Ein Energieträger mit weltweiter Bedeutung

Förderung von Erdgas

Durch die Förderung von Erdgas werden etwa 25 Prozent des weltweiten Energieverbrauches gedeckt. An der derzeitigen jährlichen Fördermenge von rund drei Billionen Kubikmeter sind vor allem die Hauptförderländer Russland, USA, Kanada, Iran und Norwegen beteiligt. Der aus heutiger Sicht geschätzte Vorrat an Erdgas sollte die Versorgung der nächsten 50 Jahre sichern. Über 50 Prozent dieser Vorräte befinden sich in Russland, Iran und Katar. Erdgas ist vor Millionen Jahren aus abgestorbenen Meeres-Lebewesen entstanden. Das Gas hat sich danach in porigen Gesteinsschichten, dem so genannten „Speichergestein", gesammelt. Darüber befindet sich das „Deckgebirge" aus Tonstein oder Steinsalz. Auf der Grundlage geologischer Erkundungen werden in Gebieten, in denen Lagerstätten vermutet werden, Probebohrungen in bis zu 7.000 Meter Tiefe durchgeführt.

Erschließung der Lagerstätten

Wird man bei einer Probe fündig, erfolgen danach Aufschlussbohrungen über Bohrtürme oder von Bohrinseln aus. Da viele Erdgasvorkommen unter dem Meeresboden liegen, spielt die komplizierte Technik der Erschließung und Förderung über Bohrplattformen eine bedeutende Rolle. Viele dieser Plattformen, die am Meeresboden verankert werden, zählen zu den größten Bauwerken der Welt. Nach dem Einbringen und Zünden von Sprengladungen durch mit Rohre stabilisierte Bohrlöcher wird das Speichergestein gelockert und das Gas entweicht durch die eingebrachten Rohre. Das ökonomische Risiko besteht bei der aufwendigen Erschließung hauptsächlich in der Ergiebigkeit der jeweiligen Lagerstätte. Gewisse Risiken hinsichtlich Umweltverschmutzung oder - wie neuerdings vermutet - als Auslöser von Erdbeben halten sich bisher in vertretbaren Grenzen.

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