Importe decken deutschen Gasbedarf
Pipelines transportieren den Energieträger
Europa ist hungrig nach Gas! Der Bedarf an Erdgas ist in Deutschland und den anderen europäischen Ländern weitaus höher als hierzulande von der Produktion gedeckt werden kann. Europa ist deshalb auf den Gasimport aus anderen Ländern angewiesen. Rund ein Drittel des Gases für Deutschland kommt aus Russland, etwa 25 Prozent aus Norwegen und knapp 20 Prozent aus den Niederlanden. Rund ein Fünftel des Bedarfs wird in Deutschland selbst gefördert. Um das Gas nach Deutschland zu transportieren, wird überwiegend der Weg über Pipelines gewählt. Diese Leitungen werden entweder mehrere tausend Kilometer über Land geführt oder als Unterwasserpipelines gebaut. Auch der Transport mit Schiffen ist möglich. Dafür wird das Gas verflüssigt und in speziellen Tanks verschifft.
Gaspipelines in Europa
In Europa sind zurzeit mehrere Gaspipeline-Projekte in der Planung. Bereits seit den 1970er Jahren besteht die Transeuropäische Naturgas-Pipeline (TENP) von der deutsch-niederländischen Grenze bis zur deutsch-schweizerischen Grenze. Sie ist die wichtigste Nord-Süd-Achse im europäischen Erdgasverbundsystem. Drei weitere Projekte, die zum Teil in Konkurrenz stehen, sollen in den nächsten Jahren gebaut und in Betrieb genommen werden. Dazu gehören die Nordeuropäische Gasleitung, die Russland und Deutschland über die Ostsee verbinden soll, die Nabucco Pipeline, eine Leitung von der Türkei nach Österreich, und die South Stream Pipeline, die Russland und Italien verbinden soll.











