12. Dezember 2008 - Blackbox im Auto dokumentiert (Fahrverhalten und) Unfälle
Wer in Zukunft bereit ist, sich eine Blackbox im Auto installieren zu lassen, der spart bei der Kfz-Versicherung. In einem Pilotprojekt in Brandenburg werden die Autos von Fahranfängern mit dieser technischen Neuerung versehen. Damit soll das Fahrverhalten der jugendlichen Fahrer dokumentiert und Unfälle vermieden oder zumindest im Nachhinein analysiert werden.
Am Pilotprojekt beteiligte Kfz-Versicherer belohnen die Blackbox-Besitzer mit Kfz-Versicherungsrabatten. Laut der Signal Iduna lassen sich durch die Rabatte schon im ersten Jahr die Anschaffungskosten von 400 Euro für das Gerät wieder einsparen. Die Funktionsweise der Box ähnelt der einer Blackbox eines Flugzeuges. Sie dokumentiert einmal pro Minute die Position und die Strecke, die das Fahrzeug zurückgelegt hat, und ermittelt daraus die gefahrene Geschwindigkeit. Zusätzlich dient die Blackbox als Navigationsgerät und als Freisprecheinrichtung für das Handy.
Das brandenburgische Landesverkehrsministerium verspricht sich viel von diesem Pilotprojekt. Staatssekretär Rainer Bretschneider rechnet sogar damit, dass Fahrer mit diesem Gerät sich selbst disziplinieren. Schließlich wird jede Geschwindigkeitsübertretung detailliert dokumentiert.
Über ein Internetportal werden die so gesammelten Daten dann regelmäßig ausgewertet, allerdings nur für den Fahrer des Fahrzeuges. Nur bei einem Unfall ist geplant, die Daten auch für die Ermittler zugänglich zu machen.
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