RECS-Zertifikate
Wofür steht „RECS“?
Der Begriff RECS steht für „Renewable Energy Certificate System" und wurde um die Jahrtausendwende in zahlreichen europäischen Ländern eingeführt. Ziele des RECS sind die Förderung erneuerbarer Energien und eine Harmonisierung auf europäischer Ebene. Insgesamt handelt es sich um ein umfangreiches System für die Bilanzierung von Ökostrom und den internationalen Handel mit Herkunftsnachweisen.
Wofür werden RECS-Zertifikate vergeben?
Mit einem RECS-Zertifikat wird einem Erzeugungsunternehmen die Produktion von einer Megawattstunde Ökostrom für die entsprechende Anlage bestätigt. Dabei erfolgen sowohl die Ausgabe als auch die Entwertung der Zertifikate durch einen sog. „Issuing Body“, der für die Kontrolle des gesamten Zertifizierungssystems in einem bestimmten Gebiet (Domäne) zuständig ist. Stromerzeuger und andere Marktteilnehmer (Versorger, Energiehändler) haben zudem die Möglichkeit, die ausgestellten Zertifikate innerhalb des Systems international zu handeln.
Welche Kritik gibt es an RECS-Zertifikaten?
Gerade der Praxis des Handels mit RECS-Zertifikaten stehen Verbraucherschützer bislang sehr kritisch gegenüber. So lautet die zentrale Kritik, dass „Graustrom“ aus Kernkraft oder Kohle mittels RECS einfach und günstig in Ökostrom umetikettiert werden kann, ohne dass es zu einem nachhaltigen Nutzen für die Umwelt kommt. De facto findet lediglich ein Austausch im Erzeugungsmix der Handelspartner und keine physische Stromlieferung statt.













