Die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke sollte sich nach Ansicht des bayerischen Umweltministers Markus Söder (CSU) nach dem Baujahr richten. Denkbar sei, die Laufzeit für ältere Reaktoren um zehn und für jüngere um 15 Jahre zu verlängern, sagte Söder der "Süddeutschen Zeitung". In Bayern wäre damit lediglich Isar 1 von einer vorzeitigen Abschaltung betroffen.
Söder lehnte es ab, die Verlängerung der Laufzeiten vom baulichen Schutz der Reaktoren vor Anschlägen mit Flugzeugen abhängig zu machen. "Der Schutz vor Flugzeugabstürzen ist keine Frage der baulichen Nachrüstung, sondern eine Frage der Luftsicherheit", sagte er. Nach SZ-Informationen will das Bundesumweltministerium den Betreibern einen solchen Schutz vorschreiben. Als Frist für die Nachrüstung seien fünf Jahre im Gespräch. Da für die sieben ältesten Reaktoren dieser Schutz kaum wirtschaftlich sein dürfte, müssten sie binnen fünf Jahren ihren Betrieb einstellen. (dpa/dt)
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