Wärmespeicher

Im weitesten Sinne ist ein Wärmespeicher ein Behälter mit einem Stoff, der thermische Wärme speichert. Man unterscheidet zwei grundlegende Speichertypen. Ein Stoffwärmespeicher enthält ein wärmespeicherndes Medium, zum Beispiel Wasser. Solche Heisswasser- oder Trinkwasserspeicher werden oft bei Solarkollektor-anlagen eingesetzt, um Wärme zu liefern, auch wenn die Sonne nicht scheint. Ausserdem ist in diesem Fall das Trägermedium Wasser gleichzeitig das Nutzmedium. Wird bei Stoffwärmespeichern Wärme entnommen, sinkt jedoch gleichzeitig die Temperatur des Speichermediums. Latente Wärmespeicher hingegen verändern ihre Temperatur bei Wärmeentnahme oder Zufuhr nicht, denn bei dieser Speicherart findet eine Wandlung im Aggregatzustand des Speichermediums statt. In Latentwärmespeichern werden in der Regel Salze oder Paraffin eingesetzt, die durch Erhitzen ihren Aggregatzustand, beispielsweise von fest zu flüssig, verändern und dabei sehr viel Wärmeenergie aufnehmen (die sogenannte Schmelzwärme). Beim Erstarren des Mediums wird die gleiche Wärmemenge dann wieder abgegeben. Latentwärmespeicher sind in der Investition deutlich teurer als Wasserwärmespeicher, bieten jedoch eine gleichmässigere Wärmeleistung. Ausserdem sind sie platzsparender.

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