Elektrizität

elektrizität

Begriffserklärung und Einordnung

Das Wort Elektrizität ist ein physikalischer Überbegriff für verschiedene Erscheinungen, die durch elektrische Ladung entstehen. Dazu gehören unter anderem Blitze bei einem Gewitter oder aber auch der elektrische Strom. Die Bezeichnung Elektrizität stammt dabei vom dem griechischen Wort Elektron (Bernstein) und rührt daher, dass ein Bernstein in trockener Umgebung durch Reibung an bestimmten Stoffen wie Baumwolle elektrostatisch aufgeladen wird. Der englische Forscher William Gilbert beschäftigte sich mit diesem bereits seit der Antike bekannten Phänomen und kam um 1600 schließlich zu dem Begriff der Elektrizität.
Eine Eingrenzung des Elektrizitätsbegriffs ist kaum möglich. Zum Kernbereich der Eigenschaften der Elektrizität gehört jedoch der elektrische Strom, der aus dem Alltag heute nicht mehr wegzudenken ist. Die Stärke des elektrischen Stroms wird in der Einheit Ampere gemessen und beschreibt die Bewegung von Trägern elektrischer Ladung. Elektrische Ladungen in einem bestimmten Raum werden auch als elektrische Felder bezeichnet. Das mit der elektrischen Ladung verbundene Arbeitsvermögen ist die elektrische Spannung, die in der Größe Volt beschrieben wird.

Elektrische Arbeit

Zusammenhang mit Elektrizität wird auch häufig von elektrischer Arbeit gesprochen. Es handelt sich dabei um eine Energieform, die durch Elektrizität entstehen kann – wie zum Beispiel der elektrische Strom. Wer von einem Stromversorger Strom bezieht, muss dann für die geleistete elektrische Arbeit, also den gelieferten Strom, aufkommen. Bevor der Strom jedoch in die Haushalte gelangen kann, muss er zunächst über das Stromnetz von dem Ort seiner Erzeugung bis zum Endverbraucher transportiert werden. Unterschieden wird bei elektrischem Strom zwischen Gleich- und Wechselstrom. Während der stetig in eine Richtung fließende Gleichstrom für den Betrieb der meisten Haushaltsgeräte genutzt wird, wird der seine Richtung periodisch ändernde Wechselstrom unter anderem für den Betrieb der öffentlichen Stromversorgungsnetze benötigt. Mit der Stromfrequenz wird beim Wechselstrom schließlich die Zahl der vollständigen Perioden pro Sekunde angegeben, wobei zwischen Niedrig-, Hoch- und Mittelfrequenz unterschieden wird.

Unerwünschte Arten elektrischen Stroms

Trotz allem Nutzen ist Elektrizität in Form elektrischen Stroms nicht immer und vor allem nicht überall erwünscht. So gibt es auch den Ableitstrom, der als unerwünschter Strom aus einem intakten elektrischen Stromkreis direkt in die Erde abgeleitet wird. Da er auch durch den Körper eines Lebewesens in die Erde gelangen kann, wird er mitunter auch als Körperstrom bezeichnet. Auch der sogenannte Fehlerstrom gehört zu den unerwünschten Arten elektrischen Stroms. Als Fehlerstrom wir die Elektrizität bezeichnet, die beispielsweise durch eine fehlerhafte Isolierung nicht den gewünschten Weg einschlägt und unter Umständen zu gefährlichen Stromschlägen führen kann. Um solche Szenarien zu vermeiden, werden in gefährdeten Räumen wie dem Badezimmer sogenannte Fehlerstromschutzschalter verwendet.

Autostrom

Elektrizität in Form elektrischen Stroms kann, je nach Art der Erzeugung, emissionsfrei hergestellt und natürlich auch verbraucht werden. Diesen Vorteil gegenüber Kraftstoffen wie Benzin haben auch Autohersteller bereits für sich entdeckt und den Begriff des Autostroms erschaffen. Mit Autostrom wird elektrischer Strom bezeichnet, der für den Betrieb eines Automobils, einem sogenannten Elektroauto, genutzt wird. Das vielseitige Phänomen der Elektrizität kann auf diesem Weg nun auch den Betrieb des Automobils und somit in der Zukunft auch die gesamte Automobilbranche revolutionieren – wie bereits viele andere Branchen seit ihrer Entdeckung.

 

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