Ethik in der Finanzwelt: Vier Ethikbanken im Interview

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Herkömmliche Banken buhlen trotz ihres angekratzten Images stärker denn je um Kunden. Verbraucher hingegen sehen sich zunehmend nach alternativen Modellen unter den Geldinstituten um. Ethische Banken können dabei mit umweltpolitischem und sozialem Engagement punkten, an dem sich die Kunden beteiligen möchten. Was im Fall der EthikBank genau dahinter steckt, erklärt der Vorstandsvorsitzende Klaus Euler, der im TopTarif-Interview die Werte, Ansichten und Projekte seiner Bank vorstellt.

    Vertrauen – das Grundkapital der EthikBank

    Ethikbank Klaus EulerVorstandsvorsitzender der EthikBank, Klaus Euler© Ethikbank

    Herkömmliche Banken buhlen trotz ihres angekratzten Images stärker denn je um Kunden. Verbraucher hingegen sehen sich zunehmend nach alternativen Modellen unter den Geldinstituten um. Ethische Banken können dabei mit umweltpolitischem und sozialem Engagement punkten, an dem sich die Kunden beteiligen möchten. Was im Fall der EthikBank genau dahinter steckt, erklärt der Vorstandsvorsitzende Klaus Euler, der im TopTarif-Interview die Werte, Ansichten und Projekte seiner Bank vorstellt.

    Bei Ökostromanbietern vertrauen Verbraucher auf Zertifikate. Wie gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden?

    Das Vertrauen unserer Kunden haben wir uns über die Jahre hart erarbeitet. Vertrauen ist kein Imagefaktor; es ist das Grundkapital einer Bank und durch unsere Tugenden wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit gewachsen. Zudem können uns unsere Kunden immer auf die Finger schauen. In der „gläsernen Bank“ veröffentlichen wir alle Anlagen, Kredite und Wertpapierdepots. Unsere Kunden wissen, was mit ihrem Geld passiert. Darüber hinaus untersuchen unabhängige Wirtschaftsprüfer regelmäßig, ob sich die Bank im Tagesgeschäft jederzeit an ihre ethischen Anlageprinzipien hält. Diese lückenlose Transparenz schafft zusätzlich Vertrauen.

    Ethische Banken sind Weltverbesserer. In welcher Rolle sehen Sie sich? Don Quichote, Mahatma Gandhi,...

    Die EthikBank ist frei von politischen, ideologischen, religiösen oder sonstigen spirituellen Einflüssen. Aber wir haben eine politische Meinung und stehen für ein Weltbild, welches Ökonomie, Ökologie und Soziales in Einklang bringt – eine Welt, in der das Kapital nicht überbewertet, die den Planeten (Ressourcen) schont und den Menschen ins Zentrum aller Entscheidungen rückt. Es geht uns letztendlich um das, was man gemeinhin als "nachhaltig" bezeichnet. Leider ist dieser Begriff das wohl am meisten missbrauchte Wort unserer Zeit und muss viel zu oft herhalten für Greenwashing aller Art.

    In vielen Krisengebieten spitzt sich die angespannte politische Lage immer weiter zu. Dabei ist der Finanzsektor oftmals ein zweites Schlachtfeld. Inwiefern ist das Vermögen Ihrer Kunden dennoch sicher?

    Die EthikBank ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) angeschlossen. Es handelt sich um das älteste, ohne Staatshilfe finanzierte Bankensicherungssystem der Welt. Damit sind alle Bankguthaben unserer Kunden in unbegrenzter Höhe gedeckt. Hinzu kommt, dass unser Geschäftsmodell auf strengen sozial-ökologischen Anlagekriterien beruht – ein Mix aus Tabu- und Positivkriterien. So investiert die EthikBank das Geld ihrer Kunden nicht in Rüstungsgeschäfte, Atomkraft oder in Unternehmen, die Kinderarbeit zulassen. Die Unternehmen, die Geld von der EthikBank bekommen, müssen sich aktiv für eine nachhaltige Wirtschaftsweise engagieren. Von jeher ist Spekulation, also der kurzfristige An- und Verkauf von Rohstoffen, Wertpapieren oder Derivaten zum Zwecke der Gewinnerzielung, in der EthikBank verboten!

