Umsichtige Autofahrer werden auch bei der Kfz-Versicherung belohnt. Die Höhe der Prämie richtet sich bei den Anbietern nicht nur nach dem Autotyp und dem Alter des Halters, sondern auch nach der Anzahl der Jahre, in denen der Halter unfallfrei geblieben ist. Daraus ergeben sich die so genannten Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen). Nach beispielsweise zehn Jahren ohne Unfall wird der Fahrer der SF-Klasse 10 zugeordnet. Je höher die Klasse, desto geringer der Beitragssatz.

Ein Beispiel zeigt, wie groß die Unterschiede sein können: Ein Fahranfänger ohne Fahrpraxis wird der Schadenfreiheitsklasse 0 zugeordnet, ein erfahrener Autofahrer, der seit 25 Jahren unfallfrei ist, der Schadenfreiheitsklasse 25. Dadurch ergibt sich für den Anfänger ein Beitragssatz von 230 Prozent, der ältere Fahrer muss hingegen nur noch 35 Prozent des Beitragssatzes bezahlen.
Die Schadenfreiheitsklassen sind bei allen Versicherungen gleich, jedoch unterscheiden sich die Rabatte, die für die jeweilige Klasse gewährt werden. Hier lohnt sich auf jeden Fall ein ausführlicher Vergleich der Anbieter.
Wenn es doch einmal zu einem Unfall kommen sollte, muss der Autofahrer damit rechnen, in eine andere SF-Klasse hochgestuft zu werden und so wieder höhere Beiträge zahlen zu müssen. Das kann man mit einem „Rabattretter" umgehen, der ein Hochstufen verhindert. Bei vielen Versicherungen kann man diesen Zusatz ab der SF-Klasse 25 kostenlos als Ergänzung abschließen.