Einlagensicherungsfonds

Einlagensicherungsfonds: Teil eines Sicherungssystems

EinlagensicherungsfondsAls sogenannten Einlagensicherungsfonds bezeichnet man Teile des Sicherungssystems der einzelnen Bankinstitute. Sie sollen die Gelder der Kunden schützen, sollte es zu einer Insolvenz der betreffenden Bank kommen. Damit ist der Einlagensicherungsfonds Teil der sogenannten Einlagensicherung, welche von den großen deutschen Kreditinstituten betrieben wird. Hierzu zählen etwa die Einlagensicherungsfonds der Sparkasse und des Bundesverbandes deutscher Banken sowie der Garantiefonds und Garantieverbund des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Im Einzelnen gesichert durch deutsche Einlagensicherungsfonds werden Guthaben von öffentlichen Stellen, Privatpersonen und Wirtschaftsunternehmen. Im Einzelnen betrifft diese Sicherung die Festgelder, Girokonten, Sparbücher, Tagesgelder, Spareinlagen, Termingelder sowie Sparbriefe der betreffenden Personen. Hierbei gilt es zu beachten, dass die EU-weit geltende Sicherungsgrenze seit September 2013 bei einer Summe von 100.000 Euro liegt.

Deutscher Einlagensicherungsfonds: gesetzlich und freiwillig

Mit dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) vom 16. Juli 1998 verpflichten sich die einzelnen deutschen Geldinstitute dazu, ihre Einlagen sowie Verbindlichkeiten aus diversen Wertpapiergeschäften mithilfe der Zugehörigkeit zu einer sogenannten Entschädigungseinrichtung abzusichern. Deren Auszahlung an die jeweiligen Kunden ist dabei auf 30 Arbeitstage begrenzt. Zusätzlich dazu existieren die erwähnten deutschen Einlagensicherungsfonds. Die Höhe der Absicherung in puncto Kundenguthaben hängt hierbei vom jeweiligen Einlagensicherungsfonds ab. So sind die Guthaben jedes einzelnen Kunden durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken bis zur Höhe von 30 Prozent voll abgesichert.

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