    Auf welches der von Ihnen geförderten Investmentprojekte sind Sie besonders stolz?

    Das ist schwer zu sagen. Wir sind auf alle Projekte stolz, ob es nun die kleine Solaranlage auf dem Dach oder der Biobauernhof auf dem Land ist. Aber um ein Projekt zu nennen: Das energieautarke Haus von Energieexperte Timo Leukefeld wurde in den Medien als Weltneuheit gefeiert und wir sind schon stolz, dass wir einen Beitrag dazu leisten konnten. Es handelt sich um das erste bezahlbare energieautarke Haus, das sich komplett selbst mit Elektroenergie und Wärme versorgt – allein aus der Kraft der Sonne, unabhängig vom öffentlichen Stromnetz, von fossilen Brennstoffen, von Gas oder Öl. Die Sonnenstrahlen, die sich im Wärmespeicher bündeln, reichen sogar noch aus, um das Elektromobil über Nacht aufzutanken.

    Timo Leukefeld Energieautarkes Haus Energieautarkes Haus© Ethikbank

    Die Finanzkrise hat das Vertrauen der Sparer in klassische Banken erschüttert. Wie hat sich diese Entwicklung auf Ihre Kundenzahlen ausgewirkt?

    Die Ethikbank wächst nicht erst seit der Finanzkrise, sondern schon seit ihrer Gründung 2002 in jedem Jahr zweistellig. Seit 2009 gibt es aber eindeutig eine größere Nachfrage, die sich immer weiter verstärkt hat, etwa nach der Atom-Katastrophe in Fukushima im März 2011. Mittlerweile betreuen wir rund 21.000 Konten.

    Mittlerweile haben sich verschiedene ethische Banken am deutschen Markt etabliert. Wo stehen Sie in zehn Jahren?

    Obwohl wir in den letzten 10 Jahren überdurchschnittlich gewachsen sind; Wachstum ist für uns kein Selbstzweck. Wir werden auch in 10 Jahren zu den bekanntesten alternativen Banken gehören. Unsere Kunden und die verantwortliche Investition ihrer Einlagen wird weiterhin Mittelpunkt unseres Wirkens sein.

    Sie unterstützen unter anderem Erneuerbare-Energie-Projekte. Woher beziehen Sie für Ihren Unternehmenssitz Ökostrom?

    Die EthikBank bezieht ihren Ökostrom von den Elektrizitätswerken Schönau (EWS). Dieser stammt zu 95,9 Prozent aus erneuerbaren Energien und zu 4,1 Prozent aus Kraft-Wärme-Kopplung und ist garantiert atomstromfrei.


    Mit der UmweltBank gegen die Wegwerf-Gesellschaft

    Horst P. PoppVorstandsvorsitzender der UmweltBank, Horst P. Popp© Umweltbank

    Bei Ökostromanbietern vertrauen Verbraucher auf Zertifikate. Wie gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden?

    Die UmweltBank gibt ihren Kunden eine Umweltgarantie: wir garantieren, dass mit den Einlagen der Kunden ausschließlich Kredite an Umweltprojekte vergeben werden. Dazu haben wir gemeinsam mit dem Umweltrat, einem unabhängigen, ökologischen Kontrollgremium, klare Positiv- und Ausschlusskriterien für die Vergabe von Krediten festgelegt. Wir sind eine transparente Bank und veröffentlichen halbjährlich unser Kreditportfolio.

    Ethische Banken sind Weltverbesserer. In welcher Rolle sehen Sie sich? Don Quichote, Mahatma Gandhi, ...

    Satzungsgemäß haben wir den Auftrag, Umweltprojekte zu finanzieren und zu fördern. Nachhaltigkeit verstehen wir als Strategie und Trend der Zukunft. Die auf kurzfristigen Gewinn basierende Wegwerf-Gesellschaft muss ersetzt werden. Nur durch nachhaltiges Handeln und Wirtschaften kann eine saubere, lebenswerte Umwelt auch auf lange Sicht erhalten werden.

    In vielen Krisengebieten spitzt sich die angespannte politische Lage immer weiter zu. Dabei ist der Finanzsektor oftmals ein zweites Schlachtfeld. Inwiefern ist das Vermögen Ihrer Kunden dennoch sicher?

