Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien

Unter den erneuerbaren Energien versteht man laut der Definition des Bundesumweltamts regenerative Energiequellen – also solche, die sich nicht verbrauchen oder sich zumindest schneller regenerieren oder nachwachsen, als sie durch den Menschen verbraucht werden. Dabei spricht man auch von „grüner Energie“, womit gemeint ist, dass die erneuerbaren Energien keine schädlichen Umwelteinflüsse durch CO2-Ausstoß oder auch nuklearen Abfall verursachen, wie es die Kohlekraft und die Kernenergie tun.

Die erneuerbaren Energiequellen

Zu den erneuerbaren Energiequellen gehören laut EG-Richtlinie die erneuerbaren nichtfossilen Energiequellen Wind, Sonne, Erdwärme (Geothermie), Wellen- und Gezeitenenergie, Wasserkraft, Biomasse (das energetische Potenzial aus nachwachsenden Rohstoffen), Deponiegas, Klärgas und Biogas. Als problematisch gelten in der Öffentlichkeit insbesondere die Wind- und die Solarenergie, denn sie produzieren Energie nur abhängig von der Wetterlage. Lange gab es dabei keine adäquate Möglichkeit, die erzeugte Energie zu speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abzugeben. Mittlerweile gibt es jedoch auch hierfür Möglichkeiten, so zum Beispiel Pumpspeicherwerke. Auch der Aufbau eines Smart Grid und die Nutzung von intelligenten Stromzählern gehört zu den Innovationen der Zukunft. In Verbindung mit dem Ausbau der Stromnetze werden diese neuen Technologien maßgeblich zu der geplanten flächendeckenden Nutzung der erneuerbaren Energien und der sogenannten Energiewende beitragen.

Gutachten: Hundertprozentige Versorgung durch erneuerbare Energien bis 2050 möglich

Der Anteil der alternativen Energien an der Stromversorgung in Deutschland lag nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im Jahr 2010 bei knapp 17 Prozent. Die Windenergie trug dabei mit 6,2 Prozent am meisten bei, dicht gefolgt von der Biomasse mit 4,7 Prozent, der Wasserkraft mit 3,2 und zuletzt der Solarenergie mit 2,0 Prozent. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) ist sicher, dass bis zum Jahr 2020 mit 47 Prozent knapp die Hälfte der Stromproduktion in Deutschland durch die erneuerbaren Energien getragen werden könnte. Laut dem Gutachten "Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung" des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) ist bis 2050 eine hundertprozentige Versorgung durch erneuerbare Energien möglich.

Erneuerbare Energien: Langfristig CO2-freie Energieversorgung und Atomausstieg sichern

Die erneuerbaren Energien bieten die Möglichkeit, langfristig eine nahezu CO2-freie Energieversorgung sicherzustellen und den Ausstieg aus der Atomenergie zu ermöglichen, für deren hochradioaktiven Müll keine sichere Entsorgungsmöglichkeit besteht. Ein weiterer Aspekt ist das Ziel, aus der Abhängigkeit der aufgrund der Knappheit des Erdöls steigenden Ölpreise zu entkommen. Hierfür muss in den kommenden Jahren ein umfangreicher Netzausbau stattfinden und die Entwicklung und Errichtung von Stromspeichern vorangetrieben werden.

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