Saisonkennzeichen: Eine clevere Möglichkeit jährlich Geld zu sparen

Saisonkennzeichen – nicht nur für Motorräder

saisonkennzeichenFür alle Fahrzeuge, die ein amtliches Kennzeichen benötigen, jedoch nicht das ganze Jahr gefahren werden, gibt es seit 1997 die Möglichkeit, ein Saisonkennzeichen zu beantragen. Die Anzahl an Anträgen für Saisonkennzeichen steigt von Jahr zu Jahr. Schon jetzt sind mehr als zwei Millionen Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen auf deutschen Straßen unterwegs. Den größten Anteil bilden knapp 1,2 Millionen Krafträder, gefolgt von circa 700.000 Autos (Stand: 2013). Der Vorteil eines Saisonkennzeichens liegt auf der Hand: Anstatt zweimal im Jahr zur Zulassungsstelle zu gehen, kann man sein Fahrzeug damit für einen bestimmten Zeitraum zulassen und den Motorroller oder ein anderes Fahrzeug zum Beispiel im Winter in die Garage stellen.

Saisonkennzeichen – nicht zu verwechseln mit Kurzzeitkennzeichen

Eine Alternative zum Saisonkennzeichen stellt das Kurzzeitkennzeichen dar. Dieses wird jedoch ausschließlich für Prüfungsfahrten, Probefahrten und Überführungsfahrten vergeben. Es wird nur einmalig verwendet und ersetzt in diesem Fall die roten Nummernschilder. Rote Nummernschilder werden auch Händlerkennzeichen genannt. Wie der Name schon sagt, haben oftmals Autohändler diese Kennzeichen parat. Sie werden im Falle einer Probefahrt am Fahrzeug angebracht und finden auch mehrmalig Verwendung. Bei einem Kurzzeitkennzeichen wird das Ablaufdatum von der Zulassungsstelle festgelegt. Der exakte Ablauftag wird auf dem Kurzzeitkennzeichen durch drei untereinander gelistete Zahlen am rechten Rand eingeprägt.

Saisonkennzeichen – mit dem Saisonkennzeichen Kosten sparen

Besitzer eines Motorrades, Wohnmobils oder Cabrios können die Vorteile des Saisonkennzeichens nutzen und Kosten sparen. Die Saison ist der Zeitraum, in dem das Fahrzeug jedes Jahr zugelassen und versichert ist. Der Vorteil eines Saisonkennzeichens ist der, dass die Zulassung für diesen Zeitraum automatisch erfolgt. Der Fahrzeughalter muss nicht wie früher zweimal im Jahr zur Zulassungsstelle und spart dadurch Zeit und Kosten. Jedoch sollte man sich an bestimmte Spielregeln halten. Ein Fahrzeugführer mit Saisonkennzeichen, welcher sich außerhalb der Saison mit dem Fahrzeug auf öffentlichen Straßen bewegt, riskiert eine Geldstrafe. Neben den 50 Euro Bußgeld kommen auch drei Punkte in Flensburg hinzu.

Mit Versicherungsvergleich bei Saisonkennzeichen sparen

Vor der Entscheidung für ein Saisonkennzeichen sollte gründlich kalkuliert werden, ob sich dieses auch tatsächlich lohnt. Beispielsweise sollten dabei die Kosten für den Garagenstellplatz für die Zeit außerhalb der Saison beachtet werden. Unter Umständen können diese die Einsparungen an Steuer und Versicherungsbeiträgen übersteigen, wodurch ein Saisonkennzeichen negative finanzielle Folgen hätte. Auch für Saisonkennzeichen lohnt sich ein Versicherungsvergleich im Internet. Bei einem Versicherungstarif für Saisonkennzeichen wird der Beitrag grundsätzlich taggenau berechnet, wodurch dieser meist vorteilhafter ist als ein Kurzzeittarif.