Windenergie ist eine indirekte Form der Sonnenenergie und kann deshalb als umweltfreundlich bezeichnet werden. Zudem ist Windenergie sehr ergiebig. Die Umsetzung der Windenergie in elektrische Energie geschieht heute in Windkraftanlagen, die verstärkt an Bedeutung gewinnen. Diese Windenergieanlagen können in allen Klimazonen, auf See, an der Küste, im Gebirge oder im Binnenland zur Stromgewinnung eingesetzt werden. Da Wind naturgemäß unstet ist, muss Strom aus Windenergie immer mit anderen Energiequellen kombiniert oder gespeichert werden. Schwankungen bei der Stromerzeugung durch Windkraft werden meist durch andere Kraftwerke ausgeglichen. Der Anteil der Windenergie an der Bruttostromerzeugung in Deutschland beträgt zurzeit 6,2 Prozent.
Ob sich die Nutzung von Windenergie wirtschaftlich rechnet, hängt unter anderem von der Windgeschwindigkeit am geplanten Standort und von den Kosten für die Anlage ab. Nicht zuletzt wirken sich auch der Strompreis und die Infrastruktur auf die Rentabilität aus. Rechneten sich früher vorwiegend Anlagen auf See oder in Küstennähe (sogenannte Offshore-Anlagen), so können sich durch die stetige Verbesserung der Technik heute auch Windkraftanlagen im Binnenland auszahlen. Auch der Endverbraucher profitiert: Diversen Studien zufolge sinkt für ihn der Strompreis, wenn viel Windenergie ins Netz eingespeist wird, denn die Stromanbieter sind gesetzlich verpflichtet, Strom aus Windkraft abzunehmen. Dieser ist zudem günstiger als herkömmlicher Strom. Nichtsdestotrotz wird die Umweltfreundlichkeit von Windenergie kontrovers diskutiert. Vor allem die fehlende wirtschaftliche Rentabilität älterer Anlagen wirft ein schlechtes Licht auf die Windenergie. Moderne Anlagen haben jedoch mit diesem Vorwurf nicht mehr zu kämpfen.