Ausstieg aus der Atomenergie
Ab 2020 heißt es: Atomkraft - Nein, danke!
Im Jahr 2000 hat die rot-grüne Bundesregierung beschlossen, keine weiteren Atomkraftwerke zu bauen und die bestehenden Atommeiler nach Ablauf ihrer gesetzlichen Laufzeiten abzuschalten. Gründe für diese Entscheidung waren unter anderem die noch nicht geklärte Frage der Endlagerung von Atommüll und die Sicherheitsproblematik. Atomkraftgegner befürchten hohe Risiken bei der Nutzung von Atomenergie durch mögliche Reaktorunfälle, einen Austritt von Radioaktivität in die Umgebung oder Unwägbarkeiten und Gesundheitsgefahren wegen der langen Strahlungsdauer von benutzten Brennelementen und Atommüll.
Der Atomstrom hat immer noch viele Befürworter
Eine gegensätzliche Position vertreten die Atomkraftbefürworter, die wegen der Rohstoffknappheit und der steigenden Preise auf dem Energiemarkt eine Verlängerung der Laufzeiten einfordern und dabei besonders den wirtschaftlichen Aspekt im Auge haben. Fragen der Sicherheit sind aus Sicht der Befürworter ausreichend geklärt. Außerdem gilt Atomstrom als besonders sauber, da bei dieser Art der Energiegewinnung sehr wenig Kohlendioxid ausgestoßen wird.
Umweltbewusste Verbraucher verändern den Strommarkt
Seit dem Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 sind viele Menschen sensibel für die Risiken der Kernenergie. Alternative Energien wie Windkraft, Sonnenenergie und Bioenergie werden in Deutschland besonders gefördert. Diese umweltfreundlichen Energieträger haben bereits einen beachtlichen Anteil auf dem Energiemarkt erobert. In den Alpenländern setzt man ebenfalls auf Wasserkraft und sanfte Energie, während Frankreich zu fast 80 Prozent von Atomstrom versorgt wird und von der Kernkraft abhängig ist. In Deutschland werben bereits viele Energieversorger mit Ökostrom. Umweltbewusste Verbraucher sind sogar bereit, einen höheren Preis für die Kilowattstunde zu bezahlen. Seit der Öffnung des Strommarktes kann man seinen Anbieter problemlos wechseln, sodass der Kunde selbst bestimmen kann, von welchem Unternehmen er Strom beziehen möchte.