    Wir sind überwiegend in Deutschland tätig. Die von uns finanzierten Kreditprojekte werden daher stark von unserer nationalen Wirtschaft beeinflusst. Außenpolitische Entwicklungen haben wenig Einfluss auf unsere Finanzierungs- und Fördertätigkeit.

    Auf welches der von Ihnen geförderten Investmentprojekte sind Sie besonders stolz?

    Wir sind auf jedes einzelne der aktuell 15.171 geförderten Kreditprojekte stolz und auf alle Kunden der UmweltBank, die dazu beitragen, unsere Zukunft sinnvoll zu gestalten.

    Die Finanzkrise hat das Vertrauen der Sparer in klassische Banken erschüttert. Wie hat sich diese Entwicklung auf Ihre Kundenzahlen ausgewirkt?

    Die Kundenzahlen der UmweltBank zeigen sich unbeeindruckt von den Turbulenzen in der Bankenbranche. Nicht nur der Trend in Richtung umweltbewusstes Leben, sondern auch die Nachfrage nach ökologischen Geldanlagen setzt sich weiterhin fort. Damit trifft unser Geschäftsmodell den Nerv der Zeit. Seit 2008 konnten wir einen Kundenzuwachs von rund 66 Prozent verzeichnen.

    Mittlerweile haben sich verschiedene ethische Banken am deutschen Markt etabliert. Wo stehen Sie in zehn Jahren?

    Unser gesellschaftliches Ziel: Energieversorgung zu 100 % aus erneuerbaren Quellen, 100 % ökologischer Wohnungsbau und 100 % ökologische Lebensmittel.

    Sie unterstützen unter anderem Erneuerbare-Energie-Projekte. Woher beziehen Sie für Ihren Unternehmenssitz Ökostrom?

    Wir produzieren mit zwei Solardachanlagen einen Teil unseres Stroms selbst und beziehen den Rest von der Naturstrom AG, Düsseldorf.


    GLS Bank – Starthilfe für Ökostrompioniere

    Christof LützelPressesprecher der GLS Bank, Christof Lützel© GLS Bank

    Bei Ökostromanbietern vertrauen Verbraucher auf Zertifikate. Wie gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden?

    Das Vertrauen der Kundinnen und Kunden gewinnt die GLS Bank vor allem durch ihre transparente Arbeitsweise. Der Kunde kann sicher sein, dass sein Geld bei der GLS Bank nachhaltig angelegt wird. Zudem kann er selbst entscheiden, wohin sein Geld investiert wird, z.B. in Bildungsprojekte, in Erneuerbare Energien oder Ernährung.

    Ethische Banken sind Weltverbesserer. In welcher Rolle sehen Sie sich? Don Quichote, Mahatma Gandhi, ...

    Die GLS Bank versucht einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt zu leisten. Durch ihre Anlagekriterien können die Kundinnen und Kunden sicher sein, dass ihr Geld mitwirkt, menschliche, zukunftsweisende und ökonomische Projekte zu verwirklichen. Seit 40 Jahren arbeitet die GLS Bank an ihrem Erfolg und kann auf viele Projekte zurückschauen, die nur aufgrund ihrer Arbeit ins Leben gerufen werden konnten.

    In vielen Krisengebieten spitzt sich die angespannte politische Lage immer weiter zu. Dabei ist der Finanzsektor oftmals ein zweites Schlachtfeld. Inwiefern ist das Vermögen Ihrer Kunden dennoch sicher?

    Zunächst einmal sind die Einlagen unserer Kundinnen und Kunden durch die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in vollem Umfang geschützt. Die GLS Bank ist Mitglied dieser Sicherungseinrichtung.

    Sodann spielen die Anlage- und Finanzierungsgrundsätze der GLS Bank eine Rolle. Finanzmarktgeschäfte, die eine Destabilisierung von Märkten und in der Folge zu einer Destabilisierung von Volkswirtschaften führen können, werden ausgeschlossen. Zudem investiert die GLS Bank nicht in kontroverse Geschäftsfelder wie Produktion und Handel von Rüstung und Waffen. Außerdem haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass die Bereiche, in denen die GLS Bank investiert hat, alle stark gewachsen sind.

    Auf welches der von Ihnen geförderten Investmentprojekte sind Sie besonders stolz?

