Auch wenn den Versicherungsunternehmen bei der Gestaltung der Prämien weitgehend freie Hand gelassen wird, setzen sich die Prämien überall nach einem ähnlichen Schema zusammen. Ausschlaggebend sind vor allem die Typklasse und die Regionalklasse. Je öfter das Fahrzeugmodell in einen Unfall verwickelt war, desto höher ist die Prämie für Ihren Wagen. Auch die Regionalklasse beeinflusst die Höhe der Prämie und richtet sich nach der Anzahl und Schwere der Unfälle in der Region. Die meisten Versicherungen lassen bei der Bestimmung der Prämienhöhe auch Faktoren wie Alter, jährliche Fahrleistung oder Beruf des Versicherungsnehmers einfließen.
Umsichtiges Fahren wird belohnt. Die Höhe der Prämien richtet sich nämlich auch bei der Kfz-Haftpflichtversicherung und bei der Vollkaskoversicherung nach der Anzahl der Jahre, in denen der Halter unfallfrei geblieben ist. Daraus ergeben sich die so genannten Schadenfreiheitsklassen. Je länger der Fahrer unfallfrei bleibt, desto mehr sinken seine Versicherungsprämien. Bei der Prämienberechnung für die Teilkaskoversicherung spielt es hingegen keine Rolle, wie lange der Fahrer unfallfrei gefahren ist.
Ein Beispiel zeigt, wie groß die Unterschiede sein können: Ein Fahranfänger ohne Fahrpraxis wird der Schadenfreiheitsklasse 0 zugeordnet, ein erfahrener Autofahrer, der seit 25 Jahren unfallfrei ist, der Schadenfreiheitsklasse 25. Dadurch ergibt sich für den Anfänger ein Beitragssatz von 230 Prozent, der ältere Fahrer muss hingegen nur noch 35 Prozent Beitragssatz bezahlen. Die Schadenfreiheitsklassen sind bei allen Versicherungen gleich, jedoch unterscheiden sich die Schadenfreiheitsrabatte, die für die jeweilige Klasse gewährt werden.
Auch über die Schadenfreiheitsklassen hinaus bieten die Versicherer noch eine Vielzahl an Rabatten für unterschiedliche Zielgruppen an. Hier lohnt sich ein ausführlicher Kfz-Versicherungsvergleich und die Beachtung des Kleingedruckten.