TÜV-Zertifikate
Wer vergibt TÜV-Zertifikate für Ökostrom?
Ökostromprodukte werden von verschiedenen Gesellschaften des Technischen Überwachungsvereins (TÜV) zertifiziert. Grundlage der meisten Bewertungen ist die "VdTÜV-Basisrichtlinie Ökostromprodukte, Merkblatt 1304". Entsprechend der Richtlinie muss ein Ökostromprodukt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden. Dabei darf ein Anteil von maximal 50 Prozent aus umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stammen.
Welchen Mehrwert bieten TÜV-Zertifikate für die Umwelt?
Mit Blick auf den Mehrwert für die Umwelt sind für den TÜV zwei Kriterien zentral. So soll die Förderung der erneuerbaren Energien zum einen eine wesentliche Zielsetzung des Stromangebots und des Anbieters selbst sein. Zum anderen dürfen Preisaufschläge für Ökostromprodukte nicht zur Erhöhung der Einnahmen verwendet werden, sondern sollen der Förderung erneuerbarer Energien, sprich dem Neubau von Ökostrom-Kraftwerken zugutekommen. Die Erfüllung der Auflagen wird nach Vergabe des Gütesiegels jährlich überprüft. Auch die Informationspflicht der Versorger gegenüber dem Kunden wird kontrolliert.
Erfolgt die Vergabe der TÜV-Zertifikate einheitlich?
Die verschiedenen Gesellschaften zertifizieren teilweise nach unterschiedlichen Maßstäben. So hat beispielsweise der TÜV-SÜD vier eigene Kriterienkataloge, nach denen er entsprechende Zertifikate erteilt. Hinzu kommt, dass die inhaltliche Bandbreite der Zertifikate sehr groß ist. So werden z.B. auf der einen Seite nur einzelne Tarife, auf der anderen Seite ganze Unternehmen überprüft. Verbraucher müssen daher genau auf die Inhalte des ausgestellten Zertifikats achten. Unter anderem tragen vier der bekanntesten, unabhängigen Stromanbieter (Elektrizitätswerke Schönau, NaturStrom, LichtBlick und Greepeace Energy) ein TÜV-Siegel.