    Alle erfolgreich geförderten Investmentprojekte haben für die GLS Bank eine große Bedeutung. Ein Projekt, das wir schon lange begleiten, sind die Elektrizitätswerke Schönau (EWS). Die Zusammenarbeit besteht seit 1993. Mit Hilfe der GLS Bank konnte sich die Stadt Schönau aus dem zentralen Stromnetz in Baden-Württemberg auskoppeln, um nicht weiter Atomenergie beziehen zu müssen. Die GLS Bank hat in der Anfangszeit dazu beigetragen, eine Summe von 5,7 Millionen DM für die Übernahme des Stromnetzes aufzubringen.

    Ein weiteres Projekt aus der letzten Zeit ist z.B. das Mietwerk am Bodensee. Das Hostel in Lindau bezieht Ökostrom und bringt ausschließlich regionale und biologische Produkte auf den Tisch. Auch der amares Naturkindergarten in Köln konnte mit Hilfe der GLS Bank gegründet werden und bis heute stetig wachsen.

    Mietwerk Ein innovatives Investmentprojekt der GLS-Bank ist das Mietwerk - ein nachhaltig wirtschaftendes Hostel.© GLS Bank

    Die Finanzkrise hat das Vertrauen der Sparer in klassische Banken erschüttert. Wie hat sich diese Entwicklung auf Ihre Kundenzahlen ausgewirkt?

    Die Kundenzahl der GLS Bank wächst seit Jahren stetig. Tatsächlich hat sich die Finanzkrise auch hier bemerkbar gemacht. Seit 2009 hatte die GLS Bank einen Kundenzuwachs von 110.000 Menschen. Die aktuelle Kundenzahl beläuft sich auf ca. 175.000.

    Mittlerweile haben sich verschiedene ethische Banken am deutschen Markt etabliert. Wo stehen Sie in zehn Jahren?

    Wir gehen davon aus, dass sich die GLS Bank weiter entwickeln und auch weiter wachsen wird. Immer mehr Menschen werden sich, davon sind wir überzeugt, für nachhaltige Banken und Finanzprodukte entscheiden. So wird eine Zukunft geschaffen, in der der nachhaltige Umgang mit Ressourcen sowie der Schutz der Umwelt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner an erster Stelle stehen.

    Sie unterstützen unter anderem Erneuerbare-Energie-Projekte. Woher beziehen Sie für Ihren Unternehmenssitz Ökostrom?

    Die GLS Bank ist Kunde bei den Elektrizitätswerken Schönau (EWS). Zusätzlich gibt es auf dem Hauptsitz in Bochum ein kleines Windrad sowie eine große Photovoltaikanlage, die einen guten Teil des Strombedarfs des Hauses deckt.


    Triodos Bank – Geldanlage mit glücklichen Hühnern

    Georg SchürmannGeschäftsleiter der Triodos Bank, Georg Schürmann© Triodos Bank

    Bei Ökostromanbietern vertrauen Verbraucher auf Zertifikate. Wie gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden?

    Durch Authentizität und Transparenz. Wir sind 100% nachhaltig und lassen uns hierbei auch überprüfen. So kann der Kunde bei uns ganz transparent sehen, was wir mit seinen Einlagen finanzieren und dass dies ausschließlich nachhaltige Unternehmen und Projekte sind (www.triodos.de). Dies schätzen unsere Kunden und auch andere Interessensgruppen und empfehlen uns daher auch weiter.

    Ethische Banken sind Weltverbesserer. In welcher Rolle sehen Sie sich? Don Quichote, Mahatma Gandhi, ...

    Wir sind eine Bank, deren Unternehmensmission es ist, „Personen, Organisationen und Unternehmen in die Lage zu versetzen, ihr Geld bewusster einzusetzen, damit es Menschen und der Umwelt zugutekommt und hierdurch eine nachhaltige Entwicklung gefördert wird“. Wir stellen unter Beweis, dass Bankwesen und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sein müssen und dieses Zusammenspiel sogar auch ökonomisch sinnvoller ist. Wir leben den ursprünglichen Auftrag von Banken: Dienstleister für die Gesellschaft zu sein. Das ist unsere Rolle.

