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Heizstrom: günstige Tarife finden

Heizstrom ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für elektrische Energie, die in Wärme umgewandelt wird. Diese Wärme wird auch als Elektrowärme bezeichnet. Heizstrom wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts als Alternative zum Heizen durch direktes Befeuern mit Kohle, Holz, Öl oder Gas eingeführt. Grund dafür waren unter anderem ein Bestreben nach besserem Brandschutz und mehr Sicherheit, wirtschaftliche Faktoren oder auch mehr Komfort und Bequemlichkeit bei der Handhabung. Heutzutage werden über eine Million Deutsche über die Steckdose mit Wärme versorgt. Zu Beginn war Heizstrom dabei insbesondere für Elektroheizungen vorgesehen. Mit der Zeit sind allerdings immer mehr Geräte hinzugekommen, mit denen Heizstrom genutzt werden kann. Insbesondere mit Nachtspeicheröfen wird häufig – speziell in Altbauten – Heizstrom genutzt. In den vergangenen Jahrzehnten sind dabei auch einige Nachteile von Heizstrom zum Vorschein gekommen.

So ist diese Form der Energiegewinnung wenig effizient dadurch, dass das Stromnetz zu einem Großteil durch Wärmekraftwerke gespeist wird, in denen Wärmeenergie zunächst in elektrische Energie umgewandelt wird, um dann später beispielsweise in der Elektroheizung wieder zu Wärmeenergie zu werden. Dadurch wird bei der Herstellung von Heizstrom wesentlich mehr Kohlendioxid produziert als beispielsweise mit den Energiequellen Gas und Öl. Darüber hinaus sind andere Heizarten meist günstiger als Heizstrom. Ein Vergleich der Heizstromanbieter kann sich dabei mitunter auch lohnen.



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Heizstrom-Anbieter wechseln & mehr als 300 Euro sparen

Im Herbst 2010 kam es durch das Bundeskartellamt zu einer Marktöffnung für Heizstrom-Anbieter. Seitdem können Verbraucher zahlreiche Versorger miteinander vergleichen und den für sie günstigsten Heizstrom-Tarif auswählen. Ein Heizstrom-Tarife-Vergleich kann sich durchaus lohnen. Wer seinen Heizstrom-Anbieter wechseln will, muss allerdings die Ausstattung seines Stromzählers kennen. Es gibt dabei entweder die Möglichkeit, dass Haushalts- und Heizstrom gemeinsam über einen Zählerkasten gemessen werden oder getrennt über zwei Kästen. Die sogenannten Doppeltarifzähler kommen insbesondere bei Nachtspeicherheizungen zum Einsatz, da dabei die Messung des Stromverbrauchs zeitabhängig erfolgt.

Das bedeutet, dass grundsätzlich tagsüber mit dem Hochtarif und nachts mit dem Niedertarif, der in der Regel günstiger ist, abgerechnet wird. Vor einem Heizstrom-Vergleich sollten also die Verbrauchswerte für beide Tarife bekannt sein. Nach Angaben der Zeitschrift Finanztest gibt es in Deutschland zehn Stromanbieter, die spezielle Tarife für Heizstrom mit gemeinsamer Messung anbieten, und 14 Versorger, die Tarife mit getrennter Messung im Produktportfolio haben. Eine Studie von Finanztest hat dabei ergeben, dass Verbraucher mit Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe bis zu ,300 Euro im Jahr sparen können.

Mit welchen Geräten kann Heizstrom genutzt werden?

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Geräte, mit denen Heizstrom genutzt werden kann, die größtenteils in die Kategorie der Elektroheizung bzw. Elektrogebäudeheizung fallen.
Dazu gehören:

    Wärmepumpen

    Bei der Wärmepumpe ist Strom notwendig, um die aus der Umwelt – beispielsweise aus der Erde oder dem Grundwasser – gewonnene Energie mittels Pumpe in Wärme umzuwandeln. Dabei werden die Temperaturunterschiede in der Erde, im Wasser oder in der Luft genutzt. Wärmepumpen sind vorrangig in Neubauten anzutreffen. Im Vergleich zu einer Gas- oder Ölheizung fallen mit einer Wärmepumpe deutlich geringere Heizkosten an. Dafür erhöht sich durch den notwendigen Antriebsstrom die Stromrechnung. Für eine Wärmepumpe ist ein separater Stromzähler notwendig, durch den der Stromverbrauch der Wärmepumpe erfasst wird. Bis zum Jahr 2007 standen die lokalen Grundversorger in der Pflicht, spezielle Heizstrom-Tarife für Wärmepumpen anzubieten.

