruppen haben eigene Einlagensicherungsfonds ins Leben gerufen und werben mit Sicherheit auch für höhere Beträge. So bieten manche Geldinstitute von sich aus eine Einlagensicherung für bis zu 250.000 Euro an. Vereinzelt ist der Maximalbetrag sogar noch höher: Tagesgeld ist bei einigen Banken bis zu einem Betrag von einer Million Euro abgesichert.

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