Erdgasfahrzeug

erdgasfahrzeug

Erdgasfahrzeug – schadstoffärmerer Verbrennungsvorgang

Erdgasfahrzeug ist der Oberbegriff für Fahrzeuge, die mit komprimiertem Erdgas (CNG) als Kraftstoff betrieben werden. Neben Erdgasautos gibt es zudem mit Erdgas betriebene Nutzfahrzeuge, LKW und Busse. Erdgasfahrzeuge gelten als besonders umweltfreundlich, denn der Erdgas-Hauptbestandteil Methan setzt beim Verbrennungsvorgang weniger Schadstoffe frei als herkömmliche Kraftstoffe wie Diesel oder Benzin. Das Grundprinzip eines Erdgasmotors entspricht dem eines Ottomotors, deshalb können auch fast alle Fahrzeuge mit Ottomotor auf Erdgasantrieb umgerüstet werden. Der Unterschied besteht im Hinblick auf den zu verbrennenden Kraftstoff. Während bei einem konventionellen Antrieb in den Zylindern ein Benzin-Luft-Gemisch verdichtet, gezündet und verbrannt wird, ist dies beim Erdgasfahrzeug ein Erdgas-Luft-Gemisch. In der Regel werden Erdgastanks unterhalb des Fahrzeugbodens angebaut, d.h. unterflurig. Auf diese Weise bleibt das Ladevolumen des Wagens erhalten.

Geschichte der Erdgasfahrzeuge

Erdgasfahrzeuge gibt es nicht erst seit einigen Jahren, sondern schon seit rund 150 Jahren. So hat Étienne Lenoir bereits 1862 ein Gasmotorenfahrzeug gebaut, also noch bevor die ersten Benzin- und Dieselfahrzeuge konzipiert wurden. Ein Viertakt-Motor, der mit einem verdichteten Gas-Luft-Gemisch betrieben wurde, wurde dann 1876 fertiggestellt. In den letzten 100 Jahren erfolgte der Betrieb von Gasfahrzeugen nicht wie heute nur mit Erdgas, sondern zudem auch mit Holzgas, Koksgas, Stadtgas und Biogas. Besonders begehrt war der Kraftstoff Gas nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Erdgasfahrzeug – betrieben mit CNG

Das komprimierte Erdgas, das für Erdgasfahrzeuge als Treibstoff verwendet wird, wird Autogas oder auch CNG (Compressed Natural Gas)genannt. Unterschieden werden bei Erdgasfahrzeugen mono- und bivalente Fahrtzeuge. Während bivalente neben einem Erdgas- auch einen Benzintank besitzen und daher für den Betrieb beide Kraftstoffe verwendet werden können, können monovalente Fahrzeuge ausschließlich mit Erdgas betrieben werden. Der Vorteil bivalenter (bifuel) Erdgasfahrzeuge liegt in der höheren Reichweite, die nahezu an diejenige von PKW mit konventionellem Antrieb heranreicht. Während der Fahrt kann zwischen den beiden Kraftstoffen jederzeit gewechselt werden. Der Vorteil monovalenter (monofuel) Erdgasfahrzeuge liegt darin, dass die Motoren in technischer Hinsicht besser auf den Betrieb mit Erdgas abgestimmt sind.

Die Wirtschaftlichkeit von Erdgasfahrzeugen

Erdgasfahrzeuge können im Vergleich zu herkömmlichen Antrieben nicht nur günstiger betrieben werden, weil die Kraftstoffkosten sowie der Steuersatz für den Kraftstoff viel geringer ausfällt. Darüber hinaus ist – zumindest bei monovalenten Erdgasfahrzeugen – die Einstufung bezüglich der Kraftfahrzeugsteuer deutlich geringer. Grund hierfür ist, dass Erdgasfahrzeuge die strengen Abgasnormen erfüllen. Bei bivalenten Fahrzeugen hängt die Einstufung davon ab, wie die Abgaswerte im Benzinbetrieb sind. Erdgasfahrzeuge werden bei einigen Versicherern zudem mit Sonderrabatten von bis zu 30 Prozent begünstigt.

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