Ein umweltfreundlicher Energieträger

Biogas - von der Entstehung bis zum Endverbraucher

Biogas ist ein Gemisch aus Methan und Kohlenstoffdioxid und enthält zudem auch Ammoniak, Stickstoff, Wasserstoff, Schwefelwasserstoff, Wasserdampf, Alkohole und Fettsäuren. Es ist identisch mit Faulgas. Auch Klärgas und Deponiegase werden als Biogase bezeichnet.
Das Gas wird in speziellen Biogasanlagen hergestellt. Es entsteht durch die Vergärung von organischem Material. Spezielle Pflanzen werden zur Verfaulung angebaut. Am häufigsten werden Getreide, Gras und Mais verwendet. Um das Biogas letztendlich zu produzieren, wird ein mikrobieller Prozess in Gang gesetzt. Biogas wird in Deutschland immer stärker genutzt. Mittlerweile gibt es hierzulande bereits mehr als 4000 Biogasanlagen. Das Gas wird größtenteils zur Energiegewinnung (Stromerzeugung) genutzt. Aber auch Kraftfahrzeuge können damit betrieben werden.

Vorteile gegenüber Erdgas

Der Rohstoff geht nie aus, da er stets nachwachsend, örtlich verfügbar und erneuerbar ist. Diverse Fahrzeuge können mit gereinigtem Methan betrieben werden, die Kosten dafür sind wesentlich geringer als für Benzin- oder Dieselkraftstoff. Die Verwendung von Biogas hat aber auch Nachteile. Es entstehen hohe Kosten bei der Verarbeitung, da der Investitionsaufwand ziemlich groß ist. Nur gasdichte Anlagen sind klimafreundlich, weil Methan einen viel höheren Treibhauseffekt als Kohlendioxid verursacht. Ökologische Probleme können durch Grundwasserbelastungen auftreten, wenn der Anbau von Mais gesteigert wird. Die Erzeugung von Strom aus Biomasse wird seit der Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahre 2000 staatlich gefördert. Es garantiert den Erzeugern die Abnahme des Stroms zu einem festen Vergütungssatz.

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