Das Höchstspannungsnetz ist eines von vier verschiedenen Stromnetzen, durch die der elektrische Strom von den Kraftwerken zu den Endverbrauchern transportiert wird. Generell gilt, dass die Transportverluste bei Strom desto geringer ist, je höher die Stromspannung ist. Also wird der von den Kraftwerken erzeugte Strom zuerst ins Höchstspannungsnetz eingespeist. Dieses ist ein reines Übertragungsnetz, hat eine Spannung von 220 oder 380 Kilovolt (oder 220,000 bzw. 380,000 Volt) und verteilt den Strom landesweit an Transformatoren, die ihn jeweils auf eine niedrigere Spannungsebene transformieren (verwandeln). Auf der Höchstspannungsebene sind die Stromleitungen auch über Kuppelleitungen ins internationale Stromaustauschnetz eingebunden. Die Spannung des Stroms im Höchstspannungsnetz wird dann Schritt für Schritt durch Transformatoren reduziert und der Strom zuerst in Hochspannungsnetz, dann ins Mittelspannungsnetz und zum Schluss ins Niederspannungsnetz verteilt.