Der Versicherungskonzern ARAG erwartet 2009 einen Gewinnsprung. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werde sich voraussichtlich verdoppeln, teilte ARAG Mitte der Woche in Düsseldorf mit. Im Vorjahr waren es 22 Millionen Euro. Dabei wurde auf eine Erholung der Aktienkurse und eine positive Marktentwicklung bei Unternehmensanleihen verwiesen. Im Gegenzug stieg der Aufwand im Arbeitsrechtsschutz in diesem Jahr deutlich an.
Nach den vorläufigen Zahlen steigerte ARAG die Beitragseinnahmen aus dem Versicherungsgeschäft leicht um etwa 0,5 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro. Der Wachstumsmotor des Familienkonzerns - das Rechtsschutzgeschäft im Ausland - wuchs um 2,8 Prozent auf 378 Millionen Euro und damit nicht so stark wie in den Vorjahren. In Deutschland gingen die Beitragseinnahmen im Rechtsschutzgeschäft der ARAG um 3,7 Prozent auf 305 Millionen Euro zurück.
Paul-Otto Faßbender (63), Enkel des ARAG- Gründers, will sich in fünfeinhalb Jahren vom Vorstandsvorsitz zurückziehen. Sein Vertrag war mit Wirkung zum 04.07. 2010 vor wenigen Tagen verlängert worden. «Mit 68 Jahren sollte ich dann Platz für eine neue, jüngere Unternehmensspitze machen - meine Frau zählt schon die Tage bis dahin», sagte er. Faßbender ist zugleich auch Mehrheitsaktionär des Familienunternehmens. (dpa/mb)
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