    Obwohl diese Regelung mittlerweile nicht mehr besteht, haben nach wie vor viele Grundversorger Wärmepumpen-Tarife im Angebot. Auch einige überregionale Versorger bieten mitunter besondere Heizstromverträge an. Dabei sind diese Spezialtarife nicht immer unbedingt günstiger als gewöhnliche Stromtarife. Daher sollte vor der Entscheidung für eine Wärmepumpe genau geprüft werden, ob sich die Anschaffung lohnt. Dies ist meist nur dann der Fall, wenn die Wärmepumpe ganz genau auf die erforderliche Wärmeleistung angepasst ist. Mitunter kann auch ein Stromanbieterwechsel ratsam sein, durch den Strom zu einem günstigeren Tarif bezogen werden kann. Mitunter besteht auch die Möglichkeit, lediglich den Haushaltsstrom von einem anderen Anbieter zu beziehen.

    Nachtspeicherheizungen

    Nachtspeicherheizungen sind Einzelöfen oder Heizungen, die mit Nachtstrom betrieben werden. Dabei wird elektrischer Strom in Wärme umgewandelt und daraufhin in dem Heizkörper, der besonders gut isoliert ist, gespeichert. Dadurch kann die Wärme schließlich wieder konstant abgegeben werden. Zentrale Nachtspeicherheizungen besitzen einen Feststoff- oder Wasserspeicher. Mit einem aus hochspeicherfähigem Magnesit bestehenden Feststoffspeicher wird die gespeicherte Wärme mithilfe eines Ventilators an das Heizungswasser im Rohrsystem übertragen und gelangt so in den Heizkörper. Bei Wasserspeichern wird das Wasser in der Nacht elektrisch erhitzt und am Tag mithilfe einer Pumpe über das Rohrsystem in den Heizkörper geleitet.

    Mit der Energieeinsparverordnung soll dem Betrieb von Nachtspeicherheizungen Einhalt geboten werden. Demnach dürfen Nachtspeicheröfen, die vor dem 01.01.1990 in Wohngebäuden mit über fünf Wohneinheiten oder in gewerblichen Räumen mit einer Fläche von über 500 qm installiert wurden, nur noch bis zum Jahr 2019 betrieben werden. Ab dem 01.01.1990 eingebaute Geräte dürfen ab Einbau 30 Jahre lang in Betrieb bleiben. Von diesen Regelungen ausgenommen sind Häuser mit besonders guter Dämmung, die der Wärmeschutzverordnung von 1994 entsprechen, sowie Gebäude, deren Bauantrag nach dem 31.12.1994 gestellt wurde.

    Nachtspeicheröfen

    Nachtspeicheröfen sind im Gegensatz zu Nachtspeicherheizungen dezentrale Heizungen und sehr häufig in Altbauten zu finden. Zwar sorgt bei dieser Heizungsform eine starke Isolationsschicht dafür, dass die Wärme im Gerät gespeichert bleibt, über die Gebäudewände geht allerdings trotzdem etwa die Hälfte der Wärme verloren. Im Inneren eines Nachtspeicherofens kann es bis zu 700°C heiß werden. Die gespeicherte Wärme kann dann durch einen Ventilator an das Zimmer abgegeben werden, wobei die Temperatur mithilfe eines Thermostats reguliert werden kann. Bei modernen Geräten gibt es teilweise eine Aufladeregelung, die durch die Außentemperatur gesteuert wird. Abhängig davon, wie viel Heizwärme benötigt wird, kann der Nachtspeicherofen damit auch tagsüber geladen werden. Die mögliche Dauer der Aufladung wird dabei von dem jeweiligen Energieversorger festgelegt und kann zwei bis vier Stunden betragen. Nachtspeicheröfen haben viele Vorteile.

    Dazu gehören beispielsweise die niedrigen Anschaffungskosten. Außerdem können Nachtspeicheröfen einfach installiert werden und benötigen wenig Platz. Darüber hinaus muss kein Brennstoff gelagert werden und es sind weder ein zusätzlicher Gasanschluss noch ein Schornstein notwendig. Auch der Wartungsbedarf von Nachtspeicheröfen gestaltet sich wenig aufwendig. Den Vorzügen stehen jedoch ein schlechter Wirkungsgrad sowie enorme Energiekosten gegenüber. Auch die geringe Strahlungswärme, die hohe Konvektion und die Trägheit dieses Heizungssystems können als negativ angesehen werden. Weiterhin werden Nachtstromtarife nicht überall angeboten.

