Kraftwerksmanagement

Kraftwerksmanagement ist die wirtschaftliche und effiziente Verwaltung und Organisation eines Kraftwerkparks oder Grosskraftwerks. Damit ein Kraftwerk wirtschaftlich arbeitet, darf nur soviel Energie zugeführt werden, wie auch entnommen werden kann. Also muss im voraus abgeschätzt werden, wieviel Energie über einen gewissen Abrechnungszeitraum benötigt wird und wie auf eventuelle Bedarfsschwankungen oder Verlustausfälle am besten reagiert wird. Hierfür stehen verschiedene Regel- und Messeinrichtungen zur Verfügung, die die jeweilige Situation im Stromnetz steuern oder in sie eingreifen können. Zur Lastregelung (man unterscheidet hierbei zwischen Grundlast, Mittellast und Spitzenlast) stehen verschiedene Kraftwerkstypen zur Verfügung. Grundlastkraftwerke, die preisgünstig Strom erzeugen, aber dafür schwer regelbar sind, decken die Grundlast ab. Mittellastkraftwerke lassen sich über einen weiten Lastbereich leichter regeln, so dass sie ihre Leistung der Tagesgangsplanung (dem sogenannten Fahrplan) entsprechend anpassen können. Spitzenlastkraftwerke können sehr schnell grosse Mengen Strom erzeugen und werden somit eingesetzt, um plötzlich steigende Bedarfsspitzen (Lastspitzen) abzudecken. Ihre Betriebskosten sind allerdings sehr hoch, so dass Spitzenlastkraftwerke nur wenige Stunden pro Tag, etwa bei ungeplanten Stromschwankungen oder Ausfällen anderer Kraftwerke, zugeschaltet werden. Siehe auch Grundlast, Mittellast, Spitzenlast, Regelleistung und Fahrplan.

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