Einflüsse auf den Gaspreis

Die Ölpreisbindung

Als Ölpreisbindung bezeichnet man die Orientierung des Gaspreises an der Preisentwicklung der anderen Energiearten. Grundlage dafür ist kein Gesetz, sondern eine brancheninterne Vereinbarung zwischen den Gasproduzenten im Ausland und den deutschen Importeuren, die bereits in den 1960er Jahren getroffen wurde. Das Ziel dieser Vereinbarung ist es, die Schwankungen des Gaspreises zu dämpfen und zu verhindern, dass sich die Preise für Heizöl und Erdgas zu stark voneinander unterscheiden und so eine langfristige Sicherheit bei der Brennstoffentscheidung möglich wird. Der Gaspreis wird über einen Mittelwert von sechs Monaten an den Ölpreis gebunden und hat aus diesem Grunde gegenüber dem Öl auch eine Preisentwicklung, die um drei bis sechs Monate verzögert ist.

Kritiker verlangen Entkoppelung vom Ölpreis

Diese Preisanpassungen finden in der Regel quartalsweise oder halbjährlich statt, so dass die Preise für Heizöl und Erdgas durch die Verzögerung fast nie exakt gleich sind. Ein weiterer Grund für die Ölpreisbindung ist die Eindämmung der Marktmacht von Erdgasproduzenten. Ihnen soll nicht die Möglichkeit gegeben werden, Preise zu diktieren. Kritiker sprechen sich insbesondere seit den stark ansteigenden Ölpreisen für eine Entkopplung aus. Das ist jedoch keinesfalls eine Garantie für sinkende Gaspreise.

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