Als der Mensch gelernt hatte, das Feuer zu beherrschen, nutzte er es zur Energieerzeugung. Der Energieträger war ein regenerativer: Holz. Es wuchs schneller nach, als es verbrannt werden konnte. Mit der Industrialisierung begann der Mensch auf fossile Energieträger zurück zu greifen. Zunächst Kohle, dann Erdöl und Erdgas. Doch schon nach etwas mehr als 100 Jahren exzessiven Verbrauchs dieser Energieträger musste der Mensch erkennen, dass die Vorräte endlich sind. Eine dritte Energieform entwickelte sich, nachdem Otto Hahn, Fritz Straßmann und Lise Meitner die Kernspaltung entdeckt hatten. So lassen sich heute die Energieträger in drei Gruppen einteilen: Regenerative, fossile und atomare. Alle drei haben spezifische Vor- und Nachteile. Zu den regenerativen Energien zählen - außer nachwachsenden Pflanzen - vor allem Wasserkraft, Windkraft und Sonnenenergie sowie Erdwärme, Gezeiten und Biogas. Der Vorteil: Die Energie steht unbegrenzt zur Verfügung. Der Nachteil ist eine vergleichsweise geringe Energieausbeute.
Für fossile Energieträger spricht die hohe Energieausbeute. Allerdings sind Kraftwerke, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, hoch klimabelastend. Zudem sind die Quellen fossiler Energie bald erschöpft. Es bleibt die Kernenergie. Sie hat den Vorteil, dass sie im Normalfall das Klima am wenigsten belastet und ebenfalls eine sehr hohe Energieausbeute vorweisen kann. Allerdings sind die Probleme bei der Endlagerung des atomaren Abfalls noch immer nicht gelöst. Ein Störfall in einem Atomkraftwerk hätte außerdem weitaus schlimmere Folgen als die Havarie in einem Kohlekraftwerk. Abgesehen davon tun sich bei der Kernkraft inzwischen auch ähnliche Probleme wie bei den fossilen Energieträgern auf: der Energieträger Uran erweist sich als endlich. Die Lagerstätten dürften bald nach den Erdölfeldern erschöpft sein.