Die Bürger sollten nach dem Willen der Verbraucher-Lobby bei Finanzanlagen wesentlich besser als bisher vor Betrug und Übervorteilung geschützt werden. Es reiche nicht, Aufsichts-Aufgaben über Banken und andere Finanzbranchen zwischen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und der Bundesbank hin- und herzuschieben, forderte der Bundesverband der Verbraucherzentralen Ende der Woche in Berlin. «Damit die Finanzaufsicht aktiv werden kann, muss der Verbraucherschutz als gesetzliches Ziel benannt werden», forderte Verbandschef Gerd Billen an die Adresse der schwarz-gelben Koalition.
Bisher sanktioniere die Finanzaufsicht unseriöse Geschäftspraktiken nur sehr unzureichend, sagte Billen. «Insgesamt 20 Milliarden Euro zusätzliche Rendite könnte eine verbraucherorientierte Reform der Finanzaufsicht den Anlegern jährlich bescheren», so der Verband. Er geht dabei davon aus, dass bei einem Geldvermögen der privaten Haushalte von derzeit 4,5 Billionen Euro und einem Verlust von 0,5 Prozent allein durch schlechte Anlageberatung der Schaden mindestens 20 Milliarden Euro erreicht. (dpa/dt)
zurück zur Übersicht