    Infrarotheizungen

    Infrarotheizungen kommen insbesondere in größeren Hallen zum Einsatz, in denen gewöhnliche Konvektionsheizungen nicht wirtschaftlich wären, da die warme Luft dabei größtenteils unnütz unter der Decke der Halle hängen würde. Infrarotheizungen gibt es in Form von Hell- und Dunkelstrahlersystemen. Hellstrahlersysteme arbeiten mit einer geringeren Fläche des Strahlers und dafür mit höherer Temperatur, weshalb die Brandgefahr größer ist als bei Dunkelstrahlersystemen. In Wohnräumen ist für die Strahler eine Schutzschicht Pflicht, um Verbrennungen bei kurzen Berührungen der Heizung zu vermeiden. Es gibt viele verschiedene Varianten von Infrarotheizungen, sie werden transportabel oder fixiert, als Fläche, Bild, Kugel oder Spiegel produziert. Empfehlenswert sind Infrarotheizungen für große oder schlecht isolierte Räume wie zum Beispiel in Altbauten, da der Heizbedarf aufgrund der geringen Lufterwärmung und -bewegung sowie der gleichmäßigen Strahlungswärme bei dieser Heizungsart gering ist. Ein großer Vorteil von Infrarotheizungen ist außerdem, dass nicht die Raumluft in Schichten erwärmt wird, sondern nur die angestrahlten Körper, die ihrerseits die Wärme wieder abgeben.

    Teilspeicherheizungen

    Bei Teilspeicherheizungen besteht der Wärmespeicher meist aus Naturstein und wird auf etwa 80 bis 90°C erwärmt. Davon geht eine starke langwellige Strahlung im Infrarotbereich aus. Teilspeicherheizungen sind sowohl als Modelle mit Speicherkern, die gewöhnlichen Heizkörpern ähneln, als auch als unverkleideter Naturstein-Speicherkörper in Plattenform, hinter dem die Heizelemente liegen, erhältlich. Die Strahlungswärme von Teilspeicherheizungen ähnelt der von Kachelöfen. Diese Form der Elektroheizung braucht außerdem wenig Platz, ist flexibel anwendbar und – abhängig von der Anzahl der benötigten Heizkörper – vergleichsweise günstig in der Anschaffung. Auch die Kosten für die Wartung halten sich meist in einem überschaubaren Rahmen. Dafür sind jedoch die Verbrauchskosten umso höher und durch den geringen Wirkungsgrad bei der Heizstromerzeugung ist auch die CO2- und Schadstoff-Emission höher als bei alten Öl- und Gasheizungsanlagen. Durch die hohe Oberflächentemperatur besteht außerdem akute Verbrennungsgefahr.

    Flächenheizungen

    Auch bei Flächenheizungen wird das Infrarotprinzip genutzt. Dabei wird eine Wand oder ein anderweitiger Baukörper erwärmt, der dann wiederum die Wärme mit einem erhöhten Infrarotstrahlungsanteil in den Raum abgibt. Bei den Flächenheizungen wird zwischen Decken-, Wand- und Fußbodenheizungen unterschieden. Deckenheizungen bieten den Vorteil, dass die im Raum befindlichen Objekte von oben her erwärmt werden. Bei Wandheizungen sind in der Regel erhöhte Temperaturen erforderlich, da die Strahlungsentfernungen entsprechend größer sind. Dabei ist mitunter mit Staubverwirbelungen aufgrund der Konvektion zu rechnen. Eine Fußbodenheizung trumpft damit auf, dass sie unsichtbar im Boden verbaut ist und durch die niedrigeren Temperaturen von 35 bis 40°C auch die Heizkosten geringer sind, da weniger Energie bei der Wärmeübertragung verloren geht. Ein Nachteil von Fußbodenheizungen ist jedoch das träge Wärmeverhalten, durch das sich kalte Wände nur langsam erhitzen.

    Elektroradiatoren

    Bei Elektroradiatoren wird Öl in einem geschlossenen Heizkörper erhitzt, in den mitunter noch zusätzlich ein elektrischer Heizstab eingesetzt wird, wodurch der Radiator auch dann als Heizung genutzt werden kann, wenn die Zentralheizung in der Übergangszeit noch nicht ein- oder schon ausgeschaltet ist. Elektroradiatoren können mobil und variabel eingesetzt werden und sind in der Anschaffung verhältnismäßig günstig. Dafür fallen jedoch im Vergleich zu anderen Heizungsformen höhere Betriebskosten an.

    Kundenbewertungen

    4.4 / 5
    12.021 Bewertungen zu Toptarif abgegeben
    • 5 / 5
      Der Wechsel klappte sehr gut. Hervorragende Bearbeitung. Kann ich nur empfehlen.
    • 5 / 5
      Die Umstellung des Gas- und Stromanbieters zum 1,1,2017 verlief total unproblematisch.\nDie Gas- und Stromversorgung seit 1.1.2017 läuft, wie nicht anders erwartet einwandfrei.\nDer alte Anbieter hat nochmal die Zählerstände abgelesen und die von mir gemeldeten Stande bestätigt.\nWenn jetzt noch die Abbuchungen und Gutschriften entsprechend den Angeboten erfolgen, habe ich, Gas und Strom zusammen, gut *** gegenüber 2016 gespart.\nDas hat sich dann richtig gelohnt.
    • 5 / 5
      Alles verlief problemlos und sehr schnell.\nAlles OK ! Danke

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