Außerordentliche Kündigung

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Vertragsbeendigung aus besonderem Grund

Im Normalfall können Kfz-Versicherungsverträge zum Ende eines Vertragsjahrs mit einer einmonatigen Frist gekündigt werden. Die ordentliche Kündigung muss dabei in Schriftform erfolgen. Eine Angabe von Gründen ist nicht zwingend notwendig. Etwas Anderes gilt jedoch für die außerordentliche Kündigung: Sie erfolgt aus besonderem Grund, sodass sich der Kündigende nicht an die gesetzliche bzw. vertraglich festgelegte Frist halten muss. Auch der Vertragspartner, also die Versicherungsgesellschaft ist zu einer außerordentlichen Kündigung berechtigt – jedoch unter weitaus strengeren Voraussetzungen. Grund ist der Schutz des Versicherungsnehmers, dessen Versicherungsschutz nicht der Willkür des Versicherungsgebers unterliegen soll.

Außerordentliche Kündigung – wann besteht das Sonderkündigungsrecht?

Für eine außerordentliche Kündigung gibt es vielfältige Gründe. Hierzu zählt unter anderem der Tod des Versicherungsnehmers. Das Recht zur Sonderkündigung steht in diesem Fall dem gesetzlichen Erben zu. Der weitaus häufiger vorkommende Fall ist, dass der Versicherer eine Preisanhebung bekannt gibt, wobei er den Versicherungsnehmern ein kurzfristiges Sonderkündigungsrecht einräumen muss. Auch im Fall eines Unfalls, bei dem die Kfz-Versicherung des Versicherungsnehmers einen Haftpflichtschaden begleichen muss, hat der Versicherungsnehmer das Recht zur außerordentlichen Kündigung. Grund hierfür ist, dass der Versicherungsnehmer in diesem Fall in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft wird und mit der Sonderkündigung das Recht haben soll, mit der niedrigen Schadenfreiheitsklasse die Angebote auf dem Markt erneut vergleichen zu können.

Außerordentliche Kündigung: Frist, Form und Wechsel

Besteht ein Recht zur außerordentlichen Kündigung, so hat der Versicherungsnehmer zumeist nur zwei Wochen Zeit schriftlich zu kündigen. In der Kündigung muss dabei der Name des Versicherungsnehmers, der des Versicherers und eine genaue Fahrzeugbezeichnung enthalten sein. Darüber hinaus muss auch die Angabe der Versicherungsnummer, der Zeitpunkt, zu dem gekündigt werden soll und in diesem Fall auch der Grund für die außerordentliche Kündigung notwendig in dem Kündigungsschreiben enthalten sein. Zudem empfiehlt es sich, die Kündigung als Einschreiben mit Rückschein und nicht als normalen Brief zu versenden, damit sichergestellt ist und auch bewiesen werden kann, dass die Kündigung rechtzeitig angekommen ist. Dabei sollte auch in jedem Fall eine schriftliche Kündigungsbestätigung verlangt werden, um Sicherheit über den Erhalt der Kündigung und die Einhaltung des Kündigungstermins zu haben. Anders als bei der ordentlichen Kündigung sind Versicherungsnehmer mit einer eigenständigen Kündigung im Falle eines Sonderkündigungsrechtes auf der sicheren Seite. Sie sollten nicht auf das Angebot vieler Versicherer zurückgreifen, dass diese den alten Vertrag kündigen. Grund hierfür ist, dass ein Sonderkündigungsrecht in der Regel kurzfristig eingeräumt wird bzw. besteht und die Kündigung durch den neuen Anbieter oftmals nicht so kurzfristig möglich ist.

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