    Mit Investitionen in nachhaltige Projekte rund um den Globus ist auch das Risiko verbunden, von internationalen Sanktionen oder gar Wirtschaftsembargos betroffen zu sein (beispielsweise das Importverbot für Äpfel polnischer Bauer nach Russland). Inwiefern schützen Sie Ihre Kunden vor einem solchen Risiko?

    Die Triodos Bank ist als europäische Bank in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Spanien und Deutschland mit klassischem Einlagen- und Kreditgeschäft aktiv. Die finanzierten Projekte sind in der Regel stark in ihren lokalen Gemeinden bzw. in der lokalen oder nationalen Wirtschaft verankert - z.B. Schulen, Altenheime, Biobauern und Windkraftanlagen. Internationalen Risiken spielen hier eher eine untergeordnete Rolle.

    Im Investmentbereich bieten wir als deutsche Niederlassung derzeit die nachhaltig gemanagten, global investierenden Triodos Aktien- und Rentenfonds an mit entsprechend unterschiedlichen Risikoprofilen, über die sich der interessierte Anleger vor einer Kaufentscheidung informieren sollte. Diese Nachhaltigkeitsfonds werden professionell gemanagt und sind global und in puncto Branchen diversifiziert.

    Auf welches der von Ihnen geförderten Investmentprojekte sind Sie besonders stolz?

    Ein besonders innovatives Projekt, welches wir mit einer Finanzierung gefördert haben, ist das Hühnermobil der Firma Stallbau Weiland. Das Hühnermobil ist ein fahrbarer Hühnerstall, der eine Innovation für die Hühnerhaltung im Freilauf darstellt und die Haltungsbedingungen und damit das Tierwohl deutlich verbessert. Im Stall finden die Hühner Wasser, Nahrung und ihren Schlafplatz. Dort legen sie auch ihre Eier. Um den Stall herum können sich die Tiere frei bewegen und frisches Gras fressen. Hühner bleiben auch in der Freilandhaltung immer in der Nähe ihres Stalls. Entsprechend schnell sammelt sich bei festen Stallungen Hühnermist, ein idealer Nährboden für Krankheitserreger. Das Hühnermobil kann regelmäßig mit dem Traktor ein paar Meter versetzt werden. Dadurch düngen die Hühner den Boden in einem ökologisch sinnvollen Ausmaß und finden stets einen gesunden Lebensraum vor. Das wirkt sich natürlich auf die Qualität der Eier aus. Da die Haltung von Hühnern in Käfigen seit 2012 in der EU verboten ist, steigen Landwirte vermehrt auf Freilandhaltung um. Die Nachfrage nach dem Hühnermobil ist entsprechend groß. Die Triodos Bank hat eine Fertigungshalle und die Maschinen finanziert, um der Firma Stallbau Weiland eine Serienproduktion in verschiedenen Größen zu ermöglichen.

    Hühnermobil Auf die Förderung des Projekts Hühnermobil von der Firma Stallbau Weiland ist die Triodos Bank besonders stolz.© Triodos Bank

    Die Finanzkrise hat das Vertrauen der Sparer in klassische Banken erschüttert. Wie hat sich diese Entwicklung auf Ihre Kundenzahlen ausgewirkt?

    Bereits vor der Finanzkrise konnten die Nachhaltigkeitsbanken ein starkes Wachstum von rund 20 Prozent pro Jahr verbuchen – Dank des Trends zu nachhaltigem Leben und damit auch Banking. In der Finanzkrise hat sich das Kundenwachstum noch einmal beschleunigt, und in den Krisenjahren konnte die Triodos Bank zum Teil rund 30 Prozent Wachstum verbuchen.

    Mittlerweile haben sich verschiedene ethische Banken am deutschen Markt etabliert. Wo stehen Sie in zehn Jahren?

    Als Branche der Nachhaltigkeitsbanken in der Mitte der Gesellschaft. Wir sind fester Bestandteil im Leben vieler Menschen, die sich auch bei ihrer Geldanlage nachhaltig verhalten wollen.

    Sie unterstützen unter anderem Erneuerbare-Energie-Projekte. Woher beziehen Sie für Ihren Unternehmenssitz Ökostrom?

    Wir beziehen als Unternehmen unseren Ökostrom von der Naturstrom AG.


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